Vermögens-Check 13.01.2012, 12:02 Uhr

Vermögens-Check 2012: Mit Strategie zum Wohlfühl-Depot

Krise – kaum ein Wort ist in den vergangenen Monaten häufiger in den Nachrichten aufgetaucht. Kein Wunder, dass die Anleger verunsichert sind. Welche Risiken, welche Chancen stecken wirklich in Ihrem Depot? Beim kostenlosen Vermögens-Check der VDI nachrichten analysieren bankenunabhängige Vermögensverwalter Ihr Portfolio.

Kennen Sie auch diesen Drang zur Veränderung, zum Großreinemachen? Mich packt er regelmäßig zum Jahreswechsel. Diesmal schleppte ich kurz nach Weihnachten einen Kompaktklasse-Pkw voll Kinderkleidung zu einer Hilfseinrichtung. Den Bankordner dagegen habe ich nur zum Abheften der Kontoauszüge in die Hand genommen.

Offenbar liege ich damit im Trend. „Die meisten Menschen verwenden mehr Zeit darauf, die Bedienungsanleitung ihres Handys zu studieren, als sich um ihre Geldanlagen zu kümmern“, hat Uwe Zimmer, Vorstand der Meridio  Vermögensverwaltung in Köln, festgestellt. Die seit 2008 schwelende Krise hat solches Verhalten gefördert. Im vergangenen Jahr waren schließlich diejenigen die Gewinner, die keine Aktien oder Fonds im Portfolio hatten. Was viele nicht bedenken: Dies ist nur eine Momentaufnahme. Und die Zinsen auf Tages- oder Festgeldanlagen werden aktuell von Abgeltungsteuer und Inflation aufgefressen. Real verliert das Guthaben auf solchen Konten an Wert.

Vermögens-Check-Berater: „Die Streuung des Vermögens ist extrem wichtig“

„Die Streuung des Vermögens ist extrem wichtig“, ist Uwe Zimmer überzeugt. „Bei den Vermögens-Checks stellt der Kölner häufig fest, dass die Investments zwar auf unterschiedliche Anlageklassen verteilt wurden, die Produkte aber fast ausschließlich von der bisherigen Hausbank stammen. „Das sind dann oft nicht die renditestärksten Produkte“, erklärt Zimmer. „Doch an der Vermittlung eigener Anlageinstrumente verdienen die Banken am meisten.“

Bankenunabhängige Vermögensverwalter hingegen reichen ihre Sonderkonditionen, die sie bei Banken und Investmenthäusern aushandeln, in der Regel an ihre Mandanten weiter. Diese sparen damit z. B. Ausgabeaufschläge beim Fondskauf.

Auch die Gebühren bei An- und Verkauf von Wertpapieren sind beim Vermögensverwalter meist deutlich günstiger als bei der Bank. Die so gesparten Kosten können häufig das Honorar für die Vermögensverwaltung kompensieren.

Welche Risiken die provisionsgetriebene Beratung bergen kann, weiß Udo Schindler, Vorstand der Nürnberger KSW Vermögensverwaltung. „Im vergangenen Jahr haben wir für einen beruflich sehr erfolgreichen Ingenieur den Vermögens-Check durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass er im Depot drei Dachfonds vom selben Anbieter hatte, die zusammen 40 % des gesamten Vermögens ausmachten.“

Kleine Fonds sind durch Verwaltungskosten stark belastet

Allen drei Fonds gemeinsam war, dass keiner mehr als 11 Mio. € verwaltete. „Bei solch relativ kleinen Fonds belasten die Verwaltungskosten die Wertentwicklung besonders stark“, gibt Schindler zu bedenken. Da die drei Produkte vom selben Anbieter stammten, gab es aber auch bei den Fondsportfolios Überschneidungen und damit ein unerkanntes Klumpenrisiko. „In diesem Fall steckten 6 % des gesamten Vermögens des Ingenieurs in der Aktie eines brasilianischen Unternehmens. Dieses Risiko war dem Anleger gar nicht bewusst“, erklärt der Nürnberger.

Mit der Depotzusammenstellung nach altem Muster hätte der Ingenieur 2011 rund 21 % verloren. Die KSW übernahm das Mandat und strukturierte das Depot um, passend zu den Finanzzielen und zur Risikobereitschaft des Ingenieurs. Die Rendite fiel 2011 zwar immer noch negativ aus. Doch der Verlust blieb mit rund 3,6 % überschaubar.

