Austauschgeräte fangen Feuer 10.10.2016, 11:53 Uhr

Samsung stoppt Produktion des Galaxy Note 7

Für Samsung ist die Katastrophe perfekt: Auch die Austauschgeräte des Galaxy Note 7 fangen Feuer. Der südkoreanische Konzern hat die Produktion des Smartphones gestoppt. Was ein 13-jähriges Mädchen damit zu tun hat, lesen Sie hier. 

Mit dem Galaxy Note 7 wollte Samsung vor allem gegen Apples iPhone 7 bestehen. Jetzt hat Samsung riesige Probleme mit dem Akku. In den USA haben T-Mobile und AT&T den Vertrieb des Note 7 eingestellt.

Mit dem Galaxy Note 7 wollte Samsung vor allem gegen Apples iPhone 7 bestehen. Jetzt hat Samsung riesige Probleme mit dem Akku. In den USA haben T-Mobile und AT&T den Vertrieb des Note 7 eingestellt.

Foto: Jeon Heon-Kyun/dpa

Im Samsung-Werk in Vietnam steht die Produktion still. Kein Galaxy Note 7 läuft mehr vom Band. Das berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap und beruft sich auf den Manager eines Zulieferers. Bedeutet dieser Schritt das Aus für das Smartphone?

Das ist unklar. Samsung hat bislang nur mitgeteilt, dass man die Produktion anpassen würde, um die Sicherheit des Smartphones zu gewährleisten. Denn um die Sicherheit ist es schlecht bestellt.

Smartphone brennt in Händen einer 13-jährigen

Für Samsung reißt die Pannenserie nicht ab. Nachdem im September bekannt geworden war, dass die Akkus des Galaxy Note 7 Feuer fangen, startete der südkoreanische Technik-Konzern eine Rückrufaktion und brachte Austauschgeräte unters Volk. Die sind allerdings genauso tückisch, beweisen neue Fälle aus den USA.

Samsung hat die Produktion seines neuen Galaxy Note 7 eingestellt. Damit reagiert der Konzern auf die Akkuprobleme des neuen Smartphones. Auch die Akkus der Austauschgeräte fangen Feuer. 

Samsung hat die Produktion seines neuen Galaxy Note 7 eingestellt. Damit reagiert der Konzern auf die Akkuprobleme des neuen Smartphones. Auch die Akkus der Austauschgeräte fangen Feuer.

Quelle: Jeon Heon-Kyun/dpa

Am 7. Oktober hat sich beispielsweise ein Smartphone in den Händen eines 13-jährigen Mädchens entzündet, das zum Glück mit dem Schrecken davongekommen ist. In Virginia hat sich ein Austauschgerät im Schlafzimmer entzündet, so dass der Kunde in einem verqualmten Raum aufgewacht ist. Auch er hatte Glück. Genau wie die Passagiere eines Flugzeugs, das in der vergangenen Woche in Louisville in Kentucky wegen eines brennenden Note 7 den Start abbrechen musste. Das Flugzeuge wurde evakuiert.

Unterm Strich stehen in den USA fünf Austauschgeräte, die Feuer gefangen haben. Insgesamt sind nun allein in den USA 92 Fälle von überhitzten Akkus bekannt. Etwa ein Drittel der Geräte haben Feuer gefangen, rund die Hälfte hat Sachschäden verursacht. Grund genug für die US-Mobilfunkanbieter AT&T und T-Mobile, die Herausgabe des Galaxy Note 7 zu stoppen. Ein herber Schlag für Samsung. Schließlich ist das Note 7 das Flaggschiff, das gegen Apples iPhone 7 angehen sollte.

Das Galaxy S7 von Samsung mag zwar wasserdicht sein, aber der Akku überhitzt leicht, fängt Feuer oder qualmt. Deswegen wurden sogar Flugzeuge evakuiert.

Das Galaxy S7 von Samsung mag zwar wasserdicht sein, aber der Akku überhitzt leicht, fängt Feuer oder qualmt. Deswegen wurden sogar Flugzeuge evakuiert.

Quelle: Rungroj Yongrit/dpa

Hat Samsung bei der Entwicklung geschlampt?

Wie kann es überhaupt dazu kommen, dass Geräte eines etablierten Technikkonzerns derart fehleranfällig sind? Laut Nachrichtenagentur Bloomberg hatten Manager schon 2015 Druck gemacht, um das Note 7 vor Apples iPhone 7 auf den Markt zu bringen. Kritiker werfen Samsung vor, das Gerät daraufhin nicht ausgiebig genug getestet zu haben. Die US-Verbraucherschutzorganisation CPSC bemängelt sogar, dass das Gehäuse zu klein ist. Bei der Montage könne die Batterie gequetscht werden. Später würde das zu Kurzschlüssen führen.

 

Ein Beitrag von:

  • Patrick Schroeder

    Patrick Schroeder arbeitet als freiberuflicher Journalist für Zeitschriften und Onlinemagazine wie die VDI Nachrichten und Ingenieur.de.

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