11 000 Mitglieder befragt 15.05.2013, 09:59 Uhr

Stuka: „81 % der Mitglieder bewerten die Arbeit des VDI mit sehr gut oder gut“

Mit 150 000 Mitgliedern zählt der VDI zu den größten technisch-wissenschaftlichen Vereinen Europas. Doch wie zufrieden sind die Mitglieder mit der Arbeit ihres Vereins? Was wünschen sie sich für die Zukunft? Wo gibt es noch Potenziale? Olaf Stuka, VDI-Bereichsleiter „Mitglieder- und Regionalservice“, berichtet über Ergebnisse der Mitgliederbefragung.

Bundesumweltminister Peter Altmaier im Gespräch mit VDI-Direktor Willi Fuchs: Die Mitglieder des VDI sind sehr zufrieden mit der Arbeit des Vereins.

Bundesumweltminister Peter Altmaier im Gespräch mit VDI-Direktor Willi Fuchs: Die Mitglieder des VDI sind sehr zufrieden mit der Arbeit des Vereins.

Foto: VDI/Jens Schicke

VDI nachrichten: Was sind die wichtigsten Umfrageergebnisse?

Stuka: Die Ergebnisse zeigen, dass der VDI über ausgezeichnete Imagewerte verfügt und diese in Teilbereichen sogar noch steigern konnte. 81 % bewerten die Arbeit des VDI mit sehr gut oder gut. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir uns hier um zwei Prozentpunkte steigern. Auch die Gesamtzufriedenheit mit dem VDI kann sich sehen lassen – mit einem Durchschnittswert von 2,0 hat der VDI ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt. 84 % gaben an, dass sie auf jeden Fall dauerhaft Mitglied im VDI bleiben wollen.

Wie viele Personen haben an der Umfrage teilgenommen?

Wir haben uns darüber gefreut, dass über 11 000 Mitglieder an der anonymen Onlinebefragung teilnahmen, die im Herbst 2012 zum dritten Mal stattgefunden hat. Die jährliche Mitgliederbefragung ist ein wichtiger Indikator für uns, den wir für unsere Arbeit und die Weiterentwicklung unserer Angebote sehr ernst nehmen.

Welche Angebote sind den Befragten am wichtigsten?

Olaf Stuka, Bereichsleiter im VDI.

Olaf Stuka, Bereichsleiter im VDI.

Foto: DGQ

Bei Bekanntheit und Nutzung der Leistungen und Angebote des VDI ragen mit weitem Abstand die VDI nachrichten heraus. Die VDI nachrichten sind das Zugpferd in unserem Portfolio: 100 % der Befragten kennen sie, 98 % lesen sie. Auf den weiteren Rängen folgen die VDI-Richtlinien mit 87 % und unsere Webseite www.vdi.de mit 79 %. Die Zufriedenheit mit unseren Angeboten liegt insgesamt auf dem sehr hohen Niveau des Vorjahres und konnte in Teilen sogar noch gesteigert werden. Besonders das Wunsch-Abonnement (+ 2 %) und die FachNews (+ 5 %) der Fachgesellschaften aus dem VDI-Bereich „Technik und Wissenschaft“ erfreuen sich bei unseren Mitgliedern großer Beliebtheit.

Wie fühlen sich die Mitglieder über die Aktivitäten des VDI informiert?

Schön zu sehen ist auch, dass sich unsere Mitglieder durch den VDI gut informiert fühlen – subjektiv sogar deutlich besser als durch vergleichbare Verbände. 85 % gaben an, sie seien gut und sehr gut informiert. Im Jahr 2012 haben wir die einzelnen Leistungen im Angebots-Portfolio detaillierter hinterfragt. Insgesamt befinden wir uns auf einem sehr hohen Niveau. Für die Zukunft gilt es als größte Herausforderung, diesen Status quo zu halten.

Welche weiteren Herausforderungen werden auf den VDI zukommen?

Der VDI steht seit Jahrzehnten nahezu unverändert für hohe Fachkompetenz, Seriosität, Interessenvertretung und Aktualität der Informationen – darauf können wir zu Recht stolz sein. Wir müssen uns aber gleichzeitig auch fragen, wie wir potenzielle Mitglieder gewinnen und unsere jetzigen Mitglieder noch gezielter ansprechen können. Unsere Mitglieder haben jeden Tag aufs Neue die Wahl zwischen zahlreichen Angeboten. Aus diesem Grund müssen wir unsere Leistungen noch besser kommunizieren, sie transparenter und erlebbarer machen. Der persönliche Nutzen des VDI im täglichen Arbeitsumfeld spielt dabei eine zentrale Rolle.

Welchen Nutzen kann man einer Zielgruppe bieten, die Studenten und Aufsichtsräte umfasst?

Unsere Zielgruppe ist tatsächlich sehr groß und anspruchsvoll: Von den Studenten und Jungingenieuren über gestandene Ingenieure mitten im Arbeitsleben bis zu Mitgliedern, die bereits aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind, haben wir es mit ganz unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen zu tun. Wir wollen auf jedes Mitglied eingehen – das bedeutet für uns, dass der VDI in seiner Ausrichtung noch individueller und persönlicher werden muss. Ein Beispiel dafür ist die intensive Nutzung unserer verschiedenen Social Media-Kanäle, was sehr gut ankommt.

Wie wollen Sie die Ansprache konkret umsetzen?

Nehmen wir beispielsweise einen Studenten, der auf der Hannover Messe VDI-Mitglied geworden ist. Der Student fragt sich sicherlich, wo und wann das nächste Treffen der Studenten und Jungingenieure ist oder wer die Ansprechpartner in seinem Bezirksverein sind. All diese Informationen müssen wir ihm leichter und zielgerichteter zugänglich machen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist „Studypilot“, die neue Hochschul-App des VDI.

Zudem arbeiten wir an einer noch intensiveren Verknüpfung und gemeinsamen Ausgestaltung der Angebote mit den Kollegen aus den VDI-Bereichen „Beruf und Gesellschaft“ und „Technik und Wissenschaft“ sowie mit den Ehrenamtlichen in den Bezirksvereinen. Diese Zusammenarbeit ist sehr wichtig, denn ein Bereich alleine wird die Arbeit auf diesem hohen Niveau nicht leisten können.

Spürbar werden die Effekte schätzungsweise in einem bis zwei Jahren sein, da es sich um langfristige Prozesse handelt.

Von Cathrin Becker Tags:

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