Dienstleistung 13.06.2008, 19:35 Uhr

Mit Einzigartigkeit punkten  

VDI nachrichten, Ellwangen, 13. 6. 08, ws – Frank Beutenmüller, Prokurist bei TWT in Stuttgart, ist überzeugt, dass Ingenieurdienstleister mit Anspruch und Alleinstellungsmerkmalen beste Perspektiven haben.

Beutenmüller: Unsere Auftraggeber, die Hersteller, zählen uns meist zu den Zulieferern manche sprechen von Entwicklungspartnern. Egal, welche Bezeichnung – der Druck ist immer groß. Sowohl für Anbieter wie uns, die sich mit Innovation und technologischem Fortschritt positionieren, als auch bei anderen, die Kapazitätsengpässe abdecken, ist der zeitliche Druck sehr hoch.

VDI nachrichten: Welche Rolle spielen Ingenieurdienstleister heute?

Beutenmüller: Bei meinem Einstieg vor 16 Jahren war die Nachfrage nicht so hoch wie heute. Es gab aber auch nicht so viele Wettbewerber. Heute ist der Markt auf beiden Seiten stärker besetzt. Erfolgreich kann nur sein, wer klare Alleinstellungsmerkmale aufweist. Bei uns sind das Innovationen und Ganzheitlichkeit.

VDI nachrichten: Welche Rolle nehmen Ingenieurdienstleister künftig ein?

Beutenmüller: Immer mehr Firmen vergeben Aufträge an Dritte. Das ist ein Trend, der zunehmen wird. Ich meine, dass sich Ingenieurdienstleister zunehmend spezialisieren werden. Während sich die einen darauf fokussieren, Spitzenbelastungen bei ihren Kunden abzudecken, werden bei anderen abgegrenzte, entwicklungsorientierte Projekte im Vordergrund stehen. Beide Typen von Unternehmen haben ihre Nachfrage, zielen aber – sowohl kunden – als auch mitarbeiterseitig – auf unterschiedliche Zielgruppen ab.

VDI nachrichten: In Großunternehmen werden Fachleute zu Projektmanagern umgeschult. Spezialisten werden ebenso gebraucht. Sitzen die künftig verstärkt bei Ingenieurdienstleistern?

Beutenmüller: Richtig. Hersteller legen Wert auf Mitarbeiter, die neben dem fachlichen Hintergrund vor allem ein ausgeprägtes Prozesswissen mitbringen. Das ist für die heutigen Entwicklungsprojekte unabdingbar. Daneben ist aber nach wie vor eine Mannschaft nötig, die den Prozess operativ begleitet, die darin verankerten Methoden weiterentwickelt. Das wird zum Teil vom Unternehmen umgesetzt, zum Teil wird diese Leistung bei spezialisierten Ingenieurdienstleistern eingekauft.

VDI nachrichten: Stärkt diese Entwicklung die Position von Ingenieurdienstleistern?

Beutenmüller: Ja, sicherlich. Die Hersteller forcieren enge Entwicklungspartnerschaften mit ausgewählten, etablierten Dienstleistern. Hier sind Prozesswissen und Vertrauen sehr wichtig. Andererseits achten sie natürlich darauf, sich nicht zu stark von nur einem Zulieferer abhängig zu machen.

VDI nachrichten: Was bedeutet es für einen Ingenieur, wenn er sich für einen Ingenieurdienstleister als Arbeitgeber entscheidet: Worauf lässt er sich ein?

Beutenmüller: Kundenorientierung steht im Vordergrund. Hinzu kommen Flexibilität und Vielseitigkeit – ähnlich wie bei Beratungsunternehmen. Um heute das eine, morgen das nächste Projekt bearbeiten zu können, sind auch ausgeprägte Fachkenntnisse unabdingbar. Der zentrale Vorteil für den Ingenieur: Mit jedem Auftrag lernt er etwas hinzu und erweitert so seinen Horizont. PETER ILG

www.twt-gmbh.de

Frank Beutenmüller, 41, leitet die Bereiche Business Development und Engineering & IT Projects. TWT ist Entwicklungspartner der Automobilindustrie und anderer Branchen. TWT konzipiert und implementiert Methoden und IT-Systeme, um die digitale Produktentwicklung der Kunden zu optimieren. Das Stuttgarter Unternehmen hat 130 Mitarbeiter und rund 15 offene Stellen.

 

Ein Beitrag von:

  • Peter Ilg

    Peter Ilg ist freier Journalist und verfasst Texte über Arbeitsmarkt und Berufe, Mobilität und Fahrberichte, Wirtschaft und Märkte.

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