Autotest 10.12.2010, 19:50 Uhr

Wieselflinke Minis im Premiumsegment

Audi A1 1.6 TDI und Mini Cooper D. Audi will den jungen A1 vor allem an dem arrivierten Mini messen. Der etablierte Kleinwagen aus dem BMW-Konzern hat sein Publikum und das liebt es knackig: außen klein, innen relativ groß und das mit einer Fahrdynamik wie in einem Sportwagen. Der A1 dagegen ist der ausgewogene Allrounder unter den hochwertigen und teuren Kleinwagen.

Im Frühsommer präsentierte Audi den A1, der mittlerweile gut ins Segment der hochwertigen Kleinwagen gestartet ist. Arriviert und bereits in der zweiten Generation fährt der Mini der „Neuzeit“ vor, der das Segment der Premium-Kleinwagen ins Rollen brachte. Künftig buhlen der neue Edle aus Ingolstadt und der feine Alteingesessene aus dem englischen Oxford um die eher Lifestyle-orientierte und gutbetuchte Klientel, die sich bewusst von Kunden preiswerterer Kleinwagen absetzen will.

Der Audi erweist sich zweifellos als die vernünftigere Alternative, aber was zählt das, wenn es oft um andere Aspekte geht, wie Geschmack, Bauchgefühl, Schönheit?

Beide Fronttriebler sind nur als zweitürige Viersitzer erhältlich – beim A1 wird demnächst eine viertürige „Sportback“-Version folgen. Der um 23 cm längere Audi bietet vor allem im Fond mehr Beinfreiheit allerdings schränkt das hinten abfallende Dach die Kopffreiheit ein, die beim Mini größer ist. Der Durchstieg nach hinten gerät bei beiden zur Turnübung.

Eng wird es auch im Gepäckabteil des kurzen Mini, da lässt sich nur wenig unterbringen. Der 160-l-Kofferraum wird höchstens Single-Haushalten bei den üblichen Einkäufen genügen. Wenn es mal mehr sein muss, dann werden eben die Rücksitzlehnen umgeklappt. Hinter der Heckklappe des Audi A1 findet sich dagegen ein erstaunlich großer Stauraum, der 270 l bietet.

Den stärksten Eindruck vermittelt der A1 beim Thema Qualität. Im Segment rangiert er eindeutig an der Spitze und lässt selbst Modelle der Kompakt- und Mittelklasse hinter sich. Entsprechendes gilt für die Bedienung. Die Instrumente sind gut ablesbar, was vom Mini Cooper nicht behauptet werden kann. Gebessert hat sich dagegen die Qualitätsanmutung des in England produzierten Mini.

Im A1 arbeitet der noch relativ neue 1,6-l-Diesel (77 kW), beim Mini nun ein 1,6-l-Diesel von BMW (82 kW) und nicht mehr ein PSA-Aggregat zuvor. Wobei mit 270 Nm der BMW 20 Nm mehr im Drehmoment bereitstellt als der Audi.

Der neue BMW-Diesel treibt den Mini kräftig an und überzeugt auch in der Laufkultur. Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 km/h gewinnt der Mini D ebenso wie die Elastizitätsprüfung.

Offenbar profitiert der Mini dabei von seinem kurzgestuften Sechsganggetriebe, während sich der A1 TDI mit der sonst vorzüglich angepassten Fünfgangschaltung begnügt. Bei den Normverbräuchen schneidet der Mini D – im EU-Mix 3,8 l/100 km (99 g CO2/km) – minimal besser ab als der A1 1.6 TDI. Im Verkehrsalltag ist es umgekehrt, da entpuppt sich der Audi als der Sparsamere.

Deutlich hervorzuheben ist, dass der Mini wie ein Wiesel um die Kurven rennt. An der ziemlich straffen Federung dürfte sich der typische Mini-Fan nicht stören. Stichwort Gokart-Feeling: Die Fahrdynamik gibt dem Lenker schon das Gefühl, in einem Sportwagen zu sitzen.

Anders der Audi A1, bei dem der Komfort stark in den Mittelpunkt gerückt wurde, ohne dass die Fahrdynamik zu kurz kommt. Auch mit ihm kann der Fahrer viel Fahrspaß um Biegungen jeder Art erfahren und im Handling liegt er sehr nahe am Mini.

Bei den Preisen setzen sich die Premium-Kleinwagen aus Bayern deutlich von den übrigen Klassenkameraden ab. Die Differenz beträgt häufig einige Tausend €. Aber auch zwischen ihnen gibt es ein Preisgefälle, das von Mini Cooper D und 21 250 € zum Audi A1 1.6 TDI Ambition mit 20 200 € immerhin 1050 € ausmacht. Ebenso muss bei einigen Extras der Käufer eines Mini, wie bei der Mutter BMW gewöhnt, etwas mehr drauflegen.

INGO REUSS/WOP

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