Finanzierung 15.04.2015, 12:00 Uhr

6,2 Mio Euro gegen Vorhofflimmern

Omeicos Therapeutics, ein biopharmazeutisches Unternehmen mit dem Ziel, eine neue Generation niedrigmolekularer Therapeutika zur Prävention und Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen, insbesondere Vorhofflimmern (VF), zu entwickeln, hat in einer Serie-A-Finanzierung 6,2 Mio. Euro erhalten. Beteiligt an dieser Runde sind Vesalius Biocapital II S.A. Sicar als Lead-Investor, ein Unternehmen der SMS Group, der VC Fonds Technologie Berlin GmbH, der Hightech Gründerfonds II GmbH & Co. KG (HTGF) und die KfW Bankengruppe.

Im Rahmen der Finanzierungsrunde erhält Omeicos Fördermittel in Höhe von 550.000 Euro über das Spinnovator Programm der Ascenion GmbH, das mit Zuschüssen für Forschung und Entwicklung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wird.

„Die wachsende Anzahl von Patienten mit Vorhofflimmern sieht sich sehr eingeschränkten medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gegenüber. Aktuelle Behandlungen verfügen über eingeschränkte Wirksamkeit, bergen das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen und sind nicht in der Lage, die Sterblichkeit der Patienten zu verringern“, so Robert Fischer, Chief Scientific Officer bei Omeicos Therapeutics. „Wir sind hocherfreut über die Entscheidung unserer Investoren und sehen ihre Beteiligung als Bestätigung des Potenzials von Omeicos, innovative Medikamente für die Prävention und Behandlung schwerer kardiovaskulärer Erkrankungen wie dem Vorhofflimmern zu entwickeln.“

Der innovative therapeutische Ansatz des Unternehmens basiert auf synthetischen Derivaten natürlicher Stoffwechselprodukte der Omega-3-Fettsäuren, welche eine starke antiarrhythmische Wirkung besitzen. Bislang waren die Versuche, die Omega-3-Fettsäuren therapeutisch wirksam zu nutzen, aufgrund der Instabilität ihrer bioaktiven Stoffwechselprodukte nicht sonderlich erfolgreich. Omeicos ist es gelungen, diese Hürde durch die Entwicklung synthetischer Moleküle zu überwinden, die ebenso effektiv, jedoch wesentlich stabiler sind als die natürliche Metaboliten und sich dadurch als oral verfügbare Therapeutika eignen.

Im Gegensatz zu anderen Antiarrhythmika aktivieren die Omeicos-Wirkstoffe einen endogenen, kardioprotektiven Signalweg, der den Herzrhythmus stabilisiert. Zudem geht man davon aus, dass der Wirkstoff eine heilende Wirkung auf das erkrankte Herz haben kann, indem er dessen elektrischen und strukturellen Umbau verhindert – eine häufige Ursache für Herzerkrankungen und den plötzlichen Herztod. Die unternehmenseigene Substanz-Plattform von Omeicos verfügt über ein hohes Potenzial für weitere Entwicklungen zusätzlichen Indikationen, wie z.B. in weiteren kardiovaskulären als auch chronisch entzündlichen Erkrankungen.

http://www.omeicos.com

Von sta

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