Interview zum Thema Karriere 31.08.2012, 11:00 Uhr

„Die Möglichkeiten für junge Ingenieure sind enorm“

Luft- und Raumfahrtingenieure werden immer gesucht. Die VDI nachrichten sprachen mit Ulrich Thalhofer, Leiter Human Resources bei Liebherr-Aerospace Lindenberg, darüber, was die Unternehmen suchen und was junge Ingenieure im Unternehmen erwartet.

Gefragt: Nachwuchs für Ingenieurberufe.

Gefragt: Nachwuchs für Ingenieurberufe.

Foto: KIT

VDI nachrichten: Liebherr ist einer der größten Zulieferer in der Luftfahrt und in vielen internationalen Projekten vertreten. Welche Ingenieure werden von Ihrem Unternehmen gesucht?

Thalhofer: Wir suchen immer gut qualifizierte Ingenieure. Gefragt sind vor allem Maschinenbau-Ingenieure, Luft- und Raumfahrt-Ingenieure, aber auch Elektroniker und Informatiker für die Softwareentwicklung.

Von vielen Luft- und Raumfahrt-Unternehmen wird eine steigende Nachfrage nach Wirtschaftsingenieuren gemeldet. Ist das bei Ihnen ähnlich?

Auch wir stellen zunehmend Wirtschaftsingenieure ein, aber bei Weitem nicht in dem Umfang, wie wir Maschinenbau- oder Luft- und Raumfahrt-Ingenieure suchen. Richtig ist, dass die Nachfrage nach Wirtschaftsingenieuren steigt, die an der Schnittstelle von Technik und Wirtschaft arbeiten.

Wie viele Ingenieure stellt Liebherr durchschnittlich pro Jahr ein?

Ungefähr 30 pro Jahr waren es über die letzten Jahre. Aktuell suchen wir an die 20 Ingenieure aus den genannten Bereichen, wobei ein Schwerpunkt bei den Maschinenbauern liegt.

„Wir legen Wert darauf, dass Studenten einen Auslandsaufenthalt hinter sich haben.“

Wie rekrutieren Sie Ihren Nachwuchs?

Wir haben permanent Praktikanten im Haus und Studenten, die ihre Bachelorarbeit schreiben. Außerdem pflegen wir Kontakte zu den Hochschulen in unserer Region, so zum Beispiel zu Stuttgart. Wichtig für uns sind zudem die regionalen Fachhochschulen wie Kempten oder Ravensburg. Schließlich gehen wir auch auf Messen wie die IKOM in München.

Bilden Sie selbst aus?

Ja, und zwar an den verschiedenen Standorten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Die Schwerpunkte sind die bereits genannten – Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik sowie Elektrotechnik. Dieses Jahr beginnen wir auch mit den Wirtschaftsingenieuren. Zudem legen wir Wert darauf, dass die Studenten einen Auslandsaufenthalt hinter sich haben. Nicht zuletzt auch, um die wichtigen Englischkenntnisse aufzufrischen.

Nimmt der Anteil von Frauen in den von Ihnen nachgefragten Fachrichtungen zu?

Nur geringfügig. Wir bedauern, dass dieser Anteil noch immer so klein ist.

Was erwartet einen jungen Ingenieur bei Liebherr?

Jeder neu eingetretene Ingenieur erhält einen Mentor, der ihn in die Gepflogenheiten des Unternehmens einführt und ihm hilft, erfolgreich zu starten. Nach einiger Zeit sind erste eigene Aufgaben zu übernehmen, nach einigen Monaten größere Arbeitspakete. So geht es langsam in immer tieferes Wasser. Begleitet wird das von konkreten, aufgabenbezogenen Schulungen, aber auch von allgemeineren Schulungen zur Arbeitsorganisation.

Unterscheiden Sie bei Liebherr in technische und Management-Karrieren?

Es gibt die einen, die eher eine technische Karriere anstreben, andere gehen in Richtung Projektleitung, was eher Management-Fähigkeiten voraussetzt. Wir versuchen, diese Neigungen zu unterstützen.

„Junge Ingenieure haben jederzeit die Chance, ins Ausland zu gehen“

Liebherr ist weltweit aufgestellt. Können junge Ingenieure auch international eingesetzt werden?

Selbstverständlich haben junge Mitarbeiter – wenn sie dies anstreben – jederzeit die Chance, ins Ausland zu gehen. Die Einsatzzeiten können bei einigen Wochen, aber auch bei mehreren Jahren liegen.

Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, an einer unserer Produktionsstätten für Luftfahrtausrüstungen in Frankreich, Brasilien oder Russland eingesetzt zu werden. Zudem sind weltweit Verbindungsleute an unseren Kundendienststandorten wie Saline in den USA oder Singapur im Einsatz. Und wenn man sich die weltweiten Aktivitäten der gesamten Firmengruppe Liebherr ansieht, sind die Möglichkeiten für junge Ingenieure enorm.

  • Wolfgang Mock

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