Ruhe vor Handy & Co 10.07.2013, 12:00 Uhr

Berliner Start-up will beim Abschalten helfen

Viele User haben noch nicht die perfekte Strategie dafür gefunden, sich vom unaufhörlichen Informationsstrom abzukoppeln. Das Berliner Startup Offtime will helfen. Das meldet netzwertig.com.

Abschalten. Viele wünschen, sie könnten es konsequent. Aber nur wenige beherrschen diese Kunst. Verwunderlich ist das nicht, immerhin hatten Digitalbürger erst wenige Jahre Zeit, sich auf die neuen Rahmenbedingungen der Always-on-Welt einzustellen. Im Zeitverlauf wird sich dies ändern. Das Berliner Startup Offtime will aber nicht so lange warten. Die Gründer Alexander Steinhart, Andreas Bernhard, Matthias Fellner und Michael Dettbarn haben eine App entwickelt, die Smartphone-Anwender dabei unterstützten soll, Unterbrechungen zu vermeiden und den durch ständige Ablenkungen verloren gegangenen Fokus wiederzufinden.

Das Offtime-Quartett ist der Ansicht, dass die existierenden Lösungen zum temporären Ausklinken aus dem Strom digitaler Ereignisse und Nachrichten nicht wirklich ideal sind. Ob Abschalten des Geräts, Flugmodus oder “Nicht stören”-Feature (beim iPhone) – meist handelt es sich um einen Ganz-oder-gar-nicht-Ansatz. Offtime hingegen erlaubt das granulare Steuern der Erreichbarkeit und soll die guten Seiten der Connectivity beibehalten, während es gleichzeitig störende Signale für einen definierten Zeitraum blockiert.

Zu den Features, welche von der für Android bereitgestellten Alpha-Version bereits unterstützt werden, gehört das Einrichten von Ausnahmen bei Anruf- und Textnachrichten-Blockierungen, das bequeme Blockieren einzelner Apps, die Schaffung verschiedener Profile und das kalenderbasierte Aktivieren und Deaktivieren selbiger sowie die Bereitstellung einer Zusammenfassung wichtiger verpasster Ereignisse, nachdem eine Offtime-Auszeit beendet wurde.

Finanzieren will sich Offtime mit einer Crowdfunding-Kampagne. Zugang zur Alpha-Version der Android-App erhält nur, wer sich mit einem Mindestbetrag von fünf Euro an der Finanzierung beteiligt. Je nach Bereitschaft, einen größeren Betrag einzuzahlen, winken Unterstützern weitere Privilegien.

13.000 Euro sind das Mindestziel, welches die Veröffentlichung der Basisversion im Google Play Store sowie das Begleichen der angefallenen Kosten für Programmierer, Büromiete und andere Ausgaben decken soll. Kommen 40.000 Euro oder mehr zusammen, verspricht das Team, Offtime auf jeden Fall bis zum Jahresende weiterzuentwickeln und die Programmierarbeit für die Bereitstellung auf einer zweiten Plattform zu beginnen.

Von netzwertig.com/sta

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