Einbruch in Solarbranche 27.05.2014, 14:49 Uhr

Erneuerbare Energien: Beschäftigtenzahl sank 2013 um sieben Prozent

371.400 Menschen arbeiteten im Jahr 2013 im Bereich der erneuerbaren Energien – sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders hart traf es die Solarbranche: Hier verloren zwischen den Jahren 2012 und 2013 rund 44.000 Angestellte ihre Jobs. Das geht aus einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervor. 

Die Windenergiebranche konnte sich über Zuwachs freuen: Die Zahl der Beschäftigten ist laut Studie um 16.000 auf 137.800 gestiegen. Gleichzeitig ist es den deutschen Unternehmen gelungen, ihre Exporterfolge aufrechtzuerhalten. 

Die Windenergiebranche konnte sich über Zuwachs freuen: Die Zahl der Beschäftigten ist laut Studie um 16.000 auf 137.800 gestiegen. Gleichzeitig ist es den deutschen Unternehmen gelungen, ihre Exporterfolge aufrechtzuerhalten. 

Foto: DLR

Wer im Bereich der regenerativen Energien arbeiten will, hat in der Windenergiebranche noch die besten Chancen. Dort stieg die Beschäftigtenzahl zwischen 2012 und 2013 um 16.000 auf insgesamt 137.800 Arbeitsplätzen. Das geht aus einer Studie hervor, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt hat. Zu den Studienpartnern zählten auch das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW), der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) und die Prognos AG.

Beschäftigtenzahl in der Solarbranche bricht auf 68.500 ein

Weitaus schlechter sieht es laut Studie derzeit in der Solarbranche aus: Sie trifft ein harter Rückgang der Arbeitsplätze, da der Photovoltaikmarkt einen Rückgang von 57 Prozent verzeichnete. Die Investitionen gingen um 62 Prozent zurück. Nachdem 2012 noch 113.900 Menschen im Bereich Photovoltaik arbeiteten, hatten 2013 nur noch 68.500 Beschäftigte einen Job in dieser Branche. „Der Rückgang der Installationen führte dazu, dass insbesondere Dienstleister wie Projektierer, Systemhäuser und Installateure, die den Aufbau der Anlagen übernehmen, Stellen abbauen mussten oder sich gar nicht mehr am Markt halten konnten“, beschreibt Marlene O’Sullivan, Autorin der DLR-Studie.

Windenergiebranche freut sich über Rekordhoch an Beschäftigten  

Freuen kann sich hingegen die Windenergiebranche: Der deutsche Markt hat mit einem Zubau von knapp drei Gigawatt an seine besten Jahre anknüpfen können. Entsprechend stiegt die Zahl der Beschäftigten um 16.000 auf 137.800. Gleichzeitig ist es den deutschen Unternehmen gelungen, ihre Exporterfolge aufrechtzuerhalten.

Die meisten Arbeitsplätze gingen zwischen 2012 und 2013 in der Solarbranche verloren. In den Branchen Wasserkraft, Geothermie und Biomasse beobachteten die Forscher Schwankungen im einstelligen Prozentbereich. 

Die meisten Arbeitsplätze gingen zwischen 2012 und 2013 in der Solarbranche verloren. In den Branchen Wasserkraft, Geothermie und Biomasse beobachteten die Forscher Schwankungen im einstelligen Prozentbereich. 

Quelle: DLR

Die Studie hat darüber hinaus die Entwicklungen im Bereich Wasserkraft, Geothermie, Biomasse und öffentliche Forschungsaufträge untersucht. Für die meisten dieser Sparten beobachteten die Forscher Schwankungen im einstelligen Prozentbereich. O´Sullivan: „Interessant ist hierbei, dass die teilweise negative Entwicklung auf dem deutschen Markt in allen betroffenen Sparten durch erhöhte Exportaktivitäten abgemildert werden konnte.“

Obwohl in Deutschland inzwischen 25 Prozent der Energie aus regenerativen Energien stammt, sind die Aussichten dieser Branche schwierig einzuschätzen. „Die anvisierte Revision der Förderung sowie eine mögliche Neugestaltung des Marktes lassen vermuten, dass vorerst kein nennenswertes Beschäftigungswachstum zu beobachten sein wird. In vielen Firmen werden Themen wie die Stärkung der Exportaktivitäten sowie die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen im Vordergrund stehen“, erklärt O’Sullivan. Einen ausführlichen Bericht über die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen bis zum Jahr 2050 in diesem Bereich werden die Experten im November 2014 vorlegen. 

Von Petra Funk
Von Petra Funk

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