Hardware 02.12.2005, 18:41 Uhr

Mobilität steigert die Produktivität  

Werden Notebooks, PDAs und Mobiltelefone richtig in Unternehmensprozesse eingebunden, ergeben sich, so Barbara Schädler, Marketing-Chefin bei Fujitsu Siemens Computers, signifikante Produktivitätssteigerungen. In Krankenhäusern z. B. realisierte das medizinische Personal so Zeitersparnisse von bis zu zwei Stunden pro Tag.

Unternehmen in Westeuropa agieren bei der Einführung mobiler Anwendungen in ihre Geschäftsprozesse eher zurückhaltend. Dies besagt eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens IDC. „Obwohl Mobilität in kleinen, mittleren und großen Unternehmen durchaus ein Thema ist“, sagt IDC-Analystin Rosie Secchi, „passiert die Einführung weitgehend einfach auf der Geräte-Ebene und nicht innerhalb der gesamten Organisation.“ Wirklichen Nutzen brächten mobile Lösungen aber erst dann, wenn sie vollständig in die Unternehmensprozesse integriert seien.

Was die Bereitschaft der Unternehmen angeht, Mobilität zu nutzen, so kommt eine Online-Umfrage von Fujitsu Siemens Computers unter 1000 westeuropäischen Unternehmen aller Größenordnungen zu einem positivern Bild: Demnach setzen bereits 72 % der befragten Unternehmen mobile Lösungen ein, 10 % planen dies und lediglich 18 % haben keine Pläne, mobile Anwendungen zu implementieren.

Für Barbara Schädler, Marketing-Chefin bei FSC, ist der Nutzen von Mobilität für ein Unternehmen eindeutig: „Sinnvoller Einsatz mobiler Lösungen bringt eine signifikante Steigerung der Produktivität.“ Allerdings sähen die Firmen dabei auch einige Risiken: Vor allem Sicherheitsbedenken und die als hoch empfundene Komplexität des Themas registriert Schädler in Kundengesprächen. „Dabei haben wir die Sicherheitsthemen im Griff, auch z. B. bei unternehmenskritischen Anwendungen im WLAN.“

Wie für IDC ist auch für Fujitsu Siemens Mobilität ein Thema, das sich nicht im Anschaffen von Notebooks für einige Mitarbeiter erschöpft. Vielmehr reicht es vom Data-Center im Herzen der Unternehmens-IT über die Verbindung zu mobilen Endgeräten aller Formfaktoren bis hin zu den Anwendungen.

Schädler predigt dabei keine Mobilität um jeden Preis: „Es wird nach wie vor eine ganze Reihe Arbeitsplätze geben, wo man besser einen Desktop einsetzt als ein Notebook. Aus Kostengründen und auch aus ergonomischen Gründen.“ Aber gerade im Gesundheitswesen hat sie auch ein exzellentes Beispiel parat, wie Mobilität sinnvoll eingesetzt wird.

„In Kliniken, in denen wir mobile Lösungen eingeführt haben, berichtet das medizinische Personal über Zeiteinsparungen zwischen 30 Minuten und zwei Stunden pro Tag“, berichtet Schädler. Ganz abgesehen vom Zugewinn an Behandlungsqualität durch elektronische Patientendaten, digitalisierte Röntgenbilder oder RFID-Erkennung von Patienteninformationen.

Ein weiterer Bereich, wo Mobilität deutlichen Gewinn bringt, ist der Vertrieb und der Service, vor allem natürlich im Außendient. „Wenn der Servicemitarbeiter“, so Schädler, „vor Ort Zugriff auf die Kundeninformationen hat, ergibt das ein großes Potenzial für Zusatzgeschäfte.“ Er könne so z. B. erkennen, ob bestimmte Wartungen anstehen und diese dann direkt anbieten.

Das Notebook ist in diesem Szenario ein vollwertiges Büroarbeitsgerät. Wer unterwegs den schnellen Zugriff auf Daten benötigt, greift zum PDA und für das Telefonat sollte ein möglichst kleines Handy als ständiger Begleiter dabei sein. Schädler: „Ich glaube nicht, dass mittelfristig hier Geräteklassen vom Markt verschwinden werden, weil sie einfach alle ihr spezifisches Einsatzszenario haben. Lediglich bei der Frage, wie sich die PDAs gegenüber den Smartphones behaupten werden, wird es sicher spannend werden. Wir glauben mit lösungsorientierten Endgeräten wie mobiler Navigation oder Voice over IP eine weitere signifikante Steigerung der Stückzahlen im PDA Markt zu ereichen.“

Vor allem, da die Marktforscher bei IDC schon seit sieben Quartalen einen regelmäßigen Rückgang der verkauften Stückzahlen im PDA-Markt registrieren. So musste z. B. Marktführer Palm im 3. Quartal 2005 einen Rückgang der Verkaufszahlen von 736 481 Stück im Vorjahr auf nun 569 388 Stück hinnehmen. Verantwortlich für diese Entwicklung machen die Analysten genau die Konkurrenz der Smartphones. Lediglich Acer und FSC konnten im schrumpfenden Weltmarkt hinzugewinnen und setzten mit 188 760 PDAs fast sechsmal so viel ab wie im Vorjahr und FSC konnte mit 37 % eine deutliche Steigerung der Stückzahlen in Q2/3 registrieren.

Mit 20,2 % Zuwachs im Jahresvergleich schnitt der PC-Markt in Westeuropa im 3. Quartal erwartungsgemäß gut ab. Die Analysten von IDC sehen hier vor allem die Nachfrage nach Notebooks als Treiber: Um 39 % legten die mobilen Computer nach Stückzahlen zu. Als Vierter im europäischen Markt konnte Fujitsu Siemens Computers nach diesen Daten mit einem Stückzahlwachstum bei den Notebooks von 60 % alle wichtigen Mitbewerber übertrumpfen. jdb

Von Jens D. Billerbeck
Von Jens D. Billerbeck

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