Karriere 04.01.2008, 19:32 Uhr

„Menschen, Arbeit und ihre Stärken gehören zusammen“  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 4. 1. 08, jul – Wer sich zum Jahreswechsel auf die Fahnen geschrieben hatte, über neue berufliche Wege nachzudenken, aber immer noch nicht genau weiß, wie er das anstellen soll, findet in einer Potenzialanalyse einen vielversprechenden Ansatz. Wie individuelle Stärken und Schwächen als Basis für eine sinnvolle Berufs- und Lebensplanung erkannt werden, wissen die Personalberaterinnen Heike Rohde und Stephanie Steppat.

Eine Potenzialanalyse als Geschenk zu Weihnachten? Das klingt exotisch und kaum jemand wird einen solchen Beratungsgutschein unterm Tannenbaum vorgefunden haben. Wer jedoch ans Rolandseck, unmittelbar am Rhein gelegen zwischen Bonn und Koblenz, fährt, der wird merken, dass es sich lohnt, eine Potenzialanalyse zu verschenken und ebenso sehr, sie sich selbst zu gönnen.

In einem lichtdurchfluteten Büro mit Blick auf den Rhein empfangen die Beraterinnen Heike Rohde und Dr. Stefanie Steppat ihre Kunden – Schüler, Abiturienten, Studierende, Berufseinsteiger und -umsteiger. Alle haben dasselbe Anliegen: Sie suchen einen Berufs- und Karriereweg, der zu ihnen passt. Während Schüler in Sachen Berufswunsch oft noch völlig im Dunkeln tappen, planen andere eine beruflichen Um- oder Neuorientierung.

Die beiden Personalexpertinnen wissen hier Rat: Die eine ist von Haus aus promovierte Philologin, die andere ist Pädagogin die eine hat zwei, die andere vier Kinder. Beide haben sich auf die Fahnen geschrieben, „mit einer individuellen Begabungs- und Qualifikationsanalyse Talente, Stärken und Potenziale herauszuarbeiten“, bringt Heike Rohde ihr Beratungskonzept auf den Punkt.

Dieses Konzept ist vielschichtig. Während etwa ein Abiturient einen ganzen Tag lang eine Beratungsanalyse durchläuft, machen diejenigen, die beruflich bereits fest im Sattel sitzen, eine Potenzialanalyse. „Die Potenzialanalyse setzt dort an, wo unsere Kunden heute beruflich stehen.

Hier geht es darum, zu schauen, ob die Menschen an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz ihre Stärken und ihr Potenzial einsetzen können“, erklärt Stephanie Steppat. „Und das ist letztendlich wichtig für den Erfolg des Arbeitnehmers und Arbeitgebers.“

Das persönliche Gespräch ist dabei ebenso ein Baustein der Beratung wie die wissenschaftlichen Testverfahren, Intelligenzstrukturtests und praxisorientierten Konzeptaufgaben, die in einem vorgegebenen Zeitrahmen erarbeitet werden müssen.

Als die beiden Unternehmerinnen im Jahr 2003 die Personalberatung Dr. Steppat & Rohde gründeten, wollten sie vor allem eines: Eine kreative, individuelle und umfassende Berufsberatung auf die Beine stellen und damit eine Marktlücke schließen – denn ein solch umfassendes Beratungspaket in Sachen Beruf und Karriere gab es in der Form noch nicht.

Das Know-how brachten Rohde und Steppat mit: Beide waren seit Jahren als Beraterinnen und Seminarleiterinnen im Bereich berufliche Bildung tätig. Das Konzept stand nach einem Jahr harter Arbeit. Rohde: „Wir haben versucht, ein Beratungskonzept zu entwickeln, das die Fähigkeiten und Neigungen bei Schülern nicht nur an Noten und bei Berufstätigen nicht nur an Leistung festmacht, sondern weiter geht.“

Konkret heißt das: „Kommt etwa ein Maschinenbauer zu uns, hinterfragen wir in einem ausführlichen, mehrstündigen Gespräch, ob er in der Sparte seines bisherigen Arbeitsfeldes richtig aufgehoben ist oder sich umorientieren sollte. Je nach Verlauf des Gesprächs unterscheiden sich unsere daran anschließenden Testreihen erheblich. Danach wird eine Zielbestimmung vorgenommen und das Profil für einen Lösungsweg festgesetzt“, erläutert Steppat.

„Die Potenzialanalyse gibt dabei ganz klar darüber Aufschluss, ob derjenige seinen Beruf richtig gewählt hat, wo seine individuellen Fähigkeiten liegen -beispielsweise im Marketing oder im Vertrieb und ob er Führungspotenzial besitzt“, fährt Steppat fort.

Am Ende des Berufsberatungstages steht also ein konkretes Ergebnis. „Ohne das geht keiner nach Hause“, so die beiden Personalexpertinnen unisono.

Überhaupt ist am Ende eines solchen „Analysetages“ einiges anders als vorher. „Die meisten kommen, weil sie unzufrieden und orientierungslos sind.“ Und wenn sie gehen? „Dann nehmen sie nicht nur eine schriftliche Expertise samt aller Ergebnisse mit nach Hause, sondern – und das ist das aller wichtigste – sie wissen um ihre Stärken, Potenziale und persönliche Kompetenzen und wo sie diese in Zukunft optimal im Berufsleben einsetzten können“, weiß Rohde.

Ein Beispiel aus der Praxis: „Kürzlich haben wir einen erfolgreichen Unternehmer beraten, der mit seiner derzeitigen beruflichen Situation als Selbstständiger sehr unzufrieden war. Mit Hilfe unserer Potenzialanalyse hat er seinen Weg in einem verwandten Berufsbereich gefunden. Jetzt liegt sein Fokus im Bereich Consulting und er ist hochmotiviert. Sein Unternehmen hat er seiner Frau überschrieben“, berichtet Steppat.

Und auch für diejenigen, die nur ein „bisschen unzufrieden“ mit ihrer beruflichen Situation sind, lohnt sich der Weg ans Rolandseck. Denn seit Anfang 2007 bieten Stephanie Steppat und Heike Rohde ein Karriere-Coaching an und helfen beim Planen des nächsten Karriereschrittes. Rohde: „Interessant ist, dass bisher nur Männer diese Beratung nutzen.“ Woran das liegt? „Frauen denken häufig zu wenig über ihre Karriere nach und darüber, wo sie sich auf der Karriereleiter gerade befinden und wohin sie sich neu orientieren müssten“, meint Rohde.

Das jedoch ist für beide Beraterinnen keine neue Erkenntnis. „Bereits bei der Berufswahl gehen Frauen ganz anders vor als Männer, denn sie fokussieren sich meist immer noch viel zu sehr auf weiblich tradierte Berufsbereiche“, weiß Steppat. Und: „Im Berufsleben backen sie im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen fast immer die kleineren Brötchen. Frauen müssen höher pockern – nicht nur, wenn es um die Besetzung von höheren Positionen geht.“

Damit dass nicht so bleibt, engagieren sich die beiden Personalexpertinnen noch an anderer Front: Derzeit erarbeiten sie gemeinsam mit einer anderen großen Personalberatung ein neues Konzept für Hochschulmarketing auf Absolventenmessen. Start soll in 2008 sein. Ein Schwerpunkt wird hier u. a. auf der Rekrutierung von weiblichem Nachwuchs in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen liegen.

Auch für dieses Projekt gilt das Credo der beiden Beraterinnen: „Menschen und Arbeit und ihre Stärken gehören zusammen – in den verschiedensten Facetten.“ J. SCHLINGMANN

Von J. Schlingmann

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