Medical Adhesive Revolution 11.06.2015, 12:00 Uhr

Aachener Wundkleber erhält Millionen von US-Investoren

Die Medical Adhesive Revolution GmbH (MAR) aus Aachen erhält von US-Investoren Risikokapital in Höhe von rd. 2,7 Mio. Dollar zur Kommerzialisierung ihres innovativen Wundklebers. Zu den Geldgebern zählen die Goose Society of Texas, die Business Angel Gruppe OWL sowie der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung in Houston (The Greater Houston Partnership).

MAR hat einen Wundkleber entwickelt, der sich sowohl im Körper als auch auf der Haut anwenden lässt. Er verschließt Wunden in wenigen Sekunden und ist der weltweit erste synthetische und biologisch abbaubare Wundkleber, der die hohen Anforderungen in der Chirurgie erfüllt. Das nun eingeworbene Kapital soll in den USA zur Markteinführung und weiteren Vermarktung des Klebers eingesetzt werden.

Durch den Gewinn der Rice Business Plan Competition (RBPC), des größten Business-Plan-Wettbewerbs für Universitäts-Spin-Offs weltweit, im April 2014 weckte MAR die Aufmerksamkeit von US-Investoren. Nach Unterzeichnung eines „Letter of Intents“ im Rahmen einer USA-Reise im Oktober 2014, wurde in den vergangenen neun Monaten das rechtliche sowie organisatorische Konstrukt für ein US-Investment geschaffen. Dies beinhaltete u.a. die Gündung einer US-Tochter der MAR Inc. im Januar 2015 im „Texas Medical Center Accelerator“ (TMCx). Während in Aachen nun Entwicklung, Produktion und CE-Zertifizierung verschiedener Produktlinien weiter vorangetrieben werden, wird die amerikanische Tochtergesellschaft für die Zulassung der Produkte in den USA sowie für die weltweite Vermarktung verantwortlich sein. 

Das weltgrößte medizinische Forschungszentrum in Houston eröffnet Möglichkeiten, die nur wenige Wirtschaftsplätze der Welt bieten können: Branchenführer, Venture Capital-Gesellschaften und potenzielle Partnerfirmen für Produkttests, Feedbacks und den Vertrieb sind leicht zu erreichen. „Wir werden uns hier ein großartiges Netzwerk von Beratern und Unterstützern für unser Geschäft in den USA aufbauen können“, freut sich der MAR-Gründer und Geschäftsführer Marius Rosenberg. „Auch sind die Marktbedingungen und das Medizintechnik-Umfeld hier ideal: Alle großen Player im Bereich Medical Adhesives sind in den USA ansässig.“

Mit diesen Rahmenbedingungen sowie dem zusätzlichen Kapital kann MAR nun die medizinische Zulassung ihres Wundklebers in den USA und Europa zeitgleich verfolgen. „Die Zulassung durch die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA wird uns prompten Zugang zu einem Markt mit über 300 Mio. Menschen verschaffen und uns den parallelen Markteintritt in Europa und den USA ermöglichen“, so Rosenberg. „Dies wird der nächste bedeutende Schritt für MAR.“

http://medical-adhesive.de/

Von sta

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