Personal Computer 15.01.2010, 19:44 Uhr

PC-Welt treibt neue Blüten auf der Show  

Neue Systeme, neue Services und erhebliche Unterschiede bei den Architekturen haben aus dem einst homogenen PC-Markt einen Wirrwarr an Begriffen, Geräten, Anwendungen und Diensten gemacht. Wer seinen diesjährigen CES-Besuch nicht gründlich vorbereitet hatte, war schnell in dem neuen Kauderwelsch der Anbieter verloren. VDI nachrichten, Las Vegas, 15. 1. 10, jdb

Noch vor wenigen Jahren war die Welt der PCs in Ordnung: Es gab nur zwei Kategorien, die Desktops und die Laptops, oder auch Notebooks genannt. Dann kamen die Netbooks und es dauerte eine Weile bis die Anwender den Unterschied zwischen Note- und Netbook verstanden. Für die meisten waren die neuen Netbooks anfangs nur billige Laptops.

Doch seit der jüngsten CES hat sich das Chaos im PC-Markt um einige weitere Kategorien vervielfacht. Da sind z. B. die neuen Smartbooks, das sind Netbooks, die ohne Windows laufen. Sie basieren auf leistungsstarken Handyprozessoren und sind mehr mit einem Smartphone verwandt als mit einem PC. Die Prozessoren kommen von Qualcomm und anderen auf Handys spezialisierten Chipherstellern. Das Flaggschiffmodell ist Lenovos Skylight, das auf der CES sein Debüt feierte.

Als Betriebssystem kommen hierbei spezielle Linux- oder Android-Versionen zum Einsatz. Damit sind die Smartbooks vollkommen webabhängig, denn es gibt praktisch keine Stand-alone-Anwendungssoft- ware dafür.

Doch die PC-Hersteller sehen darin einen großen Zukunftsmarkt. So zeigte auch HP auf der CES bereits einen Prototyp mit der Qualcomm-Snapdragon-Plattform. Weitere Unternehmen, die mit den Qualcomm-Chips experimentieren sind Acer und Asus.

Irgendwo zwischen den früheren Tablet-PCs und den Netbooks sind die neuen Mini-Touchscreen-Systeme angesiedelt. Microsoft-Chef Steve Ballmer stellte in seiner Keynote dazu den „Slate-PC“ von HP vor, der „irgendwann zum Jahresende“ verfügbar sein soll. Bislang sind nur wenige Informationen darüber an die Öffentlichkeit gedrungen. Dieses Minibook soll unter anderem per Software zu einem E-Reader mit dem Kindle-System umschaltbar sein.

Eine besonders große Zukunft in der PC-Nutzung sieht Ballmer im Bereich TV über das Internet, kurz TVoIP. „Der PC wird zum zentralen TV-Server“, lautet seine Prognose und dazu führte er eine entsprechende TV-Nutzung vor.

Experten sind dem gegenüber jedoch skeptisch. „Erstens reicht die gegenwärtige Breitbandversorgung dafür bei Weitem nicht aus und zweitens werden sich die TV-Provider nicht das eigene Geschäft kaputt machen“, meint beispielsweise In-Stat-Analyst Vahid Deiwakh. Damit spricht er den Punkt an, dass in vielen Ländern das Internet über das TV-Kabelnetz ins Haus kommt – also genau von den Providern, die auch das Fernsehprogramm liefern.

Auch bei Intel setzt man auf intensivere PC-Nutzung durch Video, Gaming und andere Multimedia-Anwendungen. Hierzu kündigte Intel-Chef Paul Otellini eine Reihe neuer Prozessoren an, die etwa doppelt so leistungsstark sind wie ihre Vorgänger. Alle neuen Prozessoren werden in 32-nm-Technologie gefertigt, wodurch sie vor allem weniger Leistung benötigen, als die Vorläufergeneration. Intels Vice-President für den Chipbereich, Sean Maloney, plauderte auch über das, woran die OEMS in ihren Labors arbeiten: „Unsere Kunden entwickeln derzeit viele Tablet-Systeme, da wird eine erhebliche Welle auf den Markt kommen.“

Zu all den systemtechnischen Neuerungen im PC-Markt gesellt sich auch noch ein verändertes Nutzerverhalten, auf das die Hersteller noch nicht ausreichend reagiert haben. Beispielsweise unterscheiden viele von ihnen immer noch nach Consumer- und Business-Produkten. Doch mit dem Einzug von Web 2.0 in Firmen, dem zunehmenden Einsatz von Videos in der Unternehmenskommunikation und neuen Kollaborations-Tools macht diese Unterscheidung keinen Sinn mehr. Im Gegenteil – häufig sind die Consumer-Produkte den Business-PCs um ein Vielfaches überlegen. HARALD WEISS

Von Harald Weiss

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