Autotest 13.08.2010, 19:48 Uhr

Luxuslimousinen – höchster Komfort trifft auf rasante Fahrdynamik

Audi A 8 4.4 FSI Quattro und Porsche Panamera 4S. Mit dem neuen A8 greift Audi nach der Krone im Segment der Luxuslimousinen. Mit starker V8-Motorisierung und Allradantrieb konkurriert er mit etablierten Premiummodellen wie BMW 750i und Mercedes S 500 sowie seit letztem Herbst mit dem Porsche Panamera 4S. Zu den Stärken des A8 zählen Fahrkomfort und mannigfaltige Fahrerassistenzsysteme. Dagegen ist der Panamera klar das sportlichere Modell – auch in anderen Disziplinen gibt es deutliche Unterschiede.

Schon auf den ersten Blick wirkt der Audi A8 wie eine stattliche Luxuslimousine. Rund 5,14 m misst er in der Länge. Der um 17 cm kürzere Porsche Panamera sieht etwas flacher aus, obwohl ihn in der Höhe nur 42 mm vom A8 trennen. Stilelemente vom 911er verleihen dem Panamera einen Hauch Sportlichkeit, es scheint, als würde er sich zum Sprung ducken. Auffällig auch die Heckgestaltung: Sie weicht von anderen Oberklassevertretern mit Stufenheck wie dem A8 erkennbar ab, weil die Porsche-Designer auf eine coupé-artige Dachlinie mit einer großen Heckklappe setzen.

Innen hat der Audi A8 wie auch der A8L (lang) das Zeug zur Chauffeurslimousine, vermittelt aber soviel Dynamik und Fahrspaß, dass man am liebsten selbst das Lenkrad bedient. Im Panamera sitzen Fahrer und Beifahrer vorn tiefer und müssen sich beim Ein- und Ausstieg „verneigen“. Das gilt erst recht für den Fond, wenn der Chef hinten sitzt und chauffiert wird. Dann wirken sich im Porsche die geringere Innenbreite und Innenhöhe aus und der breite Mitteltunnel schränkt die Beinfreiheit seitlich ein. Erstaunlich bleibt dennoch, wie viel Platz die Fondpassagiere auf dem weit abgesenkten Sitzniveau haben.

Grundsätzlich gilt: Der viertürige Porsche ist eben eher ein Fahrerauto, ein sehr agiles zudem, konzipiert für diejenigen, denen es in einem zweisitzigen Sportwagen zu eng hergeht. Das im Vergleich zur Konkurrenz kleinere Gepäckabteil gleicht der Panamera durch Variabilität wieder aus die Rücksitzlehnen sind umklappbar. Beim großen Audi gibt es nur eine schmale Durchlademöglichkeit.

Im Innenraum hat Audi ein eigenes Wohlfühl-Ambiente entwickelt. Feine Hölzer, Klavierlack, Chrom und Aluminium gehören ebenso dazu wie nobles Leder oder Alcantara. Vorzüglich sind die vielseitig verstellbaren Komfortsitze.

Der große Audi strahlt in jeder Hinsicht Souveränität aus. Porsche geht einen anderen Weg und transferiert das markentypische Cockpit mit großem Drehzahlmesser, kleinem Sportlenkrad und Zündschloss links der Lenksäule aus der Elfer-Reihe in den Viersitzer. Zum sportlichen Flair tragen dunklere Materialien ohne Holzeinlagen bei.

Der Luxusliner von Audi hält, was er in Sachen Fahrkomfort verspricht. Fernstrecken auf Autobahnen sind sein Revier. Die serienmäßige Luftfederung lässt die Insassen angenehm über jegliche Fahrbahnschäden schweben. Auch bleiben sie von Fahrgeräuschen selbst bei hoher Reisegeschwindigkeit weitgehend verschont. Doch eine Schwäche leistet er sich dann doch bei der Lenkung: Sie reagiert ziemlich stößig auf Querfugen.

Porsche hat den Panamera insgesamt straffer abgestimmt. Der Oberklässler aus Zuffenhausen, eigentlich ein Gran Turismo, kann als Vorbild für Querdynamik gelten. Nicht nur durch Kurven lässt er sich leicht bewegen, der Fahrer fühlt sich wie von einer zweiten Haut umgeben. Zur hohen Fahrstabilität kommt die direkte Lenkung. Dank seines kleineren Wendekreises ist er beim Rangieren handlicher als der A8 nach hinten ist die Sicht allerdings schlecht.

Der V8-Zylinder im Panamera ist akustisch immer präsent, Achtzylinderkunden des Hauses mögen diesen Sound. Für sie geht es freilich auch um die Fahrleistungen: Mit max. 294 kW aus 4,8 l Hubraum schießt der Porsche auf Gaspedaldruck nach vorn, ist in allen Lagen durchzugsstärker und auch in der Spitze der Schnellere. Für extrem kurze Schaltvorgänge sorgt das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe PDK.

Der A8 hat von der Papierform her das Nachsehen: Sein 4,2-l-V8-Ottomotor leistet 273 kW und hat mit 445 Nm exakt 55 Nm weniger Drehmoment, ist aber mit 1,9 t Leergewicht dank Aluminium-Spaceframe-Karosserie etwas leichter als der BMW 740i. Souverän ist der A8 trotzdem unterwegs, zumal seine Achtgangautomatik vom Besten ist – und nicht zuletzt sparsam.

Der Audi A8 4.2 FSI Quattro begnügte sich mit 10,3 l/100 km, auf Landstraßen, verhalten gefahren, sogar mit 8,6 l. Trotz Rückgewinnung von Energie beim Bremsen wie im Schubbetrieb und die Einspeisung ins Bordnetz müssen Panamera-Fahrer für ihre Reise mit dem V8 je 100 km etwa 1,0 l bis 1,5 l Super Plus mehr tanken. Porsche bietet alternativ jetzt auch rollwiderstandsarme Reifen an, die den Benzinverbrauch senken. Im EU-Normtest wurde eine Reduzierung von 0,2 l/100 km gemessen.

Hightech, hoher Komfort und Exklusivität hat seinen Preis. Der Porsche Panamera 4S kostet 104 203 € inklusive Luftfederung, die beim Audi zur Serienausstattung gehört. Die Ingolstädter bieten somit den A8 4.2 FSI Quattro für fast günstige 89 300 € an. I. REUSS/WOP

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