Arbeitsmarkt 01.06.2007, 19:28 Uhr

Dienstleistungsboom nimmt auch die Ingenieure mit  

Der Stellenmarkt kann die Nachfrage nicht decken.

Deutsche Unternehmen setzen zunehmend auf flexible Personalressourcen. Von diesem Trend profitieren vor allem diejenigen Dienstleistungsfirmen, die sich auf IT, Automobil- und Maschinenbau spezialisiert haben.

Neun von zehn Maschinenbau-Unternehmen greifen inzwischen auf die Kompetenzen externer Spezialisten zurück. Dies ergab eine Umfrage des Rekrutierungsunternehmens Hays. Gesucht werden vor allem qualifizierte Fachkräfte mit Universitäts- und Fachhochschulabschluss.

So gut wie seit 15 Jahren nicht mehr bewerten die Firmen der Dienstleistungsbranche, und hier insbesondere die Zeitarbeitsfirmen, die Entwicklung innerhalb ihres Marktsegments. Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 10 000 Dienstleistungsunternehmen (nicht berücksichtigt wurde der Bereich Industrie) ergab, dass fast jedes vierte in diesem Jahr Mitarbeiter einstellen will. Der Mittelstand zeigt sich bei der Rekrutierung besonders aktiv.

Eine Ursache für den Aufschwung sei der Export-Boom, von dem insbesondere die unternehmensbezogenen Dienstleister profitierten. Insgesamt geht der DIHK für 2007 von 450 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen im Servicebereich aus. Damit rangiere die Dienstleistungsbranche in Sachen Beschäftigungsaufbau mit an der Spitze.

Vor allem beruflich mobile und flexible Ingenieure dürfen sich über den Trend zur Dienstleistung freuen. Die großen Arbeitgeber haben ihre Belegschaften gewaltig aufgestockt oder wollen das 2007 noch tun. Begehrt sind Fachkräfte aus den Bereichen IT, Maschinenbau und Elektrotechnik.

Das Dilemma: Auch die Dienstleistungsunternehmen klagen über Fachkräftemangel. Daher stehen bei ihnen nicht nur Hochschulabsolventen und High-Potentials unter Vertrag, sondern auch Ingenieure jenseits der 45.

Ingenieure gehören, so eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, zu den am meisten nachgefragten Arbeitskräften. Nur An- und Ungelernte wurden, über die gesamte Wirtschaftslandschaft betrachtet, noch mehr gesucht.

Mittlerweile können offene Stellen aber nicht mehr so schnell besetzt werden wie früher. Daher bleiben freie Positionen länger unbesetzt.

Auch wenn sich auf einigen Arbeitsmärkten ein Fachkräftemangel bemerkbar mache, so das IAB, würden sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt nur wenige Betriebe davon beeinträchtigt fühlen. Das größte Hemmnis sei nach wie vor der Auftragsmangel. Seiten 4, 25, 26, 27 has/ws

  • Hartmut Steiger

  • Wolfgang Schmitz

    Wolfgang Schmitz

    Redakteur VDI nachrichten
    Fachthemen: Bildung, Karriere, Management, Gesellschaft

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