Top 500 der Supercomputer 18.06.2013, 10:21 Uhr

Mit dem Tianhe-2 hat China den leistungsstärksten Rechner der Welt

Mit dem Supercomputer „Tianhe-2“ hat China sich souverän an die Spitze der weltweit leistungsfähigsten Supercomputer gesetzt. Auch zwei deutsche Spitzenrechner aus Jülich und München konnten sich auf der aktuellen Rangliste der Top 10 behaupten.

Mit dem Supercomputer Tianhe-2 der National University of Defense Technology hat sich China mit Abstand die Spitze der Top-500-Liste der Supercomputer erobert.

Mit dem Supercomputer Tianhe-2 der National University of Defense Technology hat sich China mit Abstand die Spitze der Top-500-Liste der Supercomputer erobert.

Foto: Jack Dongarra

Die Mächtigen dieser Welt beobachten sich gegenseitig nicht nur in punkto wirtschaftlicher Leistung oder sportlicher Erfolge. Auch beim Wettlauf darum, in welchem Land der Supercomputer mit der größten Rechenleistung steht, bringt eine gute Platzierung viel Prestige. Wenn zweimal jährlich die Liste der 500 leistungsstärksten Computer erscheint, wird genau registriert, wer diesmal die Nase vorn hat.

„Tianhe-2“ bringt es auf 33,86 Billiarden Rechenschritte pro Sekunde

In der 41. Ausgabe der Top 500 Supercomputer, die jetzt bei der Eröffnung der Internationalen Supercomputerkonferenz ISC’13 in Leipzig bekannt gegeben wurde, hat China das Rennen gemacht. Der „Tianhe-2“, was auf Deutsch „Milchstraße“ bedeutet, liegt mit 33,86 Petaflops deutlich auf Platz eins. Mit seinen 33,86 Billiarden Rechenschritten pro Sekunde (FLOPS – Floating Point Operations Per Second oder Gleitkommaoperationen pro Sekunde) konnte er die Rechenleistung der bisherigen Nummer eins auf das Doppelte steigern.

Der Tianhe-2 wurde an der renommierten Universität für Verteidigungstechnologie gebaut und wird Ende des Jahres am Nationalen Supercomputing-Zentrum in Guangzho installiert. Jack Dongarra, Informatik-Professor an der University of Tennessee, ist an der Zusammenstellung der Top 500 beteiligt und hat sich den Milchstraßen-Supercomputer bereits vor Ort angeschaut. Dongarra zufolge arbeiten in dem Rechner, den die chinesische Regierung mit 290 Millionen Dollar gefördert hat, nicht nur gekaufte Bauteile, wie etwa 32 000 noch nicht offiziell erschienene Xeon-Prozessoren sowie 48 000 Coprozessoren von Intel. China, weiß Dongarra, habe auch eigene Entwicklungen in den Supercomputer, der nach oben hin weiter skalierbar sein soll, hineingesteckt.

Mit 17,59 Petaflops liegt nun der bisherige Spitzenreiter „Titan“ des Herstellers Cray etwas abgeschlagen auf Platz zwei. „Titan“ wird vom amerikanischen Energieministerium unter anderem für Material- und Klimaforschung und für Nuklear-Simulationen genutzt. Weiterhin können die USA aber noch die meisten Systeme in der Top 500-Liste vorweisen. Dann folgt China, noch vor Hochtechnologie-Staaten wie Japan, Großbritannien, Frankreich und Deutschland.

Über 80 Prozent der Anlagen laufen mit Intel-Prozessoren

Deutschland kann 19 Systeme unter den Top 500 vorweisen. Die „JuQueen“ am Forschungszentrum Jülich liegt mit einer Leistung von 4,1 Petraflops auf Platz sieben, der „SuperMUC“ am Leibniz-Rechenzentrum in Garching mit 2,8 Petraflops auf Platz neun. Hinsichtlich ihrer Gesamt-Rechenleistung liegen die deutschen Supercomputer mit 11,3 Petaflops in Europa auf dem ersten Platz.

In den letzten sechs Monaten ist die Zahl der Anlagen, die im Petaflops-Bereich arbeiten, von 23 auf 26 gestiegen. Über 80 Prozent der Anlagen aus den Top 500 laufen mit Prozessoren von Intel. Bei den Herstellern hat Hewlett-Packard aktuell einen leichten Vorsprung vor IBM. Dagegen führt IBM in punkto Rechenleistung und hat außerdem mit BlueGene/Q das am häufigsten in der Rangliste auftauchende Serienmodell entwickelt. 

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