Datenspeicherung 18.01.2013, 12:09 Uhr

Unstrukturierte Daten und SSDs verändern die Speicherwelt

Das Wachstum unstrukturierter Daten beeinflusst zusammen mit der Virtualisierung die Entwicklung der Speichertechnik massiv. Auf der Hardwareseite setzen immer mehr Anbieter auf schnelle SSDs (Solid State Disks) anstelle herkömmlicher Festplatten.

Virtualisierung, SSDs (Solid State Disks auf der Basis von Flashspeicher) und das massive Wachstum unstrukturierter Datenbestände sind derzeit die wohl wichtigsten Trends in der Datenspeicherwelt. So wurden auf der Storage Networking World in Frankfurt Ende 2012 etliche hoch skalierbare Lösungen vorgestellt, um die Datenmassen sinnvoll, sicher, verteilt und dennoch schnell über ein Dateisystem zugänglich zu machen.

Allein schaffen es viele Hersteller nicht, rasch genug auf die neuen Herausforderungen zu reagieren. Sie versuchen über Kooperationen mit kleineren Partnern oder Aufkäufe Lösungen für die aktuellen Aufgaben auf den Markt zu bringen. So hat sich das Unternehmen Quantum an Amplidata beteiligt, einem Hersteller von hoch skalierbaren Speichersystemen für unstrukturierte Daten (Object Storage). Amplidatas AmpliStor-Systeme machen Back-ups durch ein spezielles Speicherverfahren überflüssig. Quantum wird demnächst eine Lösung für geografisch verteilte Speicherung unstrukturierter Daten (Wide Area Storage, WAS) auf den Markt bringen, deren Basis die Amplidata-Lösung ist.

Fujitsu gab – vorläufig für den amerikanischen Markt – die Kooperation mit Avere bekannt. Zunächst nur in den USA bringen die beiden eine Lösung auf den Markt, die 100 TByte Kapazität mit 100 000 IOPS (Ein-/Ausgaben pro Sekunde) für 100 000 $ umfasst. Avere steuert dabei zwei miteinander zu einer logischen Einheit verbundene (geclusterte) FTX-3100-Knoten bei. Bis zu 50 der Kombi-Knoten lassen sich clustern. Die sogenannten Edge Filer von Avere dienen als schneller Zwischenspeicher (Cache), in den Daten nach Zugriffsart, Granularität und Zugriffshäufigkeit eingelagert werden, um die Zugriffsgeschwindigkeit zu erhöhen. Für Deutschland verkündete Fujitsu eine Kooperation mit dem Flash-Array-Hersteller Violin. Dessen Speichersysteme der Serie 6000 will Fujitsu vor allem in Big-Data-Anwendungen verkaufen.

Nimble Storage kann Cisco, Microsoft und VMware als große Partner für seine neue „Scale-to-Fit“-Architektur vorweisen. Gemeinsam will man Architekturen für virtuelle Desktop-Rechner (VDI, Virtual Desktop Infrastructure) errichten, die auch Tausende virtueller Maschinen gleichzeitig hochfahren können. Bei VDI läuft der Arbeitsplatzrechner funktional auf dem Server, das Terminal auf dem Schreibtisch übernimmt nur die Darstellung.

Leistung und Kapazität lassen sich bei Nimble durch Hinzufügen von reinen Speicher- oder von Leistungsknoten mit einer Kombination von SSD- und Rechenressourcen aufbauen. Festplatten in den Speicherknoten können durch solche mit höherer Kapazität ersetzt werden, verschieden leistungsstarke Module lassen sich beliebig kombinieren. Zudem ordnen die Knoten die Daten auf dem Medium so an, dass Schreibzugriffe optimiert werden, die SSDs normalerweise strapazieren. Das soll deren Lebensdauer verfünffachen. Der Preis der Systeme: ab 33 000 €.

Speziell an Mittelständler wendet sich Overland mit der Umsetzung der von Maxiscale aufgekauften Rain-Technologie (Redundant Array of Independent Nodes). Dabei geht es um die einfache Herstellung von Redundanz wie bei Raid (Redundant Array of Independent Discs), nur zwischen den geclusterten Systemen. Snap-
Scale bindet mehrere Speicherknoten zu Clustern mit einheitlichem Dateisystem. Dabei sollen 24 TByte Kapazität inklusive aller Softwarefunktionen rund 20 000 $ kosten.

Noch immer voran geht es beim oft totgesagten Magnetband. So zeigte Quantum die modulare Tape-Bibliothek SL150 für den Mittelstand. Sie soll dieser Zielgruppe den Weg zu einer skalierbaren und sehr leistungsfähigen Bandarchivierung eröffnen. Das Gerät beginnt bei einem Modul mit zwei Laufwerken und 30 LTO-5-Tape-Slots zum Preis von 7500 $ und lässt sich bis auf die zehnfache Größe skalieren. Außerdem gab es mit VSM 6 eine brandneue Ausgabe des Bandspeichersystems für Großrechnerumgebungen.  ARIANE RÜDIGER

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