Samsung startet Rückruf 02.09.2016, 13:04 Uhr

Vorsicht: Akku des Galaxy Note 7 kann explodieren

Akkus des neuen Samsung Smartphone Galaxy Note 7 können beim Laden in Brand geraten und explodieren. Der koreanische Hersteller startet deswegen eine Rückrufaktion. Der für heute angekündigte deutsche Verkaufsstart ist ausgesetzt. 

Beim Laden des Akkus kann das Galaxy Note 7 in Brand geraten. Samsung startet deswegen einen Rückruf. Wann das Phablet auf den deutschen Markt kommt, ist unbekannt. 

Beim Laden des Akkus kann das Galaxy Note 7 in Brand geraten. Samsung startet deswegen einen Rückruf. Wann das Phablet auf den deutschen Markt kommt, ist unbekannt. 

Foto: Ritchie B. Tongo/dpa

Mittlerweile sind 35 Fälle bekannt, bei denen das Galaxy Note 7 während des Ladens Feuer fing oder Rauch entwickelte. Laut Medienberichten ist es schon zu Bränden gekommen. Samsung hat deswegen eine Notfall-Qualitätskontrolle auf den Plan gerufen. „Wir haben eine gründliche Untersuchung durchgeführt und stießen dabei auf einen Punkt beim Akku“, zitiert der Technologie-Blog Recode das Unternehmen. „Wir machen mit unseren Zulieferern gerade eine gründliche Überprüfung, um mögliche betroffene Akkus auf dem Markt zu identifizieren.“ Betroffen seien wahrscheinlich weniger als 0,1 Prozent der Geräte.

400.000 Besitzer sollen ihre Phablets zurückgeben

In Deutschland wollten die Händler am 2. September mit dem Verkauf des Galaxy Note 7 beginnen. Doch daraus wird nichts. Der Verkaufsstart ist ausgesetzt. In den USA, China und Südkorea will Samsung 400.000 ausgelieferte Galaxy Note 7 zurückrufen, bestätigt ein Sprecher gegenüber der koreanischen Presseagentur Yonhap News. Etwa zwei Wochen soll es dauern, um Ersatzgeräte bereitzustellen. Produziert sind 2,5 Millionen Exemplare. Wann es in Deutschland zum Verkaufsstart kommt, ist unbekannt.

Mit einer Displaygröße von 5,7 Zoll zählt das Galaxy Note 7 zu den sogenannten Phablets – ist also eine Mischung aus Smartphone und Tablet-Computer. 

Mit einer Displaygröße von 5,7 Zoll zählt das Galaxy Note 7 zu den sogenannten Phablets – ist also eine Mischung aus Smartphone und Tablet-Computer. 

Foto: Samsung

Für Samsung kommt dieser Zwischenfall denkbar ungelegen. Denn mit dem Galaxy Note 7 will der südkoreanische Hersteller eigentlich seinen Konkurrenten Apple weiter distanzieren. Analysten schätzen, dass Samsung dieses Jahr bis zu 15 Millionen der neuen Geräte verkaufen könnte. Entscheiden sich wegen der Sicherheitsproblematik nun doch mehr Verbraucher für das neue iPhone 7, das Apple wahrscheinlich noch im September vorstellen wird?

Galaxy Note 7 kostet 850 €

Das Galaxy Note 7 zählt mit einem 5,7-Zoll-großen Display zu den sogenannten Phablets – ist also eine Mischung aus Smartphone und Tablet-Computer. Im Inneren sitzt ein 3.500-mAh-Akku, der sich auch kabellos laden lässt. Das Phablet wiegt 160 g und soll in Deutschland 850 € kosten.

Eigentlich sollte Samsung mittlerweile Erfahrung mit unbrennbaren Akkus gesammelt haben. Nachdem die Batterien des Boeing 787 Dreamliners während des Flugs zu qualmen anfingen, haben Samsung-Ingenieure gemeinsam mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) einen Akku mit Festelektrolyt entwickelt. Er gilt als unbrennbar.

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