CeBIT 2010 19.02.2010, 19:45 Uhr

Qual der Wahl: Rechenzentren zwischen Energieeffizienz und Outsourcing  

Leiter von Rechenzentren sehen sich Anforderungen der Geschäftsführung gegenüber, die einerseits mehr Energieeffizienz, andererseits weniger Betriebskosten fordert. Drittens soll aber die IT so flexibel sein, dass sie in der Krise spart, im Boom jedoch wächst. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, bieten viele Hersteller dynamische Infrastrukturen und Services an. VDI nachrichten, Düsseldorf, 19. 2. 10, jdb

Zwei Entwicklungen bringen die IT-Leiter um den Schlaf: Die Betriebskosten übersteigen zum einen inzwischen die Investitionen in die Hardware, zum anderen werden die Leistungsdichten im Server-Rack immer höher, so dass es mitunter zu Ausfällen in der Stromversorgung kommen kann.

„Mittlerweise ist das die häufigste Ursache von Systemausfällen“, weiß Wolfgang Goretzki, Product Marketing Manager bei Avocent, einem Spezialisten für Rechenzentrums-Infrastruktur. Ein Ausfall verursache Verdienstausfälle auf der Geschäftsebene und lasse sich nur verhindern, wenn man weitere Zweit- und Drittsysteme aufbaut.

In ihrem Bemühen um höhere Leistung und Effizienz können Rechenzentren zwei Strategien verfolgen: den grundlegenden Umbau inklusive Konsolidierung oder die sukzessive Erneuerung. Für diese Erneuerung stellen Hersteller wie Avocent Infrastrukturkomponenten bereit, die einerseits Überblick zwecks Bewertung, Planung und Betrieb der IT liefern, zum anderen aber auch mehr Effizienz erlauben.

„Rechenzentren sind meist zu gut gekühlt“, weiß Goretzki, „da der Kühlbedarf anhand von ¿Hot Spots¿ definiert wird. Allein hier besteht ein Einsparungspotenzial von 20 % bis 30 % der Betriebskosten.“ Mit Produkten seines Unternehmens lasse sich der Energieverbrauch jedes IT-Gerätes in Echtzeit erfassen sowie der Stromverbrauch einzelner Geräte oder Racks planen.

Im Bemühen um Konsolidierung und höhere Effizienz der Server haben viele IT-Leiter auf das Virtualisierungspferd gesetzt. Die Schattenseite: „Nach einschlägigen Untersuchungen nutzen nicht einmal 25 % der Unternehmen heute ein Systemmanagement in ihren virtualisierten Umgebungen, was aber notwendig ist, um den maximalen Nutzen aus einer Virtualisierungslösung ziehen zu können“, erklärt Peter Dümig, Marketing Manager bei Dell.

In seinen Augen kommt dem Infrastrukturmanagement hohe Bedeutung zu: „Wir bieten hier verschiedene Lösungen an, so etwa den Advanced Infrastructure Manager. Mit ihm können Anwender Modifikationen bei Servern, Netzwerkgeräten oder Storage-Produkten innerhalb von Minuten durchführen – ohne neue Verkabelung, Konfiguration oder Softwareinstallation.“

Den Trend zur Konvergenz und den Zwang zur Konsolidierung sehen auch IBM und HP so. Grunderneuerung ist die Strategie, die nachhaltiger greift: „Viele Rechenzentren sind durch den IT-Wildwuchs während der letzten beiden starken Wachstumsperioden geprägt und damit ein Hindernis für Flexibilität und Energieeffizienz“, hat Frank Bloch, Director Technology Consulting, HP Technology Services, erkannt. Doch Energieeffizienz sei zu einem Kernanliegen der Firmen geworden. Zugleich müsse sich die IT der Geschäftsentwicklung flexibel anpassen.

Was wie die Quadratur des Kreises klingt, lässt sich nach Blochs Worten mit Standardisierung, Zentralisierung und Automatisierung der Komponenten und Prozesse erreichen. Hilfreich sei dabei, den Rechenzentrumsbetrieb teilweise oder ganz auszulagern. Stichwort: Outsourcing und Cloud Computing. Das bedeutet im Endeffekt: „Mit dem damit einhergehenden Wandel der internen IT zum Service-Broker steigen die Anforderungen an Governance und Prozess- standardisierung.“ HP bietet dafür das Konzept der „Converged Infrastructure“ an. „So werden Rechenzentren zu hochstandardisierten und konvergenten Leistungszentren, die sich flexibel an sich ändernde Anforderungen anpassen lassen“, verspricht Bloch.

„IBM bietet im Rahmen seines Konzepts ¿Dynamic Infrastructure¿“, so Thomas Tauer, Direktor ITS Site and Facilities Services bei IBM, „ein umfassendes Portfolio an Infrastrukturkomponenten und Managementlösungen, das es Kunden erlaubt, taktgenau auf Abrechnungsbasis ihre IT-Services zu berechnen und diese Nutzern zuzuweisen.“ Energieeffizienz und Kostenmanagement seien dabei die Parameter.

MICHAEL MATZER

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