ERSTE FREIe 4K-Übertragung 07.05.2014, 14:28 Uhr

Livestream aus Wiener Staatsoper in Extremauflösung Ultra-HD

Zum ersten Mal weltweit soll am Mittwoch eine Live-Übertragung per Internet in extremer Hochauflösung für jeden zugänglich sein – für jeden, der über ein Empfangsgerät von Samsung mit Online-Anschluss und so genannter 4K-Technik verfügt. 

Verdis Oper „Nabucco“ mit Placido Domingo wird heute per Livestream in Ultra-HD übertragen. Diese Technik bietet eine Bildauflösung von 3840x2160 Pixeln, was der vierfachen Leistung des herkömmlichem Full-HD entspricht. Sie wird deshalb auch 4K-Technik genannt.

Verdis Oper „Nabucco“ mit Placido Domingo wird heute per Livestream in Ultra-HD übertragen. Diese Technik bietet eine Bildauflösung von 3840x2160 Pixeln, was der vierfachen Leistung des herkömmlichem Full-HD entspricht. Sie wird deshalb auch 4K-Technik genannt.

Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Der Stolz ist Operndirektor Dominique Meyer anzusehen. Die Wiener Staatsoper ist heute Abend der Ort, von dem aus zum ersten Mal ein Livestream in Ultra-HD übertragen wird. „Wir sind die Ersten der Welt!“, rief Meyer bei der Ankündigung des Ereignisses aus. Passend dazu hat die Oper Berühmtes im Programm: Verdis Oper „Nabucco“ mit Placido Domingo. Der Weltstar hat allerdings auch ein bisschen Angst davor, wie er auf den Bildschirmen erscheint: „Geben Sie uns etwas Abstand!“, bat er eindringlich.

Die Sorge ist nicht unbegründet. Schließlich ermöglicht Ultra-High-Definition, auch 4K-Technik genannt, nicht nur eine Bildauflösung von 3840×2160 Bildpunkten, was der vierfachen Leistung von herkömmlichem Full-HD entspricht. Darüber hinaus können die Zuschauer auch selbst in die Bilder hineinzoomen und ultrascharf Details in den Gesichtern der Sänger heranholen.

Nicht nur höhere Auflösung in Ultra-HD

Wer die Oper sehen will, braucht das entsprechende Empfangsgerät und eine Player-App. Die Übertragung aus dem weltberühmten Opernhaus ist ein PR-Coup des US-Unternehmens Elemental Technologies, das sich selbst als Marktführer bei software-basierter Videotechnik bezeichnet. Die Firma war auch schon an der UHD-Übertragung eines Bundesligaspiels im April auf Sky beteiligt, das aber eben nicht für jeden empfangbar war.

Samsung präsentiert sich als Vorreiter der Ultra-HD-Technik – hier mit einem gewölbten Bildschirm, der das Bilderlebnis noch intensiver machen soll.

Samsung präsentiert sich als Vorreiter der Ultra-HD-Technik – hier mit einem gewölbten Bildschirm, der das Bilderlebnis noch intensiver machen soll.

Foto: Samsung

Die Full-HD-Technik ist bei neuen Geräten inzwischen Standard. Neben der höheren Auflösung bietet UHD auch ein größeres Farbspektrum als Full-HD und eine klarere Definition von Hell-Dunkel-Unterschieden. Die Vorzüge werden allerdings erst ab Bildschirmgrößen von mindestens 65 Zoll deutlich.

Auf Jahre ein Nischenmarkt

Von Ultra-HD erhoffen sich die Geräte-Hersteller einen neuen Schub. Der Markt in Deutschland ist deutlich geschrumpft, im vergangenen Jahr wurden fast 20 Prozent weniger Fernseher verkauft als noch im Jahr zuvor. Ultra-HD wird nach Einschätzung von Experten noch über Jahre ein Nischenmarkt sein, weil die Zahl der verfügbaren Sendungen sehr begrenzt bleiben wird.

Sorgen um allzu scharf gezeichnete Details seines Gesichtes macht sich Opernstar Placido Domingo, wenn

Sorgen um allzu scharf gezeichnete Details seines Gesichtes macht sich Opernstar Placido Domingo, wenn „Nabucco“ in Ultra-HD übertragen wird.

Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Der Kreis der Opernfreunde, die heute Abend in den vollen Genuss kommen, wird besonders klein sein. Weil Samsung als Sponsor auftritt, wird der Empfang auf Geräte dieses Herstellers beschränkt – andere können das Signal nicht decodieren. Die Übertragung erfolgt über den aktuellen Standard HEVC 2014, der das Videobild komprimiert. Das ist nötig, weil die UHD-Kamera pro Sekunde eine Datenmenge von 6 GB liefert, die keine Datenleitung verkraften könnte. Wegen der Komprimierung soll ein Internetzugang mit 12 Mbit/s für den Empfang genügen. 

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