Unsicher und riskant 14.12.2013, 12:59 Uhr

Bitcoins: Europäische Bankenaufsicht warnt vor Handel mit virtueller Währung

Schwankende Kurse, keine Einlagensicherung und kein Schutz gegen Hackerangriffe: Der Handel mit Bitcoins ruft internationale Finanzaufseher auf den Plan. Die Europäische Bankenaufsicht EBA hat die Verbraucher jetzt zur Vorsicht im Umgang mit der virtuellen Währung ermahnt. 

Zunehmend mehr Händler und Gaststätten akzeptieren die virtuelle Währung Bitcoin. Doch jetzt warnt die Europäische Bankenaufsicht vor Kursverlusten und Hackerangriffen.  

Zunehmend mehr Händler und Gaststätten akzeptieren die virtuelle Währung Bitcoin. Doch jetzt warnt die Europäische Bankenaufsicht vor Kursverlusten und Hackerangriffen.  

Foto: dpa/Hannibal Hanschke

Bitcoins sind die bekannteste Online-Währung. Zunehmend wird sie auch in der realen Welt benutzt. Nicht nur der Onlinehändler Amazon akzeptiert sie als Zahlungsmittel. Es gibt inzwischen auch Gaststätten, in denen man mit Bitcoins sein Bier bezahlen kann.

Doch das ist nicht ganz ungefährlich: Anders als bei herkömmlichen Währungen steht hinter dem virtuellen Geld weder eine Zentralbank, noch eine Regierung oder ein physischer Vermögenswert. Was ein Bitcoin wert ist, liegt lediglich daran, was die Nutzer bereit sind, dafür zu zahlen. Starke Kursschwankungen sind die Folge. War ein Bitcoin im Januar noch 13 US-Dollar wert, schwankte der Kurs im vergangenen Monat zwischen 1203 und 727 US-Dollar.

Die Risiken zeigen sich auch deutlich am Beispiel der Bitcoin-Handelsplattform Global Bond Limited aus Hongkong: Sie war im Oktober plötzlich verschwunden – und mit ihr Bitcoins im Wert von rund 5,5 Millionen US-Dollar.

Keine Einlagensicherung, kein Schutz vor Hackern

Jeder, der Bitcoins nutze, sei bei den Verlusten auf sich gestellt, warnt die gerade gegründete Europäische Bankenaufsicht EBA deshalb nach dreimonatigen Untersuchungen. Für das digitale Geld gebe es keine Einlagensicherung, heißt es in einer Mitteilung. Gewinne aus Geschäften mit virtuellem Geld könnten außerdem steuerpflichtig sein.

Zudem seien Bitcoins auf Computern der Nutzer ebenso Hackerangriffen ausgesetzt wie die Handelsplattformen im Internet selbst. Die europäischen Bankenaufseher halten auch kriminellen Missbrauch der Bitcoins für möglich, etwa für Geldwäsche.

Mit ihrer Warnung schließt sich die EBA der französischen Notenbank und der US-Börsenaufsicht SEC an. Die chinesische Zentralbank hatte vor einigen Tagen den Handel mit Bitcoins sogar verboten. Das kann die EBA nicht. Sie will jedoch prüfen, ob auch virtuelle Währungen reguliert und überwacht werden können und sollten.

Geld schürfen mit Rechenaufgaben

Die Produktion des virtuellen Geldes ist Spezialisten vorbehalten – eigentlich. Im Prinzip kann aber jeder Bitcoins herstellen, der einen leistungsstarken Rechner und eine Internetverbindung hat. Alle im Bitcoin-Netzwerk verbundenen Rechner versuchen, hochkomplexe Rechenaufgaben zu lösen. Der Computer, der die Aufgabe zuerst löst, produziert digitale Bitcoins. Für 25 Bitcoins braucht die Netzwerkgemeinde etwa zehn Minuten.

Mining nennt sich das und soll wohl an die Goldgräber vergangener Zeiten erinnern, denn zu deutsch bedeutet es schürfen. Momentan sind etwa zwölf Millionen Bitcoins im Umlauf. Die Geldmenge kann aber nicht beliebig wachsen, weil das System ein technisches Limit eingebaut hat. Bei 21 Millionen ist Schluss.

Von Andrea Ziech

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