Konkurrenz für Google Glass 28.01.2014, 11:28 Uhr

Samsung plant eigene Datenbrille „Galaxy Glass“ zur IFA 2014

Der Technologiekonzern Samsung will noch in diesem Jahr eine Datenbrille auf den Markt bringen. Nach einem Bericht der Tageszeitung Korea Times haben Manager des koreanischen Unternehmens erklärt, dass die Vorstellung eines solchen „Wearables“ für die IFA 2014 im September in Berlin geplant sei. 

Samsung-Chef JK Shin präsentierte auf der IFA 2013 die neue Smartwatch des Unternehmens. Auf der nächsten IFA im September soll eine Datenbrille folgen, die mit dem Smartphone verbunden ist.

Samsung-Chef JK Shin präsentierte auf der IFA 2013 die neue Smartwatch des Unternehmens. Auf der nächsten IFA im September soll eine Datenbrille folgen, die mit dem Smartphone verbunden ist.

Foto: dpa/Rainer Jensen

Als „Wearables“ bezeichnet man die Erweiterungen für Smartphones, die als Uhren und Brillen direkt am Körper getragen werden. Diese tragbaren Zusatzgeräte zum schlauen Telefon erleben gerade einen regelrechten Hype – wenngleich auch mehr Ankündigungen als wirklich kaufbare Produkte existieren. Genau diese Geräte könnten nämlich den nächsten großen Sprung in der Mobilbranche ausmachen.

Auch Samsung entwickelt eine Datenbrille

Nach Google, Brother, Epson, Sony und einigen kleineren Firmen reiht sich nun auch der koreanische Elektronikriese Samsung in die Riege der Hersteller von Datenbrillen ein. Laut Korea Times soll die Brille den Namen „Galaxy Glass“ erhalten. Damit würde sich Samsung stark an den Namen „Google Glass“ anlehnen, den der US-Konzern für seine Brille gewählt hat.

Samsung ist überzeugt, dass der Trend zur schlauen Brille anhalten wird und keine kurzfristige Modeerscheinung ist. „Das Marktpotenzial für Smart-Glasses ist gewaltig“, glaubt der zitierte Samsung-Manager.

Google Glass immer noch nicht im Laden erhältlich

Der Hype um Datenbrillen ist eigentlich erstaunlich. Denn nicht einmal die „Google Glass“, die erste Brille mit Internetanschluss, wird derzeit nur erprobt. Zu kaufen gibt es sie nicht. Die Markteinführung soll gerüchteweise im gerade laufenden 1. Quartal 2014 erfolgen, der Preis könnte zwischen 300 und 500 Euro liegen.

Skizze der Samsung-Brille

Skizze der Samsung-Brille „Galaxy Glass“, die das Unternehmen nächstes Jahr präsentieren will.

Foto: Samsung

Eine erste Version der Brille, die Google Glass 2.0, konnten Technikfreaks schon im Rahmen des sogenannten Google Glass Explorer Programms zum Preis von 1100 US-Dollar zuzüglich 200 Dollar Zollgebühren kaufen – eher eine Art Tauglichkeitstest mit Einschränkungen, der die noch laufende Entwicklung begleitet. Die frühe Präsentation der im Grunde bis heute noch in Entwicklung befindlichen Datenbrille von Google diente offensichtlich mehr dazu, die Google Glass nun seit über einem Jahr öffentlichkeitswirksam weiter zu entwickeln.

Dieser Zeitplan erlaubt es aber möglicherweise den Koreanern, dem Konkurrenzprodukt Google Glass mit der Markteinführung der Galaxy Glass noch zuvorkommen.

Die Samsung-Brille ist wie eine Smartwatch für die Nase

Samsungs Brille könnte nach den bekannt gewordenen Informationen einen ähnlichen Funktionsumfang bieten wie die Smartwatch Galaxy Gear von Samsung, die die Koreaner vergangenes Jahr vorgestellt haben.

Genau wie bei Googles Glass sollen beispielsweise Meldungen vom Smartphone auf einem halbdurchsichtigen Bildschirm dargestellt werden. Auch die Steuerung von Telefongesprächen oder Musik soll über die Brille möglich sein. 

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