Hardware 10.05.2002, 17:34 Uhr

Seit dem 7. Mai ist Compaq nur noch Geschichte

Seit Montag werden die Aktien der „neuen HP“ unter dem Kürzel HPQ gehandelt. Von Compaq bleibt also nur das Q, der Rest wird endgültig zu HP.

Carly Fiorina ist am Ziel – jedenfalls vorläufig. Nachdem das Gericht in Delaware den Weg zur Fusion mit Compaq klargemacht hatte, ging alles ganz schnell. Seit dem 6. Mai werden keine Compaq-Aktien mehr gehandelt, die Aktien der neuen HP laufen dagegen unter dem Kürzel HPQ an der New Yorker Börse. Am 7. Mai zeigte dann die Website von Compaq den lakonischen Hinweis: „Compaq ist jetzt Teil von HP“ und verwies auf die neugestaltete HP-Homepage. Wenige Stunden später folgte die Webseite der deutschen Compaq dem Vorbild der Mutter.
Doch Kommentatoren und Analysten sind sich einig wie selten, dass mit dem Vollzug der Fusion die Probleme erst richtig losgehen. Zwar zogen die Aktien von HP am ersten Handelstag von HPQ etwas an, doch hatte der Börsenwert des Compaq-Kaufs von rund 25 Mrd. Dollar auf zuletzt knapp über 18 Mrd. Dollar nachgegeben. Die Anleger haben dem Deal von Anfang an misstraut, auch wenn dann eine knappe Mehrheit der HP-Aktionäre für den Zusammenschluss stimmte.
Fusionsgegner und Gründersohn Walter Hewlett hatte sich mit seinen Argumenten gegen den Zusammenschluss nicht durchsetzen können und scheiterte nun auch vor Gericht: Die Beweise, die er für eine „Nötigung“ wichtiger Großaktionäre seitens Fiorina vorlegen konnte, reichten nicht aus, ebenso konnte er eine Täuschung der Aktionäre durch das HP-Management nicht stichhaltig belegen. Damit, so Beobachter in den USA, ist wohl auch eine Vorentscheidung für die laufende Untersuchung durch die Börsenaufsicht gefallen.
Stichtag für den formalen Abschluss der Fusion war der 7. Mai. Einen Tag vorher läutete Carly Fiorina, Chefin auch der neuen HP, per Videoeinspielung die traditionelle Glocke der New Yorker Börse, einen Tag später trat sie mit Ex-Compaq-Chef Michael Capellas – nun HP President – vor die Presse und stellte die Grundzüge der neuen HP-Geschäftspolitik vor.
Künftig soll es vier Geschäftsbereiche bei HP geben: Die Enterprise Systems Group, HP Services, die Imaging and Printing Group und die Personal Systems Group. Außerdem wird mit Worldwide Operations eine horizontale Geschäftseinheit alle weltweiten Querschnittsbereiche wie E-Business und Customer-Relationship-Management betreuen. Insgesamt reicht HP nun – gemessen am Umsatz – fast an den Marktführer IBM heran.
Doch Fiorinas und Capellas demonstrative Freude über den endlich abgeschlossenen Merger wird nicht von allen Mitarbeitern geteilt. Um die erwünschten Kosteneinsparungen zu erreichen, stehen weltweit 15 000 Stellen zur Disposition und – was für viele HP-Mitarbeiter entscheidend ist – der HP-Way wird durch die Entlassungen wohl endgültig verlassen.
Auch die Schar der Analysten und Kommentatoren ist eher skeptisch: Es wäre die erste Fusion dieser Größe, die erfolgreich wäre. Wettbewerber wie Fujitsu Siemens in Europa und Dell in den USA frohlocken hingegen und hoffen, dass irritierte, ehemalige Compaq-Kunden künftig den Weg zu ihren Produkten finden werden. jdb
www.hp.com

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