PC-Markt 28.09.2012, 19:54 Uhr

Windows 8 und Ultrabook sollen frischen Wind bringen

Die Verkaufszahlen von PCs gehen zurück. Firmen investieren in unsicheren Zeiten zögernd und die privaten Konsumenten zaudern gleichfalls – oder warten auf die Einführung von Windows 8. Dabei legen mobile PCs nach wie vor zu – nicht zuletzt dank der Erfindung des Ultrabooks, einer neuen Klasse von Notebooks durch Intel. Aber auch die stationären PCs zeigen einen neuen Trend: All in One.

Neue Trends verändern den PC-Markt.

Neue Trends verändern den PC-Markt.

Foto: Deutsche Energie Agentur GmbH

Schon die wenig erfreulichen Quartalszahlen von Dell und HP vor wenigen Wochen zeigten: Mit dem PC ist es derzeit schwer, gutes Geld zu verdienen. Und die aktuellen Zahlen von Gartner belegen, dass der Markt in Westeuropa und speziell in Deutschland in Stückzahlen gerechnet rückläufig ist. Im 2. Quartal 2012 wurden demnach in Westeuropa insgesamt 13,6 Mio. PCs verkauft. Dies entspricht einem Rückgang von 2,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Deutschland war der Rückgang mit 6,5 % auf 2,6 Mio. PCs noch deutlicher.

Aber PC ist nicht gleich PC: Die Verkäufe mobiler Computer stiegen in Westeuropa um 4 % an, während die Desktops einen Rückgang von 12,8 % verzeichneten. In Deutschland klaffte die Schere noch weiter auf: Verkäufe mobiler PCs stiegen um 3,9 %, während der Absatz von Desktops um ganze 20,2 % einbrach.

PC-Markt: Firmenkunden schieben aufgrund unsicherer Wirtschaftslage IT-Investitionen auf

Für Meike Escherich, Analystin bei Gartner, liegen die Gründe vor allem in der unsicheren Wirtschaftslage, die Firmenkunden veranlasst, Investitionen in neue IT aufzuschieben. „Bei den Privatkunden könnte die Zurückhaltung auch mit dem Erscheinen von Windows 8 Ende Oktober zusammenhängen.“ Escherich rechnet zudem im dritten Quartal mit starken Preisrückgängen bei älterer PC-Hardware, die derzeit noch in den Lägern schlummert. „Das macht den Verkauf neuerer Geräte für die Hersteller zu einer Herausforderung.“

Einer Herausforderung, der sich aber praktisch alle Anbieter mit Innovationen stellen. Denn der Erfolg des iPad und anderer Tablet-Rechner – die Gartner nicht zu den PCs rechnet – hat dem klassischen PC zusätzlich das Geschäft vermiest. Microsoft reagiert auf diesen Trend mit Windows 8. Das neue System ist konsequent auf die Bedienung mit Touchscreens ausgerichtet und soll auf Smartphones und Tablets, aber eben auch auf Notebooks und Desktop-PCs ein neues, für alle Geräteklassen identisches Nutzergefühl etablieren.

Intel will mit Ultrabooks „das mobile Computing ein weiteres Mal neu zu erfinden“

Was die Hardwareseite der PC-Welt angeht, ist vor allem Intel sehr aktiv, dem Markt stets neue Impulse zu geben. Bereits im Mai 2011 führte der Chip-Weltmarktführer die neue Geräteklasse der Ultrabooks ein, mit dem nicht wenig ehrgeizigen Ziel, „das mobile Computing ein weiteres Mal neu zu erfinden.“

Schon auf der CeBIT 2012, aber erst recht auf der kürzlich stattgefundenen IFA in Berlin, konnte der Chiphersteller stolz die Früchte seiner Arbeit präsentieren. Intel-Manager Hans-Jürgen Werner entdeckte auf der Konsumelektronik-Messe nicht weniger als 60 verschiedene Ultrabook-Modelle, bis Jahreswende rechnet er mit bis zu 120 verschiedenen Ultrabooks. Und davon sollen dann bis zu 40 bereits mit Touchscreens ausgerüstet sein. „Windows 8 bringt Touch mit sich, auch wenn das in den Ultrabook-Spezifikationen nicht vorgeschrieben ist.“ (s. Kasten)

Aktuelle Ultrabooks werden von Intel-Prozessoren aus der Core-Familie angetrieben. Diese Chips liegen derzeit in der dritten Generation vor (Codename Ivy-Bridge) und liefern laut Werner die richtige Mischung aus Performance, Sicherheit und geringer Leistungsaufnahme.

Die dritte Generation der Core-Chips ist also gerade auf dem Weg zum Kunden, da entwickeln die Ingenieure bei Intel bereits an der vierten Generation. Diese trägt den Codenamen Haswell und wurde vor zwei Wochen auf dem Intel-Developer-Forum in San Francisco ausführlich diskutiert.

Mit Haswell will Intel das PC-Erlebnis in den für 2013 vorgesehenen Modellen noch effizienter und dynamischer gestalten. So soll die Leistungsaufnahme im Standby-Betrieb mit Haswell um den Faktor 20 gesenkt werden. Akkulaufzeit und Batterielebensdauer können so erheblich verlängert werden. Intel spricht von Standby-Laufzeiten, die in einigen Fällen mehr als zehn Tage betragen können.

All-in-One-PCs werden immer erfolgreicher

Um der Konkurrenz der Tablet-PCs zu begegnen, haben praktisch alle Anbieter von Ultrabooks auch „Convertibles“ oder „Detachables“ im Angebot: Rechner, bei denen sich der Bildschirm drehen bzw. ganz von der Tastatur entfernen lässt und so auch echtes Tablet-Feeling liefert. Kirk Skaugen, Leiter der Client-Group bei Intel, traut dieser Geräteklasse besonderes Wachstumspotenzial zu. In einer Untersuchung habe sich ergeben, dass 44 % der Befragten solch ein Kombigerät unter Windows 8 bevorzugen, 22 % ein reinrassiges Tablet und 31 % ein klassisches Notebook.

Und eine weitere PC-Kategorie wird immer erfolgreicher: Die All-in-One-Rechner. Die eigentliche PC-Elektronik sitzt bei diesen Geräten entweder im Bildschirm oder in dessen Standfuß, ein extra PC-Gehäuse entfällt. Laut Intel-Manager Skaugen gibt es bereits mehr als 65 AIO-PCs auf Basis der Ivy-Bridge-Plattform. Weltweit sollen in 2013 bis zu 17 Mio. dieser Geräte abgesetzt werden. Der Vorteil für die Hersteller: Laut Intel beträgt der Durchschnittspreis eines Desktop-PCs rund 550 $, ein AIO-PC geht aber für durchschnittlich 950 $ über die Ladentheke. Und das könnte den Bilanzen der PC-Hersteller gut bekommen.

Windows 8 und Ultrabook sollen frischen Wind bringen

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