Displays 10.07.2009, 19:42 Uhr

Multitouch-Panels steuern Notebooks und Tablets der nächsten Generation  

Auf der SID Displayweek, Jahrestreff der Displayentwickler, stand Multitouch neben Technologien wie Oled, E-Paper und 3-D im Mittelpunkt. Und das passt: Microsofts Win-dows 7 nutzt die Steuerung von PCs per zwei und mehr Fingern. VDI nachrichten, San Antonio, Texas, 3. 7. 09, jdb

Multitouch heißt die mehrfingrige Berührungssteuerung am Bildschirm. Ist das nun die lange erwartete systemische Weiterentwicklung der graphischen Bedieneroberfläche der PCs und zugleich dringend benötigtes Marktstimulans für neue kommerzielle und Consumer-Applikationen? Wenn es nach Microsoft und dessen neuem Betriebssystem Windows 7, geht lautet die Antwort: ja.

Klar ist: Multitouch eröffnet neue Dimensionen für die gut 30 Jahre alte Steuerung über das simulierte Anfahren von Schaltflächen und „Ziehen“ von flachen Bildschirmobjekten und Fenstern per Maus und Zeiger. Multitouch macht das viel effizienter: vergrößern, verkleinern, verzerren, verdrehen, überlappen, einfügen – mit mehreren, bis zu zehn Fingern. Vieles muss da anwenderspezifisch neu erdacht werden. „Killer-Applikationen“ sind wieder gefragt: Produktivitäts-Tools und interaktive Spiele.

Für die neue „virtuelle Berührungsgestik“, die in der realen Welt nur vage Entsprechungen hat, sind natürlich auch universelle Regeln festzulegen. Und wer könnte das zukunftsmächtiger als Microsoft mit Windows 7? Dessen Auslieferungsdaten (in Deutschland: 22. Oktober), Preise und Lieferbedingungen (kostenloses Upgrade für PCs ab Kaufdatum 26. Juni) wurden letzte Woche bekannt gegeben. Windows 7 integriert somit Multitouch nach bewährter MS-Manier dort, wo es durchgängig standardisierbar ist: im Betriebssystem.

Das ist der beinahe typische Entwicklungsgang: Erst kommt Apple, mit dem iPhone als smarte Avantgarde. Und jetzt macht Microsoft mit Windows 7 die Sache massentauglich – gleich mit sechs „coolen“ Anwendungen im „Touch Pack“ inklusive. Erste Multitouch-PCs, so von HP, Dell, Apple, Acer und Asustek, sind bereits auf dem Markt.

Vielleicht befördert das auch die von Bill Gates seit zehn Jahren geweissagten Tablet-PCs – flach auf dem Tisch wie das Blatt Papier, auf dem man zeichnet oder schreibt. Der aufgestellte Laptop-Bildschirm ist ein Gewohnheitsrelikt aus der Zeit der klobigen Bildröhren mit langem Hals. Bahn frei also für den wirklich flachen Multitouch-Desktop, wie ihn Microsoft mit der „Surface“-Konsole seit 2007 propagiert.

Denn am aufrechten Schirm, zitiert Jennifer Colegrove vom Marktforscher Displaysearch einschlägige Studien, wäre die Berührungssteuerung wackelig unpräzise und ermüdend, ergonomisch unkorrekt. Mit Ausnahme der anderen Variante: als Video-Präsentationswand mit flink beweglichen Grafiken und Clips von der US-Firma Perceptive Pixel, 2 m x 1,2 m groß. Bei CNN kann man sie hinter fingerfertigen Wetterfeen und Verkehrsexperten bewundern.

Als integrativer Vorsatz für LCD-Bildschirme (demnächst auch mit vibratorischem oder pneumatischem lokalen Feedback) in kapazitiven, resistiven und anderen technologischen Varianten sind die Touchscreens nichts Neues. Sie werden weltweit hochvolumig produziert. Trotzdem gibt es Fortschritte bei Panels und Materialien, wie auf der Displayweek 2009 von Stantum, 3M, LG, Touch International gezeigt. Aber die Entwicklung fokussiert jetzt mit Windows 7 (und Linux, wie vom französischen ENAC) auf Software, Treiber, Entwickler-Kits und Applikationen.

Da hat sich, neben dem langjährigen Pionier Wacom mit elektromagnetischer Resonanz- („Penabled“) Technologie, vor allem der israelische Hersteller N-trig profiliert. Bei N-trig heißt das (kapazitive) Digitalisierungsprinzip „DuoSense“, als Fusion von Pen Computing und Multitouch. „Wir kooperieren mit den Software-Anbietern“, sagt Marketing-Chefin Abi Solomon. Unter anderem mit der schwedischen Natural User Interface Europe AB. „Multitouch heißt für uns: drei oder mehr Finger, als Tastatur-Ersatz, zur Interaktivität mit anderen Personen.“ Das hat auch Microsoft erkannt – und kräftig in N-trig investiert. WERNER SCHULZ

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