Karriere 11.03.2005, 18:37 Uhr

Ein Netzwerk für Ingenieure  

Die heutigen Wissenszyklen werden immer kürzer, ein Ingenieur muss ein Leben lang lernen“, weiß Norbert Wißing. Die Ingenieuraus- und -fortbildung liegt dem neuen Bundesvorsitzenden der Ingenieure für Kommunikation (IfKom) deshalb besonders am Herzen: „Wir müssen unsere 8000 Mitglieder dafür sensibilisieren.“

Warum das so wichtig ist, wird an der Geschichte der IfKom deutlich: 1923 als „Verband Deutscher Postingenieure“ (VDPI) gegründet, waren die Mitglieder Beamte der Deutschen Post und „praktisch unkündbar“, so der studierte Nachrichtentechniker. Das habe sich mit der Liberalisierung der Telekommunikationsbranche drastisch geändert. Ohne berufliche Weiterbildung sei es sehr schwierig, einen Arbeitsplatz zu bekommen. „Heute haben selbst Beamte keinen sicheren Job mehr. Wir möchten Hilfestellung geben, wenn die Stelle wegfällt“, sagt Wißing. Als Beispiel nennt er die IfKom-Initiative „Boxenstopp“, die für die Mitarbeiter von Vivento, der Auffanggesellschaft der Telekom, ins Leben gerufen wurde.

„Wir haben uns von einem behörden- zu einem offenen, branchenorientierten Berufsverband gewandelt, der den Mitgliedern bei ihrer Karriereplanung hilft und ihre Interessen auch politisch vertritt“, meint der Essener. Nun gelte es, für die IfKom einen ähnlichen Stellenwert zu erreichen wie der VDI oder der Bitkom. Das will der 51-Jährige vor allem mit Stellungnahmen zu politischen Vorhaben oder Entscheidungen erreichen, aber auch mit Öffentlichkeitsarbeit. Eine gute Plattform hierfür bietet die CeBIT in Hannover. Dort veranstaltet der nach eigenen Angaben größte europäische Verband von Ingenieuren im Bereich der Information und Kommunikation traditionell seine Fachtagung mit einer Reihe von Vorträgen und bietet Führungen an.

Aber auch der Kontakt zum Nachwuchs ist dem Dekan des Fachbereichs Informations- und Elektrotechnik an der Fachhochschule Dortmund wichtig. Dieser könne von den Erfahrungen der Mitglieder profitieren, Kontakte knüpfen oder mit Experten sprechen. Von seinen Studenten hat der Vater zweier Töchter einen überaus positiven Eindruck, auch wenn ihm die hohe Abbrecherquote nicht behagt. Wißing beklagt den geringen Praxisbezug im Studium: „Heute wird alles in fertigen Systemen geliefert. Folglich schauen die Studenten nur auf die Oberfläche und nicht mehr dahinter.“

Wißings Karriere verlief dagegen ausgesprochen praxisbezogen: So absolvierte er als 15-Jähriger eine Lehre als Fernmeldemonteur. „Das habe ich bis heute nicht bereut“, so der bekennende Schalke-Anhänger. Danach folgten das Studium der Nachrichtentechnik an der Fachhochschule Dortmund und an der RWTH Aachen und die Promotion. Im Anschluss arbeitete er über 10 Jahre in der Telekommunikationsbranche und verwirklichte zahlreiche Projekte („Wir waren die Nahtstelle zur Anwendung“), bevor er dem Ruf der FH Dortmund folgte. Eine Zeit, die ihn geprägt hat: „Denn in der Industrie lernt man betriebswirtschaftliches Denken.“ EVDOXIA TSAKIRIDOU

Ein Beitrag von:

  • Eve Tsakiridou

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