Autotest 02.07.2010, 19:47 Uhr

Länge läuft –und das recht sparsam

Opel Insignia Sports Tourer 2.0 CDTi Cosmo und Mazda6 Kombi 2.2 MRZ-CD Sports-Line im Vergleich. Mittelklassekombis sollten viele Ansprüche erfüllen – darunter einen großen Gepäckraum, hohe Zuladung und möglichst geringen Kraftstoffverbrauch. Die oft umfangreich ausgestatteten Modelle sprechen heute weniger die typische Familie an, sondern eher eilige Geschäftsleute. Mit Preisen von deutlich über 30 000 € zielen Opel Insignia Sports Tourer und Mazda6 Kombi mit starken Dieselmotoren auf diese Klientel.

Das repräsentative Äußere der edlen Transporter von Opel und Mazda spricht für sich. Zwar können die Kombis der Mittelklasse zumindest im Imagewert den Premiummodellen Audi A6 Avant, BMW 5er Touring und T-Modell Mercedes E-Klasse nicht ganz das Wasser reichen, aber dafür halten sie in Anschaffung und Unterhalt noch deutlich Abstand.

In den Außenmaßen und im Nutzwert haben sie jedenfalls aufgeschlossen. Üblich sind im Segment mindestens 4,80 m Außenlänge. Der Mazda6 Kombi schafft das gerade, der Opel Insignia Sports Tourer ist rund 12 cm länger.

Doch auf den Inhalt kommt es bekanntlich an: Die Kombiversion des Insignia hat 540 l bis 1530 l Gepäckvolumen, das Stauabteil des Mazda6 mit 519 l schließt nicht ganz auf, allerdings sind es max. 1751 l.

Als praktisch erweist sich beim Mazda der Hebel im Kofferraum zum Zusammenfalten der Rücksitzbank gut auch das in einer Kassette liegende Trennnetz zur Abtrennung des Laderaums. Mancher schaut eher auf die Zuladekapazität, auch da kann der Mazda6 überzeugen und mit 545 kg rund 110 kg mehr zuladen als der Opel.

Gleichstand herrscht bei der guten Nutzbarkeit der Laderäume, sie sind flach und eben. Bei der Zugänglichkeit stören jedoch beim Sports Tourer der Überhang des Stoßfängers genauso wie an der Heckklappe die seitlich herumgezogenen „Ohren“. Wer hinten steht oder um das Fahrzeug geht, kann leicht unangenehmen Kontakt mit diesen hervorstehenden Ecken bekommen. Ähnliches droht beim Schließvorgang, wenn man der elektromechanisch betätigten Klappe ausweichen will.

Im Innenraum der beiden fühlen sich selbst XXL-Erwachsene gut untergebracht, nur das seitlich eingezogene Dach schränkt das Raumgefühl beim Insignia etwas ein. Sein Cockpit ist ansprechend gestaltet, bei näherem Hinsehen wirken die Materialien nicht so hochwertig wie bei der Konkurrenz. Die setzt beim Mazda stärker auf sportliche Optik, hat ihre Bedienungsschwächen aber bei den vielen Lenkradtasten. Optional gibt es eine große Auswahl von Sonderausstattungen, zu denen beim Opel ergonomische Sitze gehören, die den Rücken optimal stützen und vom Verein Aktion Gesunder Rücken das „AGR“-Gütesiegel erhielt.

Beide treten im Test mit starker Dieseln an. Der Opel mit 2,0 l Hubraum bietet 118 kW, der 2,2-l-Mazda 132 kW Leistung. Den Unterschied spürt der Fahrer in der Praxis: Der Opel-Vierzylinder zieht nach einer leichten Anfahrschwäche wegen der langen Übersetzung des Sechsganggetriebes nicht so kräftig durch wie der Mazda-Diesel. Der Insignia Sports Tourer verbirgt weder Innensassen noch Passanten, dass unter der Haube ein Selbstzünder arbeitet.

Der stärkere Mazda legt nicht nur die besseren Beschleunigungs- und Elastizitätswerte hin, er fordert auch im Praxisverbrauch nicht mehr Kraftstoff als der Opel – im Test waren es durchschnittlich 7,1 l/100 km, sogar 0,1 l weniger als der Sports Tourer. Auf zügiger Autobahnfahrt, dem typischen Umfeld des eiligen Fernfahrers, kommen beide auf Werte von 8 l bis 9 l je 100 km.

Wie es sich für größere Reisewagen gehört, bieten beide Kombis einen gelungenen Mix aus Fahrkomfort und straffer Fahrwerksabstimmung. Beide Fronttriebler geben sich zudem recht fahrdynamisch. Nach dem Facelift im Frühjahr lenkt sich der Mazda6 präziser und nicht zuletzt ist die Geräuschdämmung besser. Wirksamere Bremsen hat allerdings der Insignia.

Mit starker Dieselmotorisierung und in der hochwertigen Ausstattungsstufe Cosmo bzw. Sports-Line, kosten beide Kombis über 30 000 € Euro: Der Opel Insignia Sports Tourer 2.0 CDTi 34 800 € inklusive Navi, der Mazda6 Kombi 2.2 MRZ-CD 32 890 €, ohne Navigationsgerät, für das bei Mazda 2300 € Aufpreis zu zahlen sind. Als Bonbon erhält der Mazda-Kunde die Einparkhilfe, die gerade bei großen Kombis durchaus Sinn macht. INGO REUSS/WOP

Von Ingo Reuss/Wolfgang Pester

Stellenangebote im Bereich Produktmanagement

Ledlenser GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Ledlenser GmbH & Co. KG Technical Architect / Project Manager* Solingen
Hitachi Automotive Systems Europe GmbH-Firmenlogo
Hitachi Automotive Systems Europe GmbH Technical Manager / Team Lead Suspension (m/f/d) Rüsselsheim bei Frankfurt am Main
BHS-Sonthofen GmbH-Firmenlogo
BHS-Sonthofen GmbH Ingenieur Werkstofftechnik (m/w/d) Sonthofen
Techtronic Industries ELC GmbH-Firmenlogo
Techtronic Industries ELC GmbH Ingenieur (m/w/d) technisches Projektmanagement Winnenden
Merck KGaA-Firmenlogo
Merck KGaA Trainee Operations Leadership Development Program (m/f/d) Darmstadt
ifp - über Personalberatung Managementdiagnostik-Firmenlogo
ifp - über Personalberatung Managementdiagnostik Director Product & Process Improvement (m/w/d) Region Unterfranken
Plarad - Maschinenfabrik Wagner GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Plarad - Maschinenfabrik Wagner GmbH & Co. KG Produktmanager (m/w/d) – Maschinen- und Anlagenbau Much
Claudius Peters Projects GmbH-Firmenlogo
Claudius Peters Projects GmbH Geschäftsführer (m/w/d) Buxtehude
EUROIMMUN AG-Firmenlogo
EUROIMMUN AG Ingenieur Technische Optik / Entwicklungsingenieur Optik (m/w) Dassow
Panasonic Industrial Devices Sales Europe GmbH-Firmenlogo
Panasonic Industrial Devices Sales Europe GmbH Produktmanager/Key Account Manager (m/w/d) Kundenspezifische Elektronikprodukte Lüneburg

Alle Produktmanagement Jobs

Top 5 Produkte

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.