APPLE WATCH 15.12.2014, 12:47 Uhr

In Taiwan beginnt die Massenproduktion

Die Insolvenz eines Zulieferers und technische Probleme verhinderten bisher den Start der Apple Watch in Serie. Jetzt scheint alles zu klappen. 2015 sollen schon mehr als zehn Millionen der smarten Uhren Käufer finden.

Die Apple Watch gibt es in verschiedenen Designs. 

Die Apple Watch gibt es in verschiedenen Designs. 

Foto: Apple

Jedes dritte Notebook weltweit kommt aus den Fabriken des taiwanesischen Elektronikgiganten Quanta – was der Käufer nicht merkt. Es stehen die Logos der Unternehmen darauf, unter deren Namen die Geräte verkauft werden. Bei der Apple Watch ist es noch extremer. Quanta baut sie alle, voraussichtlich jedenfalls. Zu sehen ist jedoch allenfalls der angebissene Apfel. Die intelligente Armbanduhr, als jüngster Apple-Coup gedacht, geht in Kürze in die Massenproduktion. Im Januar 2015 vielleicht, wie die taiwanesische Zeitung United Daily News vermutet, es kann aber auch Februar werden. So ganz genau wollen sich die Verantwortlichen am Apple-Stammsitz Cupertino nicht festlegen.

Die smarte Apple Watch gibt es auch im edlen klassischen Look.

Die smarte Apple Watch gibt es auch im edlen klassischen Look.

Foto: Apple

Immerhin scheinen die technischen Hindernisse aus dem Weg geräumt, die einen Produktionsstart bisher verhinderten. Wie der Gang in die Insolvenz des US-Unternehmens GT Advanced Technologies, das die Kameraabdeckung und die Sensoren für den Touchscreen liefern sollte. Apple brauchte einen Ersatz. Auch der Akku machte Ärger, weil er vorzeitig schwächelte. Und das kabellose Laden soll bei den Prototypen anfangs nicht recht funktioniert haben.

20.000 Mitarbeiter für die Watch-Montage

Quanta ist recht zuversichtlich, dass die Massenfertigung beginnen kann, wobei es tatsächlich um Massen gehen soll. Zehn Millionen Uhren sollen im nächsten Jahr schon produziert werden – vielleicht auch 20 Millionen. Die Taiwanesen haben ihr Personal schon mal aufgestockt, und zwar gleich um 8000 Leute. Insgesamt sind 20.000 Mitarbeiter für die Montage der kleinen Uhren vorgesehen. Auch die Programentwickler in aller Welt können schon loslegen. Seit wenigen Wochen gibt es WatchKit, eine Tool-Sammlung zur Entwicklung von Apps für die Apple Watch.

Neue Funktion für die Armbanduhr-Krone

Die Entwickler haben sich die Armbanduhren, die auf dem Markt sind, genau angeschaut. Dabei hatten sie die Idee, die so genannte Krone, das seitlich befestigte Rädchen, mit dem man das Federwerk aufzieht und, wird sie ein wenig herausgezogen, die Uhrzeit einstellt, anderweitig zu nutzen. Aus der mechanischen wurde eine elektronische Krone. Durch Drehen kann man zoomen und scrollen. Wird sie gedrückt erscheint der Homescreen. Weitere Steuerfunktionen bietet der berührungsempfindliche Bildschirm. Unterschiedlich starke Drücke lösen unterschiedliche Funktionen aus.

Am Rad drehen: Apple hat eine elektronische Krone für die Uhr entwickelt. Durch Drehen kann man zoomen und scrollen. Wird sie gedrückt erscheint der Homescreen. 

Am Rad drehen: Apple hat eine elektronische Krone für die Uhr entwickelt. Durch Drehen kann man zoomen und scrollen. Wird sie gedrückt erscheint der Homescreen. 

Foto: Apple

Per Funk ist die Watch mit dem iPhone verbunden, so dass beispielsweise Terminerinnerungen auch auf der Uhr zu sehen sind. Die Software Siri ermöglicht die Sprachkommunikation mit der Uhr. Und immer, wenn etwas Wichtiges geschieht macht sie sich bemerkbar. Taptic Engine, ein piezoelektrischer Aktuator, klopft dann ans Handgelenk.

Von Wolfgang Kempkens Tags:

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