Extra dünnes Display 22.03.2013, 15:10 Uhr

HP entwickelt smartphonetauglichen 3D-Bildschirm

Forscher des Computerherstellers Hewlett Packard (HP) haben eine neue Technik entwickelt, mit der 3D-Bilder auf kleinen mobilen Geräten wie Handys, MP3-Playern und Armbanduhren besonders gut erzeugt werden können.

Ein 3D-Display mit LCD von HP.

Ein 3D-Display mit LCD von HP.

Foto: Screenshot Youtube Video/HP

Auf einem besonders dünnen Display können die Pixel individuell gesteuert werden, so dass die dreidimensionalen Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln gleich aussehen und ihre Konturen behalten. Es werden keine 3D-Brillen oder dicke spezielle Monitoren mehr benötigt.

Regentropfen scheinen direkt auf uns zu tropfen und ein gefährlicher Dinosaurier verfehlt uns nur knapp mit seinen großen Füßen: 3D-Kinofilme sind nicht mehr wegzudenken. Seit dem Jahr 2010 können deutschlandweit über 310 Kinos digitale 3D-Filme vorführen. Nun kommen die ersten 3D-Fernseher auf den Markt, die ohne Brille 3D-Effekte zeigen können.

Und HP ist mit seinem smartphonetauglichen Bildschirm noch einen Schritt weiter gegangen. Dabei weist dieser eine ähnliche Technik wie der 3D-Fernseher vor. Mit der sogenannten Multiview-Technik werden dreidimensionale Bilder geschaffen, die der Nutzer aus verschiedenen Blickwinkeln sehen kann. Etwa 200 Einblicke werden auf ein Standbild gewährt. Diese schweben über einem transparenten Bildschirm, der aus vielen kleinen Pixeln besteht, auf denen das Licht reflektiert. Winzige Rillen werfen das einfallende Licht in eine bestimmte Richtung zurück. Eine Hintergrundbeleuchtung soll dafür sorgen, dass die Pixel das Licht aus unterschiedlichen Winkeln abstrahlt und somit ein feineres Bild der 3D-Bilder erzeugen kann. Das Licht wird direkt im transparent erscheinenden LCD erzeugt.

Dünner und transparenter Bildschirm besonders für mobile Elektronikgeräte geeignet

Ein 3D-Effekt entsteht durch zwei verschobene Bilder, die der Beobachter mit seinen Augen wahrnimmt und in seinem Gehirn zu einem 3D-Bild zusammensetzt. Üblicherweise verhilft eine Linse zu dem gewünschten 3D-Effekt. Diese wird über einen Bildschirm gelegt und lenkt die Lichtstrahlen in unterschiedliche Richtungen. Diese Linsen sind mit einigen Millimeter Dicke jedoch deutlich stärker, als das Modell, das von den HP-Forschern entwickelt wurde. Der von HP entwickelte besonders dünne und transparente Bildschirm eignet sich dadurch  sehr gut für mobile Geräte.

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