Karriere 18.07.2008, 19:36 Uhr

„Wir müssen motivieren und nach vorn blicken“  

Ein Projekt im Team von der Vision zum erfolgreichen Abschluss bringen, das macht sie seit nunmehr drei Jahren.

Fritzsch: Neben der Begeisterung für den Motorsport war es die Motivation, an unserer Uni etwas vollkommen Neues auf die Beine zu stellen. Wir wollten nicht mehr nur als Einzelkämpfer das Studium bestreiten, sondern als Team eine gemeinsame Vision und später ein festes Ziel verfolgen und mehr Bezug zur Praxis erlangen. Genau diese Möglichkeiten eröffnete uns das Projekt.

VDI nachrichten: Sie sind Teamleiterin. Was sind Ihre Aufgaben innerhalb des Teams?

Fritzsch: In der Teamleitung sind Thomas Göhler, der 2006 dem Team beitrat, und ich. Zunächst halten wir das Team zusammen und dazu gehören nicht immer nur angenehme Momente. Wir müssen motivieren, nach vorn blicken und einen guten Überblick behalten. Man lernt, auf Leute einzugehen, aber genauso auch, sich von Leuten trennen zu müssen, wenn diese die Teamphilosophie absolut nicht verinnerlichen wollen. Ansonsten übernimmt jeder von uns technische und organisatorische Aufgaben. Dabei bin ich unter anderem zuständig für die Werbung und Betreuung von Sponsoren, aber auch als Modulleiter im Bereich Fahrwerk.

VDI nachrichten: Was sind für Sie die größten Herausforderungen, denen Sie sich im Wettbewerb stellen müssen?

Fritzsch: Jedes Jahr kommen neue Leute zum Team hinzu und andere scheiden aus. Als größte Herausforderung sehe ich dabei, die Leute an ihre Aufgaben heranzuführen und dazu zu bringen, konsequent nach Zeitplan zu arbeiten.

VDI nachrichten: Sie absolvieren derzeit eine 40-Stunden-Woche, wie lässt sich das mit dem Unialltag vereinbaren?

Fritzsch: Wir müssen irgendwie sehen, dass das Studium nicht ganz auf der Strecke bleibt. Deswegen weiß man es sehr zu schätzen, wenn Freunde für einen in den Vorlesungen mitschreiben. Seitens der Uni kommen sie uns entgegen, indem wir sehr viele studentische Arbeiten zum Projekt anfertigen können.

VDI nachrichten: Können Sie sich eine spannendere berufliche Tätigkeit als die Teilnahme an der Formula Student überhaupt vorstellen?

Fritzsch: Als mindestens genauso spannend schätze ich die aktive Arbeit in einem Motorsportteam ein.

VDI nachrichten: Wohin soll die Reise nach dem Studium gehen? In Richtung Fahrzeugtechnik?

Fritzsch: Meine Diplomarbeit startet im September und wird sich mit einer Thematik aus dem Motorsport befassen. Was danach passiert, ist noch offen. Im Motorsport weiter tätig sein zu können, wäre sicher eine tolle Sache.

VDI nachrichten: Haben Sie schon Job-Offerten seitens der Industrie?

Fritzsch: Ja.

VDI nachrichten: Noch zwei Wochen , dann startet die FSG. Wie sieht der Countdown bis zum Rennen für Ihr Team aus?

Fritzsch: Wir müssen uns seelisch und moralisch auf Hockenheim einstellen. Die statischen Events, wie Cost Report oder Business Plan Presentation werden geprobt, das Engineering Design Event soll gut vorbereitet werden und die ein oder andere Sache ist noch an unserem Boliden zu tun. Außerdem muss der Transport nach Hockenheim detailliert geplant werden. Ansonsten heißt es: Testen, testen, testen und hoffen, dass nichts kaputtgeht¿

VDI nachrichten: Immer noch nehmen sehr viel mehr Männer als Frauen am Wettbewerb teil. Gibt es konkrete Barrieren oder einfach eine größere Scheu bei Studentinnen, sich auf das „Abenteuer FSG“ einzulassen?

Fritzsch: Vielleicht ist eine gewisse Scheu vorhanden, in die „Technik“ vorzustoßen, die ja bis heute eine Männerdomäne ist vielleicht können sich aber einfach auch weniger Frauen mit einem technischen Beruf identifizieren. Zu beobachten ist aber, dass von Jahr zu Jahr bei der Formula Student Germany in Hockenheim mehr Frauen in technischen Bereichen einsteigen, was mich persönlich sehr freut. Seiten 10 und 11 jul

Katja Fritzsch studiert seit 2003 „Fahrzeugbau: Werkstoffe und Komponenten“ an der TU Bergakademie Freiberg. Im August 2008 startet ihr Team zum zweiten Mal in Hockenheim.

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