Geschäftsleute im Visier 25.09.2014, 14:36 Uhr

Passport von Blackberry überrascht mit quadratischem Display

Blackberry bäumt sich auf dem Markt noch einmal auf: Das neue Smartphone Passport grenzt sich mit einem quadratischen Display sowie einer Kombination aus Touchscreen und realer Tastatur von der Konkurrenz ab. Das soll vor allem Geschäftsleute begeistern.   

Das Blackberry Passport hat ein quadratisches Display. Das bedeutet für den Nutzer weniger Scrollen im Internet. Kostenpunkt: 649 Euro. 

Das Blackberry Passport hat ein quadratisches Display. Das bedeutet für den Nutzer weniger Scrollen im Internet. Kostenpunkt: 649 Euro. 

Foto: Blackberry

Mit dem gestern offiziell vorgestellten Modell Passport im ungewöhnlichen Format scheint sich Blackberry noch einmal behaupten zu wollen, um sich die Kundschaft zu sichern, mit der es in den 90er Jahren groß wurde: Geschäftsleute, die Wert auf Mobilität legen und auf die physische Tastatur schwören.

Der Touchscreen des neun Zentimeter breiten Geräts misst 4,5 Zoll in der Diagonalen und liefert mit einer Auflösung von 1440 x 1440 Pixeln ein scharfes Bild. Der vergleichsweise große Bildschirm soll den Lesegewohnheiten des Benutzers entgegenkommen und eine übersichtliche Anzeige verschiedener Inhalte und Anwendungen ermöglichen. Der Hersteller verspricht E-Mail-Lesen ohne Scrolling und die Anzeige kompletter Desktop-Webseiten. Allein Filme im Breitbandformat kommen nicht besonders gut rüber: Beim Abspielen von Filmen im 16:9-Format bleibt am Rand ein schwarzer Balken stehen.

Blackberry vereint echte Tastatur und Touchscreen

Die echte Tastatur, das Kennzeichen der Blackberry-Geräte, blieb trotz Touchscreen erhalten. Drei Tastenreihen liefern 26 Buchstaben, Leertaste, Rück- und Enter-Taste. Eine vierte Reihe mit Satz- und Sonderzeichen wird auf dem Display angezeigt. Darüber gibt es noch eine Zeile für Wortvorschläge beim Schreiben. Eine Besonderheit: Die Tastatur ist gleichzeitig ein Touchpad. Streicht man mit dem Finger über die Tasten, bewegt man auf dem Display beispielsweise einen Cursor.

Smartphones im Formatvergleich: Das Passport grenzt sich deutlich ab von Apples iPhone und Samsungs Galaxy. Vielleicht eine Chance für neue Marktanteile. 

Smartphones im Formatvergleich: Das Passport grenzt sich deutlich ab von Apples iPhone und Samsungs Galaxy. Vielleicht eine Chance für neue Marktanteile.

Foto: Blackberry

Geliefert wird das Blackberry Passport mit dem neuen Betriebssystem 10.3. Neu ist auch der Blackberry Assistant, der auf Zuruf reagiert: E-Mails, Kontakten und Kalender lassen sich über Sprachkommandos steuern. Im Blackberry Hub, der Nachrichtenzentrale, werden jetzt die Nachrichten aller Kommunikationsanwendungen übersichtlich angezeigt. Zu den vorinstallierten Apps zählen auch Facebook, Twitter, LinkedIn und YouTube.

Passport kommt für 649 Euro auf den Markt

Standardmäßig installiert sind die wichtigsten Büroanwendungen wie Kalender, Notizen, Reader, Rechner und Uhr. Als weitere große Neuerung macht die Software Blackberry Blend Inhalte des Smartphones direkt auf dem Computer oder Tablet verfügbar, wo man sie dann bearbeiten kann. Ebenfalls neu: der Zugang zum Amazon Appstore.

Im deutschen Handel ist das Blackberry Passport noch nicht. Deutsche Kunden können es aber für 649 Euro zuzüglich Versand direkt beim Hersteller bestellen.

 

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