Arbeitsmarkt 10.02.2006, 18:42 Uhr

Wachstumsbranchen: Wo gibts noch neue Jobs?  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 10. 2. 06, ps – Die Achse von Frankfurt, über Stuttgart bis zum Bodensee ist das wirtschaftliche Kraftzentrum der Republik. Einzelne Branchenschwerpunkte finden sich zudem in Bayern, im Rhein-Ruhrgebiet und in Hamburg, Bremen und Hannover – so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist nach Einschätzung des Schweizer Beratungsunternehmen Prognos besser als sein Ruf. Einige Branchen und Regionen verzeichnen sogar einen regelrechten Beschäftigungsboom – unter anderem bei F&E – Dienstleistern sowie Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt, der Pharmaindustrie, der Medizintechnik.

Laut dem „Zukunftsatals 2006“, den Prognos für das Handelsblatt erstellt hat, ist das Angebot an Arbeitsplätzen in diesen regionalen Branchenschwerpunkten um 20 % bis 30 % gestiegen.

Nach der Analyse haben es einige Städte und Kreise in Deutschland Dank der Spezialisierung auf zukunftsträchtige Wirtschaftszweige geschafft, sich von der negativen Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung der vergangenen Jahre zumindest teilweise abzukoppeln. Einige Beispiele:

– Im Raum Ulm stieg die Zahl der Jobs in der Pharmaindustrie innerhalb weniger Jahre um mehr als 30 %.

– Eine vergleichbare Erfolgsgeschichte findet sich in der Luft- und Raumfahrt (Hamburg/Unterelbe).

– Weitgehend unbekannt ist bislang auch, dass zwischen Tuttlingen und Tübingen inzwischen fast 11 500 Menschen hoch qualifizierte Jobs in zahlreichen medizintechnischen Unternehmen finden.

– Dresden: Im Umkreis der Elbmetropole haben sich zahlreiche private Dienstleister etabliert, die im Auftrag der Chipindustrie Produkte, Werkstoffe oder Verfahren entwickeln. Dadurch wuchs innerhalb von vier Jahren das Arbeitsplatzangebot bei F&E-Dienstleistern um 20 %.

„Diese Wirtschaftsräume haben es geschafft, in ihren jeweiligen Branchen ein erfolgreiches Cluster aufzubauen oder zu pflegen“, erläutert Prognos-Geschäftsführer Christian Böllhoff. Wie im Lehrbuch komme es dort durch eine besonders hohe Konzentration von Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu einem sich selbst verstärkenden Kreislauf. „Unternehmen und Forschungseinrichtungen einer Branche befruchten sich dann gegenseitig“, betont Böllhoff.

Die Bildung und Förderung von Clustern gilt seit Jahren als Königsweg der regionalen Wirtschaftsförderung. „Jede Region, jeder Bürgermeister will ein eigenes Cluster haben“, so Prognos-Regionalexperte Olaf Arndt.

Allerdings werde dabei viel Geld in den Sand gesetzt. „Man kann ein Cluster nicht aus dem Nichts kreieren“, betont Arndt. „Der Versuch, im Emsland ein Biotechnologie-Cluster aufzubauen, wäre sehr teuer und mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verurteilt.“

Voraussetzung für eine erfolgreiche Cluster-Strategie sei, dass eine gewisse Konzentration von Unternehmen aus einer Branche in einer Region vorhanden ist. Insgesamt bildet die Industrie nach wie vor das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – allen voran die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Elektrotechnik.

Der Zukunftsatlas zeigt aber auch: Neben diesen traditionellen Säulen des Wirtschaftsstandorts Deutschland hat sich in den vergangenen zehn bis 15 Jahren die IT- und Software-Industrie immer mehr zu einer Leitbranche entwickelt.

Mit rund 361 000 Beschäftigten arbeiten dort inzwischen fast halb so viele Menschen wie in der Autobranche. Zwischen 2000 und 2004 ist die Zahl der Vollzeit-Jobs in der IT- und Software-Branche um fast 14 % gestiegen – in der Gesamtwirtschaft gab es im selben Zeitraum dagegen ein Minus von knapp 5 %. ps

Ein Beitrag von:

  • Peter Schwarz

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