Drucker 06.12.2002, 18:22 Uhr

Intelligente Netzwerkeinbindung hilft sparen

Beim Drucken fristet heute kaum noch ein Firmenmitarbeiter ein Inseldasein. Der klassische Desktop-Drucker wird zunehmend von intelligenten Lösungen für das Netzwerk verdrängt, die Kosten sparen und den Arbeitsalltag erleichtern.

Effektives Dokumentenmanagement soll den Mittelstand entlasten. Die meisten Unternehmen tauschen deshalb ihre Stand-alone-Drucker gegen netzwerkfähige Geräte aus. Nicht immer zur Freude der Mitarbeiter, denn der Betrieb von Drucker und Kopierer im Firmennetz verläuft mitunter nicht reibungslos: Einzelne Anwender können den Printer nicht nutzen oder ein hohes Druckvolumen verursacht lästige Staus im Netz.
Um tatsächlich Kosten zu sparen und die Produktivität zu steigern, muss eine Druck- bzw. Kopierlösung für das Netz durchdacht sein. Probleme bereitet vor allem die Heterogenität der meisten heutigen Netzwerke. „Homogenität für alle denkbaren Netzwerkstrukturen ist uns sehr wichtig – von der klassischen Ethernet-Umgebung über TokenRing bis hin zu Funknetzen“, umreißt etwa Carolyn Lüdtke, Produktmanager Print bei Kyocera Mita die Haupt-
anforderung.
Findet der Administrator allerdings keine homogene Lösung, dann muss er unter Umständen viele unterschiedliche Tools zur Verwaltung einsetzen, und die Effizienz bleibt auf der Strecke. Die Folge sind hohe Kosten, die durch die neue Lösung eigentlich vermieden werden sollten. Deshalb muss bereits vor dem Kauf einer Drucklösung genau definiert werden, welche Anforderungen bestehen.
Die Zusammenarbeit der Lösung mit allen gängigen Netzwerkprotokollen ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Implementierung. Sollen mehrere Drucker oder Kopierer in einem LAN eingesetzt werden, sollten auch diese Komponenten harmonieren.
Eine tragende Rolle spielt der Printserver, der die Druckdaten der einzelnen Clients im LAN an das gewünschte Ausgabegerät weitergibt. „Der Printserver ist das Bindeglied zwischen Drucker und Netzwerk. Deshalb muss er die Entwicklungen auf beiden Gebieten wie etwa neue Druckprotokolle oder Schnittstellenstandards voll unterstützen“, unterstreicht Pamela Hartl von SEH. Die entsprechenden Firmware Updates sollte der Hersteller regelmäßig und kostenlos liefern.
In einige Drucker wie in die größeren Geräte der Laserjet-Serie von Hewlett-Packard ist der Printserver als Einschubkarte für den EIO-Slot bereits implementiert. Auch andere Hersteller wie Xerox oder Brother bieten einen integrierten Printserver für viele ihrer Maschinen an.
Die Wahl hat der Anwender beim Konica 7135. Hier werden zwei alternative Druckerkarten zur Einbindung ins Netz angeboten. Mit dem „IP-011“ stehen beim Drucken die Funktionen des Kopiermodus zur Verfügung. Der „IP423“ mit integrierter Festplatte ermöglicht „Scan to E-Mail“ oder „Scan to FTP“, um zum Beispiel Zeichnungen zu digitalisieren, abzulegen oder an eine E-Mail-Adresse zu versenden.
Die einfache Drucker-Einbindung ins Netzwerk verspricht etwa Xerox bei den Phaser-Druckern. Die Geräte sollen automatisch vom Netzwerk erkannt und entsprechend konfiguriert werden. Bei Herstellern wie Kyocera Mita, Brother und Oki lassen sich Geräte per Netz überwachen und vermelden ihren jeweiligen Status. So erkennt der Administrator einen aufgetretenen Fehler bereits an seinem Schreibtisch und wird außerdem über den Stand der Verbrauchsmaterialien informiert.
Bei den Oki-Druckern der C7000 und C9000 Serie lassen sich außerdem die Zugangsrechte und das Druckvolumen für jeden angeschlossenen Client regeln. Dadurch liegen die Kosten etwa für teuren Farbdruck im Plan.
Auch der beste Drucker arbeitet jedoch nicht effizient, wenn die Ausgabeaufträge im Netz hängen. Zur Entlastung des LAN wird deshalb ein so genannter Spooler eingesetzt. Er sammelt die Druckaufträge und leitet sie erst dann an das jeweilige Gerät weiter, wenn es bereit ist. Spooler benötigen einen großen Speicher, weil die Druckaufträge zum Teil mehrere Megabytes an Daten enthalten. Durch den „Jobmanager“ kann der Administrator Druckaufträge zentral verwalten, Prioritäten festlegen und löschen.
Für den Einsatz im kleinen Netzwerk oder bei der Verwendung nur eines Druckers genügt es, wenn der Spooler in das Gerät integriert ist. Mittlerweile bringen viele Netzwerkprinter dazu eine integrierte Festplatte mit. Bei einem großen Netz oder dem Einsatz von mehreren Druckern erweist sich ein Spooling-Gerät als praktisch.
Eine intelligente Lösung für das Management bietet etwa SEH mit ISD 200 an. Das System zum Spoolen und Managen von Druckaufträgen wird direkt ans Netzwerk angeschlossen und kann via Browser von jedem beliebigen Client aus gesteuert werden. Print-Queues lassen sich einrichten, ändern oder löschen, so dass die anstehenden Druckjobs sinnvoll verteilt und die Kapazitäten effektiv genutzt werden.
Die meisten Netzwerklösungen lassen sich mittlerweile auch in ein WLAN einbinden. Die Kundennachfrage ist hier allerdings noch zögerlich. „In diesem Jahr ist zwar ein großes technisches Interesse zu verzeichnen, jedoch noch eine gewisse Investitionszurückhaltung zu spüren“, resümiert SEH-Managerin Hartl. Auf Grund stark zunehmender Projektnachfragen rechne man jedoch für 2003 mit einem interessanten Wachstum.

Von Elke Rekowski

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