Gamescom 2011 12.08.2011, 12:08 Uhr

Spiele: Online und Mobile im Trend

Schon bevor Mitte nächster Woche in Köln die weltgrößte Messe für interaktive Spiele ihre Toren öffnet, steht fest

Es ist bezeichnend für eine Branche, wenn die wichtigste Meldung, die vor dem offiziellen Start der Gamescom (17. bis 21. August) in Köln durch alle Fachmedien geisterte, eigentlich recht wenig mit Computerspielen zu tun hat und darüber hinaus ein Dementi war: Fakt ist, dass Nokia und Microsoft zwar zu einem gemeinsamen Messe-Event einladen, aber das Gerücht, dort das erste Nokia-Smartphone mit der neuesten Version des mobilen Windows 7 („Mango“) zu präsentierten, stritt das finnische Unternehmen prompt ab.

Keine Frage: Die Zeit, in der Gamingfans sehnsüchtig auf neu erscheinende Spiele-DVDs in Pappverpackungen warteten und sich dafür bereits nächtens vor Kaufhäusern anstellten, ist vorbei. Die Musik machen mittlerweile vor allem mobile und Online-Spiele.

PwC-Studie prognostiziert globales Umsatzwachstum für den Spiele-Markt

Insgesamt, so die Unternehmensberatung PwC in einer neuen Studie, wird der Umsatz auf dem Videospielemarkt global schnell zulegen: von derzeit 55,5 Mrd. $ auf 82,4 Mrd. $ im Jahr 2015. Das entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 8,2 % pro Jahr (für EMEA, Europa, Naher Osten und Afrika, sind es 6,2 %).

Aber: Der Markt für PC-Spiele wird schrumpfen. Mobile und Online-Spiele wachsen dagegen im zweistelligen Bereich. Für den deutschen Markt meldet der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) einen Umsatz von 793 Mio. € für die ersten sechs Monate dieses Jahres, dies entspricht einer Steigerung von 1 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010. Und auch hierzulande wuchsen vor allem Handygames und Online-Spiele massiv.

Diesen Trend spüren Besucher auch auf der Gamescom. Neben Spielen für Smartphones und Tablet-PCs werden in Köln vor allem vernetzte, mobile Spielkonsolen die Messe prägen.

Playstation-Konsole „Vita“ von Sony: Interaktive Spiele, gekoppelt an soziale Netzwerke

Wie bei Sony, die erstmalig ihre neue Playstation-Konsole „Vita“ dem europäischen Publikum präsentieren werden. Hier steht der mit sozialen Netzen gekoppelte, interaktive Spielspaß im Vordergrund. Durch WLAN und UMTS-Anbindung können Spieler herausfinden, welche anderen Vita-Benutzer in ihrer Nähe gerade spielen oder kürzlich gespielt haben. Zudem lassen sich über diese Anwendung auch Spielinfos weitergeben. Das Gerät ermöglicht ebenso ortsabhängige Gaming-Funktionen, etwa den Zugriff auf virtuelle spielspezifische Elemente, die von anderen Benutzern freigegeben wurden. Hierfür muss sich der Benutzer an einem geografischen Standort anmelden, an dem sich vor ihm bereits andere Spieler befunden haben. Die virtuellen Elemente können z. B. freigeschaltete Inhalte sein, wie Kostüme, Waffen und Schätze.

„Mit der zunehmenden Verbreitung intelligenter Mobiltelefone sind Spiele-Apps zu einer Art Volkssport geworden“, sagt dazu Olaf Wolters, BIU-Geschäftsführer. „Sie stellen eine spannende Erweiterung des Spiele-Portfolios dar, indem sie Menschen ansprechen, die bisher nicht oder kaum mit Games-Angeboten in Berührung gekommen sind“, erklärt Wolters.

Das Online-Games-Angebot in Köln wird sich erstmals über zwei Hallen – 6 und 7 – erstrecken. Das Messekonzept kommt in der Branche offensichtlich gut an: Mehr als 550 Aussteller aus 39 Ländern werden am Start sein, damit verzeichnet die Veranstaltung ein Ausstellerwachstum von 10 %. Der Anteil ausländischer Aussteller liegt dabei bei mehr als 50 % (16 % plus gegenüber 2010).

Spiele-Trends: Online und Mobile im Fokus

Eine Abkehr von dieser Entwicklung, also wieder hin zu klassischer Konsole und PC, steht nach Expertenmeinung erst einmal nicht ins Haus. Chris Richey, CEO von Neosho Capital, einer Beratungsfirma für Technologieinvestoren, prognostiziert erst wieder für das Jahr 2015 ein deutliches Aufleben dieses Bereiches: „Und zwar dann, wenn die herkömmlichen LED-TV-Geräte durch OLED-Geräte abgelöst werden. Nur so ist echtes 3-D-Spieleerlebnis ohne lästige Brillen möglich, auf das viele Spieler warten“, sagt Richey und ergänzt: „Das wird die Lebenserwartung des konsolenbasierten Videospielens bis in die 20er-Jahre dieses Jahrhunderts verlängern.“

  • Sven Hansel

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