Zugleich wurde das Depot deutlich wertstabiler – und schützt den Ingenieur in dieser Struktur auch vor künftigen Zinserhöhungen, die seine geplante Immobilienfinanzierung verteuern würde. Schindler: „Das haben wir mit einem Zertifikat erreicht, dessen Kurswert steigt, wenn die Zinsen steigen.“

Dass selbst bei sehr konservativer Ausrichtung Verbesserungen in der Vermögensstruktur möglich sind, zeigt ein Beispiel aus der Praxis von Heiko Löschen, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Packenius, Mademann & Partner. „Das Ehepaar hatte ausschließlich in Pfandbriefe, Festgelder und Tagesgelder investiert. Damit erzielten die Mandanten eine durchschnittliche Rendite auf das gesamte Vermögen von knapp 1,6 %“, berichtet der Hamburger. Im Wesentlichen sollten die Kapitalerträge den Lebensstandard im Alter sichern, so die Vorgabe der auf Sicherheit bedachten Anleger.

Vermögens-Check: Internationales Aktienportfolio schützt vor Inflationsrisiko im Euroraum

„Die gröbsten Fehler im bisherigen Anlagekonzept lagen in der zu geringen Diversifikation über verschiedene Anlageklassen und dem mangelnden Schutz vor Inflation“, analysiert Löschen. Da das gesamte Vermögen im Euroraum investiert war, fehlte auch der Schutz für den Fall, dass der Euro weiter gegenüber anderen Währungen an Wert verliert. Die Lösung der Profis sieht eine sukzessive Umschichtung der frei werdenden Mittel in ein internationales Aktienportfolio und den Aufbau einer Position in der Anlageklasse Beteiligungen vor.

Bis 2013 soll der Umbau abgeschlossen sein. „Es gibt keinen Zeitdruck. Die Minderrendite in der Übergangszeit nehmen wir in Kauf. Dafür sind die Umschichtungen kostengünstiger als ein radikaler Schnitt. Und unsere Mandanten können sich leichter an die neue Depotstruktur gewöhnen. Denn sie müssen sich mit ihren Anlagen wohl fühlen“, so Löschen.

Fühlen Sie sich mit Ihren Geldanlagen wohl? Nutzen Sie die Chance, eine kompetente zweite Meinung einzuholen. Ab sofort können Sie sich zum kostenlosen Vermögens-Check durch einen bankenunabhängigen Vermögensverwalter in Ihrer Nähe anmelden. Über Details zur Teilnahme informiert der nebenstehende Artikel.  

Ein Beitrag von:

  • Martin Volmer

Stellenangebote im Bereich Verwaltung

Kölner Verkehrs-Betriebe AG-Firmenlogo
Kölner Verkehrs-Betriebe AG Vorstandsreferent (w/m/d) Betrieblich-technischer Bereich Köln
Deutsche Bahn AG-Firmenlogo
Deutsche Bahn AG Vertrags- / Nachtragsmanager (w/m/d) keine Angabe
BRÜGGEN ENGINEERING GmbH-Firmenlogo
BRÜGGEN ENGINEERING GmbH Projektcontroller (m/w/d) Raum Mannheim
Stadt Solingen-Firmenlogo
Stadt Solingen Technischer Beigeordneter (m/w/d) Solingen
Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr-Firmenlogo
Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr Juristin / Jurist (m/w/d) in der Bundeswehrverwaltung deutschlandweit
Stadt Aschaffenburg-Firmenlogo
Stadt Aschaffenburg Architekt oder Bauingenieur (m/w/d) als Amtsleitung (m/w/d) Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Aschaffenburg
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Die Autobahn GmbH des Bundes Ingenieur (w/m/d) im Vertragsmanagement Montabaur, Wiesbaden
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Die Autobahn GmbH des Bundes Ingenieur (w/m/d) Landespflege Bochum, Netphen, Dillenburg, Münster
Handwerkskammer Düsseldorf-Firmenlogo
Handwerkskammer Düsseldorf Abteilungsleiterin bzw. Abteilungsleiter (w/m/d)|für die Abteilung Meisterschulen technische Fortbildung (Abt. IV-2) Düsseldorf
Stadt Wesseling-Firmenlogo
Stadt Wesseling Sachgebietsleitung Betriebliches Management (w/m/d) Wesseling

Alle Verwaltung Jobs

Top 5 Finanzen

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.