Karriere 02.12.2005, 18:41 Uhr

Ethische Grundsätze im Ingenieurberuf

Aus dem Jahr 1950 stammt das „Bekenntnis des Ingenieurs“, in dem dessen besondere ethische Verantwortung hervorgehoben wurde. 1997 beschäftigte sich der VDI-Ausschuss „Ethische Ingenieur-Verantwortung“ mit diesen Fragen, und seit März 2002 liegt die kleine Schrift „Ethische Grundsätze des Ingenieurberufs“ vor. Darin schrieb der damalige Präsident Hubertus Christ, er erhoffe sich von diesem Text Sensibilisierung und Impulse für ethische Fragen des Ingenieurberufs, und die Präambel erläutert, diese Grundsätze böten Orientierung und unterstützten die Einzelnen bei der Beurteilung von Verantwortungskonflikten.

Der Ruhrbezirksverein hat aus der Erkenntnis heraus, dass die eingangs erwähnte VDI-Schrift „Ethische Grundsätze des Ingenieurberufs“ nur ein erster Einstieg in diese komplexen Fragestellungen sein konnte, bereits im vergangenen Jahr einen neuen Arbeitskreis gegründet, der seinen Mitgliedern weitergehende Anregungen und Informationen, vor allem aber eine Diskussionsplattform bieten soll. Und weil sich die Ethik des Ingenieurs nicht grundlegend von der anderer Berufsgruppen unterscheidet, sondern nur auf andere Sachverhalte projiziert wird, hat sich dieser Arbeitskreis auch den ganz allgemeinen Namen „Ethik“ gegeben. Damit ist er über die rein berufsspezifische Ausrichtung hinaus für alle gesellschaftlichen Themen offen, an deren Zusammenhang ethische Fragestellungen diskutiert und Lösungsmöglichkeiten untersucht werden können. Im Vordergrund steht dabei immer das Ziel, dem Ingenieur zu helfen, nicht nur in Berufs- sondern auch in allgemeinen Lebenssituationen einen ethisch vertretbaren Kurs zu halten. Diese Zielsetzung spiegelt sich wider in der bisherigen Programmgestaltung, die sehr unterschiedliche Themen umfasste. Mit einem Philosophen der Essener Universität sowie mit evangelischen und katholischen Ethikern wurde über allgemeine ethisch-moralische Problemstellungen gesprochen, mit einem Gewerkschafter dagegen speziell über Arbeitsmarkt und Lohnpolitik und mit einem Universitätsprofessor über die Manipulation von Lebensmitteln diskutiert.

Mit den nächsten Veranstaltungen soll nun ein Thema aufgenommen werden, das in jüngster Zeit wieder besondere Beachtung in der Öffentlichkeit gefunden hat. Es ist die Frage, wie weit der Einzelne durch persönliche Festlegungen Vorsorge für den Ernstfall treffen kann und sollte. Gerade die enormen Fortschritte der Medizin, an der wiederum Ingenieure ganz wesentlich beteiligt sind, schieben die Grenzen der Behandlungsmöglichkeiten immer weiter hinaus. Auch bei der Behandlung dieser komplexen Fragen sollen die umfassende Information und die eingehende Diskussion im Vordergrund stehen, damit der Teilnehmer die für ihn optimale Entscheidung treffen kann. In der ersten Veranstaltung zu diesem Thema wird ein Krankenhausseelsorger über seine praktische Arbeit am Krankenbett berichten und seine Erfahrungen berichten. Zu späteren Terminen folgen dann Referate von Medizinern und Juristen.

D.Lueg@t-online.de

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