Team-Building 16.03.2012, 11:59 Uhr

Mitsubishi Electric setzt auf altersgemischte Teams

Mitsubishi Electric Europe, das Tochterunternehmen der Mitsubishi Electric Corporation in Tokio, vertreibt von Ratingen aus elektrische und elektronische Produkte seiner Muttergesellschaft. „Bei uns können Mitarbeiter auch noch mit Anfang 50 Karriere machen“, versichert Georg Jennen, General Manager bei Mitsubishi Electric Europe.

Das Konzert des Sängers James Blunt im Oktober vergangenen Jahres in Düsseldorf war nicht nur ein Fest für die rund 3500 Fans, die kamen, um den Star mit seinen Songs zu hören, es war gleichzeitig auch eine Premiere für Mitsubishi Electric, dem neuen Namenssponsor der modernisierten Veranstaltungshalle im Herzen der Landeshauptstadt von NRW.

Für das japanische Unternehmen ist diese Art von Marketing, welches gleichzeitig die enge Verbundenheit zum Standort Düsseldorf und der Region unterstreicht, neu. „Mitsubishi Electric ist ein eher konservatives Unternehmen“, sagt Georg Jennen. Er ist General Manager bei Mitsubishi Electric Europe und für die Öffentlichkeitsarbeit sowie das Personalmanagement verantwortlich. In Japan sei der Konzern so bekannt, dass Werbung gar nicht notwendig sei.

Bei Mitsubishi denken viele nur an Autos 

„In Deutschland kennt in der breiten Öffentlichkeit kaum jemand unser Unternehmen – viele denken bei Mitsubishi immer gleich an Autos“, sagt Jennen. Nur wenige wissen, dass Mitsubishi Electric ein führender Hersteller von Fotovoltaikanlagen und Klimatechnik ist, Halbleiter- und Navigationstechnik entwickelt. „Und dass unsere elektronischen Steuerungen die Vorgänge in einer Vielzahl von Maschinen automatisieren“, so der Manager.

Die Übernahme des Namenssponsorings ist auch gleichzeitig ein Bekenntnis zum Standort Düsseldorf. Es existiert eine enge Verbundenheit mit der Stadt und seiner Region. Es sind aber nicht nur potenzielle Kunden, die das Unternehmen mit dem Sponsoring für seine Produkte interessieren will, sondern vor allem auch junge Menschen, die Ausschau halten nach einem Job oder einer Ausbildung. „Bei der Breite unseres Unternehmens suchen wir ständig neue Fachkräfte: Ingenieure für den Vertrieb, das Produkt-Marketing oder Projektmanagement, die Entwicklung von Hard- und Software sowie unsere Prüflabors“, so der Personalchef.

Die deutsche Niederlassung zählt zu den wichtigsten Standorten in Europa. Das Tochterunternehmen der Mitsubishi Electric Corporation, Tokio, vertreibt von Ratingen aus elektrische und elektronische Produkte seiner Muttergesellschaft. Neun Geschäftsbereiche sind heute unter dem Dach der 1978 gegründeten Niederlassung aktiv. Neben Ratingen ist Mitsubishi Electric an vielen weiteren Standorten in Deutschland mit Vertriebsbüros aktiv.

Je nach Geschäftsbereich decken die Exportaktivitäten der Niederlassung weite Teile des west- und osteuropäischen Marktes sowie Russland und Südafrika ab. Lag der Schwerpunkt anfangs noch ausschließlich auf dem Vertrieb von Consumer- und Industrieprodukten, so entwickelten sich die Aufgabenbereiche und das Spektrum der zu vermarktenden Produkte kontinuierlich weiter. „Die Produktpalette wurde stetig erweitert und die Tätigkeit unserer Niederlassung auf andere EU-Länder ausgeweitet. Später entstanden dort eigene Sales Organisationen“, so der Mitsubishi-Electric-Manager, der seit über 20 Jahren in dem japanischen Unternehmen arbeitet.

