Geldanlage 13.01.2006, 18:42 Uhr

Depotcheck: Highflyer rein, faule Eier raus  

Lassen Sie Ihr Depot kostenlos von bankenunabhängigen Vermögensverwaltern analysieren.

Einzige Bedingung: Sie haben mindestens 25 000 € gespart oder können diesen Betrag anlegen. Ab sofort können Sie sich zum Depotcheck anmelden. Wie“s geht, lesen Sie im Kasten unten auf dieser Seite. Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2006.

Vielleicht ist der Depotcheck ja auch ein Anstoß, sich mit den Chancen von Aktien und Fonds neu auseinander zu setzen. Noch immer vernachlässigt die große Mehrheit der Deutschen die Renditechancen, die die Börse bietet. Dabei locken nach Auskunft des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) attraktive Renditen: Durchschnittlich 8 % jährlich ließen sich im Schnitt der vergangenen zehn Jahre mit Aktienfonds verdienen, die in Deutschland, Europa oder weltweit anlegten.

Zwar hat die Zahl der Aktienanleger 2005 erstmals seit dem Börsencrash vor sechs Jahren wieder zugelegt. Dennoch ist Deutschland in Sachen Aktienkultur noch ein Entwicklungsland. Nur jeder sechste Bundesbürger investierte 2005 in Unternehmensanteile.

Das verwundert umso mehr, als sich zum Beispiel der deutsche Leitindex Dax seit 2003 mehr als verdoppelt hat. Ist nun die Chance verpasst? Lohnt es sich jetzt noch einzusteigen, oder sollte man lieber abwarten?

Der Einstieg in die Aktienanlage ist zu (fast) jedem Zeitpunkt empfehlenswert, erläutert das Deutsche Aktieninstitut. Solange keine Börseneuphorie die Kurse in unverhältnismäßige Höhen treibt, hat der langfristig orientierte Investor mit Aktien beste Chancen, im mehrjährigen Durchschnitt eine attraktive Rendite zu erzielen. Vorübergehende Kursrückgänge können an der Börse aber niemals ausgeschlossen werden. Deshalb ist es wichtig, dass nicht das gesamte Vermögen in Aktien investiert wird, sondern dass nur langfristig verfügbare Mittel an die Börse fließen.

Ebenfalls wichtig ist eine ausreichende Streuung, betont das Deutsche Aktieninstitut weiter. Acht bis zehn Aktien unterschiedlicher Branchen sollten in einem gut gemischten Depot vorhanden sein. Die Erfahrungen der Vermögensverwalter beim Depotcheck der VDI nachrichten 2003 zeigen, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. „Klares Übergewicht in Technologieaktien“, „sehr oft Einzeltitel mit technischem Hintergrund“, „sehr technologielastig“ – so kommentierten die Vermögensprofis damals die Depots, die ihnen von Ingenieuren zur Begutachtung vorgelegt worden waren.

Wie die meisten Anleger, bevorzugten auch die Leser der VDI nachrichten vor allem Papiere deutscher und europäischer Unternehmen. Uwe Zimmer, Vorstand der Kölner Vermögensverwaltung Meridio, empfiehlt hingegen, die Anlagen auch nach Ländern zu diversifizieren, um den Depoterfolg zu verstetigen: „Im Regionenmix gewichten wir derzeit Japan, Europa und die USA jeweils mit 30 %“, so Zimmer.

Börsenlaien begehen noch einen zweiten typischen Fehler: Sie stimmen ihre Anlagen nicht auf ihre Risikoneigung ab. „80 % der oft 55- bis 65-jährigen Anleger bezeichneten sich als eher konservativ. Fast alle waren sich bewusst, dass ihr Depot nicht zu diesem Profil passte“, erinnert sich der Meridio-Chef an die Erfahrungen beim Depotcheck 2003. Häufig war der Aktienanteil und damit das Risiko zu hoch.

Grundsätzlich gelte für die vertretbare Aktienquote die Faustformel „Hundert minus Lebensalter“, erläutert das Deutsche Aktieninstitut. Diese Formel müsse aber mit Verstand angewendet werden. So richtet sich die Höhe der optimalen Aktienquote auch nach der Höhe des Gesamtvermögens und der persönlichen Risikoeinstellung, vor allem aber nach dem tatsächlichen Anlagehorizont: Für die erste eigene Wohnung oder ein Auto sollte der Berufsanfänger nicht mit Aktien, sondern besser mit festverzinslichen Anlageformen sparen. Dies gilt auch für den Rentner, der für die Abdeckung seiner eigenen Pflegekosten spart. Den Teil seines Einkommens, den er für die Enkel zurücklegt, kann er jedoch getrost in Aktien anlegen – auch wenn er die „optimale“ Aktienquote damit überschreitet.

Die dritthäufigste Falle wird von den Börsenprofis mit „Vogel-Strauß-Mentalität“ umschrieben. In manchem Depot schlummern immer noch die vermeintlichen Internet-Stars des Neuen Markts, die längst auf Cent-Niveau abgestürzt sind und seitdem vor sich hin dümpeln.

„Aus Angst, eine Fehlentscheidung zu treffen und noch mehr Geld zu verlieren, treffen die Anleger dann gar keine Entscheidung mehr“, erklärt Thomas Packenius von der Vermögensverwaltung Packenius, Mademann und Partner in Düsseldorf. Mehr „Mut, Verluste zu realisieren und Fehler einzugestehen“, wünscht sich auch der Stuttgarter Finanzexperte Michael Reuss (Huber, Reuss & Kollegen) von manchem Privatanleger.

Vielen Anlegern fehlt aber schlichtweg die Zeit, Erfahrung oder Lust, sich weiterhin ausführlich mit der Anlage ihrer Ersparnisse zu befassen. Auch mangelndes Wissen wird als Grund angegeben. Laut einer Studie von TNS Infratest vom Mai 2005 meinten 80 % der Aktien-Erfahrenen, „man braucht intensive Beratung von Experten, bevor man sich für eine Geldanlage in Aktien bzw. Aktienfonds entscheidet“.

Doch wer berät kompetent und seriös? Eine Antwort darauf gibt der Depotcheck von DAB Bank und VDI nachrichten: Die Teilnehmer der Aktion werden von bankenunabhängigen Vermögensverwaltern betreut.

Wer überlegt, sein Vermögen dauerhaft von einem Profi verwalten zu lassen, sollte sein Augenmerk auch auf das Gebührenmodell des Anbieters lenken. Verdient der Vermögensverwalter an jeder Umschichtung mit, setzt dies falsche Anreize, heißt es beim Deutschen Aktieninstitut. Bekommt der Verwalter hingegen eine nur vom verwalteten Vermögen abhängige Vergütung, ist er mehr an dessen Vermehrung und weniger an häufigen Umschichtungen interessiert. Und wenn er einen Anteil am erzielten Gewinn – stets gemessen vom zuletzt erreichten Höchststand – bekommt, kann der Anleger sicher sein, dass seine Interessen und die des Vermögensverwalters gleich sind. Häufig sind auch Mischformen vereinbar: Dann erhält der Vermögensverwalter beispielsweise eine Grundpauschale, die sich am Depotwert orientiert, und zusätzlich eine erfolgsabhängige Provision.

Der erste Schritt zu besserer Rendite sollte aber die kostenlose Teilnahme am Depotcheck sein. Damit 2006 auch für Sie ein erfolgreiches Börsenjahr wird. MARTIN VOLMER

Von Martin Volmer
Von Martin Volmer

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