Autotest 16.06.2006, 19:22 Uhr

Wagen mit besonderer „Note“  

der gerade eingeführte Nissan Note und der jüngst überarbeitete Opel Meriva sind höher. Im Vergleich der Minivans mit 1,6-l-Benzinmotoren überzeugt der harmonische und agile Antrieb des Note. Für den Meriva spricht seine hohe Variabilität.

Der Blick in die technischen Daten zeigt, dass der Opel Meriva 1.6 Edition leistungsmäßig sehr nah am Nissan Note 1.6 Tekna liegt. Zwar beträgt das Leistungsplus des Note nur 4 kW, doch in der Praxis wirkt sich das deutlicher aus als anzunehmen ist. Der Nissan ist viel lebendiger als der Opel, das zeigt sich sowohl im Fahrbetrieb und erst recht in den Messwerten: Beim Beschleunigen und in der Elastizität ist der Note Längen voraus. Nur in der Höchstgeschwindigkeit herrscht annähernd Gleichstand.

Der Opel-Vierzylinder hat bei der Anfang des Jahres vorgenommenen Überarbeitung mit 77 kW an Leistung gewonnen, doch spricht er beim Anfahren und in Drehzahlen unter etwa 3000 min-1 nicht so willig auf Gaspedaldruck an wie sein Pendant im Note. Verstärkt wird der Eindruck durch das offenbar zu lang übersetzte Getriebe. Außerdem bringt der Meriva mit 1330 kg Leergewicht 170 kg mehr auf die Waage als der Note. Positiv wirkt sich dagegen die deutlich höhere Zuladekapazität des Opel-Vans aus.

Der Vierzylinder von Nissan erledigt seine Aufgaben im Note sehr kultiviert. Sein Fünfganggetriebe ist gut abgestuft und lässt sich leicht schalten. Auch das Fahrverhalten des nicht ganz so hoch bauenden Nissans ist agiler als das des Meriva. Dazu trägt nicht zuletzt die elektrische Servolenkung bei, die direkter anspricht und ihn leichtfüßiger macht als den Opel. Trotz der beim direkten Fahrzeugwechsel spürbaren Unterschiede kann der Kleine aus Rüsselsheim überzeugen, beispielsweise in der Fahrsicherheit. Kritische Situationen bewältigt er zwar etwas behäbiger, bleibt aber immer gut beherrschbar.

Die Konstrukteure von Nissan hatten wohl eher den praktischen und geräumigen Pkw als den kleinen Van im Visier, als sie den Note konzipierten. Dies gilt auch für den Komfort der Insassen, die sich in beiden Fahrzeugen wohl fühlen.

Im Note ist das Fahrwerk ausreichend straff abgestimmt und vor allem bei höheren Geschwindigkeiten durchaus komfortabel gefedert. Vom Meriva werden lange Bodenwellen nicht ganz so geschickt weggebügelt. Beide Hochdachversionen profitieren im Verkehrsalltag von der guten Übersichtlichkeit. Der Wendekreis könnte für Rangiermanöver etwas kleiner sein.

Beim Fahrkomfort fällt schon auf den ersten Kilometern auf, dass der Note nicht nur geschmeidig auf Bodenwellen reagiert, sondern vor allem sehr leise abrollt. Selbst in höheren Fahrzeugklassen ist das niedrige Geräuschniveau nicht selbstverständlich. Im Innenraum der zwei Minivans ist alles praktisch und übersichtlich angeordnet. Fahrer und Passagiere freuen sich nicht zuletzt über die hohe Sitzposition und große Fensterflächen. Manchen Meriva-Fahrer stören allerdings die breiten, weit nach vorne gezogenen Säulen der Windschutzscheibe im seitlichen Sichtfeld.

Beide Fahrzeuge bieten nicht nur Fahrer und Beifahrer ordentliche Sitze, sondern auch den Fondpassagieren viel Platz. Im Note muss sich dann freilich die um 16 cm verschiebbare Rückbank auf der hinteren Position befinden. Im Meriva lassen sich die zwei Einzelsitze plus Mittelteil einzeln verschieben und die Lehnen in der Neigung verstellen. Die hinteren Sitze im Opel sind straff gepolstert und etwas höher angeordnet, was die Sitzposition begünstigt. Sie lassen sich dank der cleveren Mechanik im Handumdrehen einzeln im Wagenboden versenken. So entsteht ein großer, bis zu 1410 l fassender, glattflächiger Gepäckraum, der gut nutzbar ist. In der Disziplin Variabilität liegt der Meriva klar vorn.

Der Gepäckraum im Note fasst 280 l, wenn er von den Zwischenböden (Flexi-Board) unterteilt wird entfernt man sie und schiebt die Rückbank ganz nach vorn, dann sind es bereits 437 l. Bei umgeklappten Fondsitzlehnen passen maximal 1332 l in den Stauraum. Die Rücklehnen lassen sich im Verhältnis 60:40 umlegen es entsteht eine ebene Ladefläche.

Die Top-Ausstattungsstufe Nissan Note 1.6 Tekna kostet 18 740 €. Sie erfüllt fast alle Wünsche und umfasst neben dem Antischleudersystem (ESP) u. a. Klimaautomatik, 16-Zoll-Alufelgen, Nebelscheinwerfer, Licht-/Regensensor, elektrische Fensterheber und Multifunktionslenkrad. Zudem gibt es serienmäßig an Bord ein Radio mit CD-Wechsler und die Teillederausstattung. Wer auf einige Extras verzichten will, kommt beim Note auch mit dem mittleren Paket Acenta für 17 040 € zurecht.

Für den Meriva 1.6 Edition verlangt Opel 17 420 €. Darin enthalten sind ESP, Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorn, elektrisch verstellbare Außenspiegel und ein Radio mit CD-Laufwerk, das auch als MP3-Player fungiert.

INGO REUSS/WOP

Von Ingo Reuss/Wolfgang Pester
Von Ingo Reuss/Wolfgang Pester

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