Aktien 10.02.2006, 18:42 Uhr

Der WEIX startet energiegeladen in das Jahr 2006  

VDI nachrichten, Köln, 10. 2. 06, mav – Der World Engineering Index (WEIX) überzeugte im ersten Monat des Jahres mit einer beeindruckenden Performance von 9,77 %. Meridio-Vorstand Uwe Zimmer erklärt, warum die Hausse für die technologiegetriebenen Sektoren der WEIX-Familie weitergeht.

Beim Blick auf die einzelnen Sektoren der WEIX- Familie bestätigt sich unsere Prognose aus dem Bericht des Vormonats: Die Sektoren alternative Energien, Energie und Bau konnten auf Monatssicht die beste Performance verzeichnen. Als Sonnenkind präsentierte sich dabei wie schon im Jahre 2005 der Branchenindex der alternativen Energien. Mit einem atemberaubenden Plus von 39,8 % verwies er die Sektoren Bau (+ 8,73 %) und Energie (+8,19 %) auf die Plätze.

Die Story dieser Werte scheint also trotz ihrer sehr ambitionierten Bewertungen weiter zu stimmen. Das große Interesse internationaler Fondsgesellschaften zu Beginn des Jahres legt nahe, dass hier auch zukünftig ein hohes Branchenwachstum erwartet wird. Eine der weltweit größten Fondsgesellschaften, die amerikanische Fidelity, soll ihren Anteil an der deutschen Q-Cells auf jetzt 7 % aufgestockt haben.

Unterstützt wird die Hausse der Solar- und Windwerte durch einen weiter rekordlustigen Ölpreis (Light Crude: +11,9 % im Januar). Im vergangenen Monat waren es vor allem der schwelende Atomkonflikt mit dem Iran und anhaltende Unruhen in Nigeria, die zu Versorgungsängsten führten. Für den Monat Februar erwarten wir vorerst keine weiteren Anstiege beim Ölpreis über die 70 $-Marke. Zunächst sollte die Ankündigung der Opec, die Förderquoten von rund 28 Mio. Barrel pro Tag nicht senken zu wollen, entspannend wirken.

Übergeordnet bleibt der Ölpreis aufgrund der latenten Fragezeichen rund um die Fördermöglichkeiten der Zukunft aber weiter unter Druck. Selbst wenn die tatsächliche Angebots- und Nachfragesituation eine andere Sprache spricht, werden kleinste Krisen und Förderausfälle auch künftig für immer neue Kursspitzen sorgen.

Es verwundert also nicht, dass die Nachfrage nach alternativen Energien steigt. So gab der US-Bundesstaat Kalifornien im Januar bekannt, dass er Solarenergie-Anlagen auf Dächern von privaten und öffentlichen Gebäuden installieren lassen will. Investitionsvolumen: über 2,9 Mrd. $. Für einen Neueinstieg in den Sektor würden wir nun auf nachgebende Notierungen ggf. in Folge eines etwas korrigierenden Ölpreises warten. Mit Blick auf das Wachstumspotenzial erscheinen zudem die Solarwerte aussichtsreicher als die Windtitel des Branchenindex.

Für den WEIX insgesamt bleiben die Aussichten für den weiteren Kursverlauf unverändert positiv. Weltwirtschaftlich gesehen scheint das Anfang Januar skizzierte Wachstumsszenario weiter intakt. Zwar wiesen die USA für das 4. Quartal eine enttäuschende BIP- Steigerung von nur 1,1 % aus, die Ursachen hierfür dürften aber vor allem in temporären Sonderfaktoren zu suchen sein. Wie allgemein erwartet, sollte sich das US-Wirtschaftswachstum im 1. Quartal 2006 wieder auf 3,5 % bis 4 % beschleunigen. In Japan steigen die Verbraucherausgaben weiter, und das Verhältnis von freien Jobs zu der Anzahl der Stellensuchenden stieg auf einen Wert von 1.

Japan war es auch, das im Januar kurzfristig zu einer Verstimmung an den internationalen Aktienmärkten und auch im WEIX-Index sorgte. Auslöser der Verunsicherung in Japan war der Vorwurf der Bilanzmanipulation gegen den Internetwert Livedoor.

Neben einem Abschlag im japanischen Index Nikkei 225 innerhalb von zwei Tagen in Höhe von rund 8 % sorgten die massiven Verkäufe für einen vorzeitigen Handelsschluss an der Börse in Tokio. Die große Aktivität der verängstigten Anleger hatte das Computersystem an den Rand eines Zusammenbruchs gebracht.

Dieser Sonderumstand dürfte aber nur deswegen zu einer derart heftigen Reaktion auch in den Weltindizes geführt haben, weil viele der Aktienmärkte längst überfällig für eine Korrektur waren.

Alles in allem erwarten wir im Februar eine positive Performance für den WEIX. Insgesamt ist allerdings eine erhöhte Volatilität zu beobachten, die auch im laufenden Monat zu kurzfristig scharfen Korrekturen führen könnte. Noch würden wir diese Rücksetzer für Einstiege bzw. Aufstockungen nutzen, bevor wir mit Beginn der zweiten Jahreshälfte skeptischer werden.

Dies gilt insbesondere für unsere weiterhin favorisierten Branchen alternative Energien, Energie und Bau. Derzeit weniger im Anlagefokus bleiben die Branchen Chemie & Pharma (vor allem Pharma) und Automobile. Eine Ausnahme würden wir für die im WEIX- Automobil gelisteten japanischen Hersteller Suzuki und Toyota gelten lassen. Im Bereich IT-TK-Elektronik sind wir angesichts des Margendrucks und damit einhergehender Umsatzrückgänge vorsichtig, was Firmen der Telekommunikation betrifft. UWE ZIMMER

www.meridio.de

Von Uwe Zimmer
Von Uwe Zimmer

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