Geldanlage in Australien 01.02.2013, 11:51 Uhr

Wirtschaftsboom birgt Chancen für Anleger

Australien profitiert seit zwei Jahrzehnten vom Aufschwung in Asien. Trotz weltweit schwächelnder Konjunktur legte die Wirtschaft 2012 um gut 3 % zu. Nicht zuletzt wegen seiner riesigen Rohstoffvorkommen dürfte der fünfte Kontinent auch in den kommenden Jahren prosperieren. Für Privatanleger wird das Land damit immer interessanter.

Australien ist aktuell ein attraktiver Ort für Inbestitionen

Australien ist aktuell ein attraktiver Ort für Inbestitionen

Foto: Tourism Queensland

„Welche Anlageformen in Australien wären eine gute Empfehlung?”, fragte kürzlich jemand in einem deutschsprachigen Internetforum. „Australien ist sehr weit weg“, lautete die Antwort. „Es hat einen großen landwirtschaftlichen Sektor – ich wäre vorsichtig …“

Da scheint jemand den Beginn des asiatisch-pazifischen Jahrhunderts verschlafen zu haben. Zwar ist Australien nach wie vor ein großer Agrarexporteur (etwa Weizen oder Zuckerrohr) aber längst bestimmen Rohstoffe wie Eisenerz und Kupfer die Wirtschaftsleistung des Inselkontinents. Chinas Appetit auf Bodenschätze garantiert einen großen Absatzmarkt.

Die nicht enden wollende Rohstoff-Rallye beschert Australien einen Daueraufschwung. Seit nunmehr 22 Jahren wächst seine Wirtschaft unablässig. Sogar die Weltfinanzkrise überstand der riesige Flächenstaat, nach gezielten Investitionen in seine Infrastruktur, rezessionsfrei.

Die wirtschaftliche Dynamik schlägt sich auch in der Geldpolitik nieder. Die Notenbank des Landes, Reserve Bank of Australia (RBA), lässt ein wesentlich höheres Zinsniveau zu als in Europa oder den USA. Während EZB und Federal Reserve sich mit ihren Leitzinsen gegen Null bewegen, liegt Australiens Leitzins immerhin bei 3 %.

2013 wird ein Wachstum von über 3 % erwartet

Optimistisch sollten potenzielle Anleger auch die Wirtschaftsdaten stimmen: Für 2013 wird ein Wachstum von bis zu 3,25 % erwartet, die Arbeitslosenrate liegt knapp über 5 %. Außerdem ist die Staatsverschuldung so niedrig wie in kaum einem anderen großen Industrieland.

Hinzu kommt: Australische Banken werden seit Jahren streng reguliert. So konnten sie die Finanzkrise fast unbeschadet überstehen. Die „Big Four“ des Kontinents – Commonwealth Bank, Westpac, NAB und ANZ – gingen sogar gestärkt aus der Krise hervor. Die Einlagensicherung der Regierung (Deposit Guarantee) gilt auch für ausländische Anleger. Garantiert werden 250 000 Australische Dollar pro Kunde.

Für mutige Anleger, die dem Zinstief in Europa entfliehen möchten, hat Australien einiges zu bieten. Neben der Beteiligung an australischen Firmen via Aktie oder Fonds sind auch Festgeldanlagen interessant.

Attraktive Zinsen für Anleger

Entsprechende Einlagen werden etwa von der Commonwealth Bank derzeit mit über 4 % verzinst. Aufgrund der sehr deutlich niedrigeren Leitzinsen können Banken in Europa oder den Vereinigten Staaten da nicht mithalten.

Vorsicht ist dennoch geboten: Jede Geldanlage in fremden Devisen birgt das Währungsrisiko. Vor Beginn der Weltfinanzkrise schwankte der australische Dollar mit einem Wert von etwa 60 Eurocent nur marginal gegenüber der europäischen Einheitswährung.

Als die Weltwirtschaft 2008 einbrach, war der Dollar nur noch 50 Cent wert. Dann setzte er zum Höhenflug an und erreichte im August 2012 mit rund 88 Cent seinen bisherigen Höchststand. Derzeit kostet er immerhin noch rund 77 Eurocent. Experten streiten darüber, wie sich der Wechselkurs in der nächsten Zeit entwickeln wird. Grundsätzlich gilt: Eine Währung spiegelt in der Regel die wirtschaftliche Stärke und Dynamik der jeweiligen Volkswirtschaft.

Selbst bei rascher Überwindung der Rezession in Europa spricht einiges dafür, dass Australien mittel- und langfristig gegenüber der Eurozone die Nase vorn hat. Einen Kurssturz seiner Währung schließt das nicht aus. Allerdings dürfte er kaum von Dauer sein.

Dennoch sind Anlagen in Australien wegen des Aufwands und aufgrund plötzlicher Währungsschwankungen nur Anlegern mit langem Atem und einem gewissen Risikoappetit zu empfehlen.

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