16 Millionen US-Dollar 05.03.2015, 14:05 Uhr

Smartwatch Pebble Time knackt bei Kickstarter alle Rekorde

Kein anderes Start-up ist auf der Crowdfundingplattform Kickstarter so beliebt wie Pebble: Die Smartwatch Pebble Time hat schon 16 Millionen US-Dollar von Unterstützern eingenommen. Rekord. 

Vom ersten Modell der Smartwatch verkaufte Hersteller Pebble mehr als eine Million Exemplare. Die Uhr kommuniziert mit Smartphones und verfügt über ein eingebautes Mikrofon, mit dem sich SMS diktieren lassen. 

Vom ersten Modell der Smartwatch verkaufte Hersteller Pebble mehr als eine Million Exemplare. Die Uhr kommuniziert mit Smartphones und verfügt über ein eingebautes Mikrofon, mit dem sich SMS diktieren lassen. 

Foto: Pebble

Bis die Pebble Time – die nunmehr zweite Version der Smartwatch Pebble – eine Million US-Dollar auf Kickstarter zusammengetragen hatte, dauerte es nicht einmal eine Stunde. Das war vor neun Tagen, am 24. Februar 2015. Mittlerweile weist die Spendenanzeige das mehr als 16-Fache aus: Das ist bislang einmaliger Rekord auf der bekannten Crowdfundingplattform.

Über die Funktionen der Pebble Time berichtete Ingenieur.de bereits ausführlich. Dabei drängt sich unweigerlich die Frage auf, wie der enorme Erfolg des nur 130 Mitarbeiter großen Unternehmens aus Kalifornien zu erklären ist.

Peeble profitiert vom erfolgreichen Vorgänger  

Die Uhr, die als verlängerter Arm von Android- und Apple-Smartphones fungiert, verfügt über keinen Touchscreen, sondern wird über Knöpfe bedient. Der Bildschirm ist keineswegs hochauflösend, sondern ein E-Ink-Display, das in seiner Farbdarstellung eingeschränkt ist, dafür aber Energie spart und eine Akkulaufzeit von sieben bis zehn Tagen ermöglicht. Vielleicht ist es also gerade ihr eher puristischer Charakter, der die mittlerweile fast 64.000 Unterstützer dazu anreizte, schon vorab Geld zu zahlen. Apropos puristisch: Als Fitness-Helfer ist die Pebble Time nur bedingt zu gebrauchen. Zwar ist sie in der Lage, Schritte zu zählen; den Puls messen kann sie allerdings nicht. 

Die E-Ink-Displays der Pebble-Smartwatch sind puristisch. Das allerdings spart Energie und ermöglicht eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Tagen. 

Die E-Ink-Displays der Pebble-Smartwatch sind puristisch. Das allerdings spart Energie und ermöglicht eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Tagen. 

Foto: Pebble

Der anhaltende Erfolg dürfte außerdem auf die Beliebtheit des Vorgänger-Modells zurückzuführen sein, das damals ebenfalls über Kickstarter beworben und verkauft wurde. Von dieser einfach nur Pebble genannten Smartwatch gibt es seit einiger Zeit zudem eine edlere Metallvariante: die Pebble Steel. Die nun neue Pebble Time wird von Anfang an direkt in zwei Varianten ausgeliefert – Plastik und Metall.

Apple mit Smartwatch in Lauerstellung

Von seinem ersten Pebble-Modell verkaufte das gleichnamige Unternehmen mehr als eine Million Exemplare – und liegt damit vor Samsung. Dessen Galaxy-Gear-Smartwatches fanden nur 800.000 Mal den Weg an die Handgelenke der Nutzer.

Deutlichen Druck dürfte Pebble allerdings schon jetzt vonseiten seines kalifornischen Nachbarn zu spüren bekommen: Ab nächstem Monat soll die Apple Watch in den Verkauf gehen. Und da der iPhone-Hersteller nun einmal lieber klotzt als kleckert und eine riesige Fan-Gemeinde hinter sich schart, könnte es mit der Marktführerschaft von Pebble auf dem Gebiet der Smartwatches bald vorbei sein.

Den Unterstützer-Rekord auf Kickstarter hat das Unternehmen aber sicher. Den bisherigen Rekordhalter Coolest Cooler (gut 13 Millionen US-Dollar Unterstützersumme) hat Pebble schon jetzt überholt. Und der Spendenzähler läuft weiter – noch 22 Tage. 

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