Mitsubishi Electric-Ingenieure arbeiten auch beim Kunden vor Ort

Die Nähe zum Kunden wurde immer wichtiger. „Nicht nur bei der Beratung und dem Verkauf, sondern auch für die Entwicklung der Produkte“, sagt Jennen. Am stärksten sei die Zusammenarbeit im Projektgeschäft im Automotive-Bereich. Dort arbeiten Ingenieure des Unternehmens vor Ort beim Kunden an der Weiterentwicklung von Navigations- und Entertainment-Systemen mit, beispielsweise bei Daimler in Sindelfingen. 40 Mitsubishi-Electric-Mitarbeiter arbeiten dort an Hardware und Software, die das Bedienen der Infotainment-Systeme im Auto intuitiver machen. Ähnliche Projekte seien mit weiteren großen Automobilherstellern geplant, sagt der Personalchef. „Dafür brauchen wir weitere gute Mitarbeiter.“

Wie andere Unternehmen sucht Mitsubishi Electric schon früh den Kontakt mit Studenten: über Projekte mit Universitäten, Stipendien, Praktika oder das Betreuen von Diplomarbeiten. Um im Wettbewerb mit anderen Firmen auch als Arbeitgeber interessant zu sein, hat Jennen 2008 das Personal-Management kontinuierlich weiterentwickelt mit dem Ziel, jungen Menschen Perspektiven bieten zu können. „Wir haben dazu Mitarbeiterentwicklungspläne, Karriere- und Nachfolgeplanung sowie die strategischen Unternehmensziele eng miteinander verknüpft“, sagt er. Mitarbeiter können sich auch intern auf ausgeschriebene Positionen in anderen Divisions bewerben. Bei der Besetzung der Stellen gibt es keine Bereichsgrenzen.

Sehr erfreut ist Jennen, dass die Karriere der Mitarbeiter inzwischen nicht mehr nur auf Managementpositionen in der deutschen Niederlassung begrenzt ist. Im April 2011 hat zum ersten Mal seit Gründung der deutschen Niederlassung vor über 30 Jahren ein Europäer die europaweite Leitung eines Geschäftsbereichs übernommen.

Hartmut Pütz ist als President für das europaweite Geschäft des Bereichs Factory Automation verantwortlich, was neben der Kommunikation mit dem japanischen Mutterhaus auch die strategische Planung und den Vertrieb für die Industrie-Automation sowie die Bereiche CNC und Mechatronics Machinery einschließt.

Bei Mitsubishi Electric ist Karriere noch mit Anfang 50 möglich

Neben der Fokussierung auf junge Mitarbeiter hat Mitsubishi Electric auch den demografischen Wandel im Blick. „Wir setzen auf altersgemischte Teams“, sagt Jennen. „Jung kann von Alt lernen – und die älteren Mitarbeiter sollen sich von jüngeren begeistern lassen“, so der Personalchef. Das passe gut zu der japanischen Kultur, in der Alter stärker geschätzt werde als in Europa. „Bei uns können Mitarbeiter auch noch mit Anfang 50 Karriere machen“, sagt der Mitsubishi-Electric-Manager.

Auch darüber hinaus prägt der Arbeitgeber aus Tokio das Miteinander in der Niederlassung in Ratingen. Die japanische Arbeitsweise sei sehr strukturiert, sagt Pütz. „Entscheidungen sind mittel- bis langfristig ausgerichtet, das garantiert eine größere Kontinuität als in amerikanischen Unternehmen, die eher kurzfristig agieren und wenn sie auf Widerstand stoßen, Entscheidungen schneller wieder umwerfen.“ Dror Peled stimmt dem zu. Der General Marketing Manager der Living Environment Systems Division, die auf Klimaanlagen und Wärmepumpen spezialisiert ist, schätzt darüber hinaus die Freiheit, innerhalb der klaren Vorgaben des Managements aus Japan eigenständig agieren zu können.

Ein Beitrag von:

  • Hans Schürmann

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