Wearable Technology 25.02.2015, 08:38 Uhr

Fujitsus intelligenter Ring für die Welt der Arbeit

Vollgepackt mit Technik ist ein tragbarer Ring, den kürzlich die japanische Elektronik-Gruppe Fujitsu vorgestellt hat. Konzipiert ist dieser am Finger zu tragende Ring im Wesentlichen für die Arbeitswelt. Mit ihm kann man in der Luft schreiben, virtuelle Computermenüs bedienen und drahtlos mit Tablets oder Smartphones kommunizieren. 

Außen Plastik, innen viel Technik: Fujitsu hat den Prototyp eines intelligenten Rings vorgestellt. Mit ihm kann man in der Luft schreiben, virtuelle Computermenüs bedienen und drahtlos mit Tablets und Smartphones kommunizieren.

Außen Plastik, innen viel Technik: Fujitsu hat den Prototyp eines intelligenten Rings vorgestellt. Mit ihm kann man in der Luft schreiben, virtuelle Computermenüs bedienen und drahtlos mit Tablets und Smartphones kommunizieren.

Foto: Fujitsu

Im zunehmend wachsenden Marktsegment tragbarer Technologien (Wearable Technologies) scheint Fujitsu nun einen Treffer gelandet zu haben. Der Plastikring – bisher noch ein Prototyp – lässt den Träger zu einer Science-Fiction-Figur werden: Er ermöglicht es, Nachrichten zu schreiben oder Bildschirmbefehle mit einem Fingerzeig auszulösen und zu verändern.

Vollgepackt mit hochwertiger Technik

Der Ring, der auf den Zeigefinger gesteckt wird, ist mit einer LED-Status-Anzeige und einer Vielzahl von Sensoren ausgerüstet, die die Bewegung des Fingers nachverfolgen. Beschleunigungssensoren, Magnetometer und Drehraten-Sensoren arbeiten gemeinsam mit einer Genauigkeit von 95 Prozent – selbst bei chinesischen Schriftzeichen. Die neue Technik, die auch Bewegungen zwischen einzelnen Strichen erkennt, erlaubt es sogar ganze Worte, die in die Luft geschrieben werden, zu erkennen. Daneben enthält der Ring einen NFC-Reader, der die Kommunikation mit einem tragbaren Computer ermöglicht.

Praktisch im lauten Arbeitsumfeld

Schließlich enthält der zehn Gramm schwere Ring ein Bluetooth-Low-Energy-Modul, das ihn mit einer App auf einem Computer oder mit einem Smartphone verbindet. Auch eine Verbindung zu einem tragbaren Display wie einer Videobrille lässt sich darüber herstellen. Auf dem eingespielten Bildschirm können dann Menüs ausgewählt und Dokumente sowie Anleitungen angeklickt werden. „Der Ring ist vor allem in einem lauten Arbeitsumfeld, wo die Kommunikation schwierig ist, praktisch“, erläutert Yuichi Murase, Research Manager bei Fujitsu Human Centric Computing Laboratories. Arbeitskräfte können den Ring auch dazu benutzen, Notizen auf Fotos, die sie gerade machen, zu schreiben.

Werkzeug für die virtuelle Arbeitswelt

Der Ring könnte vor allem in der Arbeitswelt, beispielsweise in Fabriken und auf Baustellen aber auch bei IT-Fachkräften Anwendung finden. Die Nutzer müssen keine Geräte in der Hand halten, sondern haben beide Hände frei. So können sie vor Apparaten und Maschinen stehen und arbeiten, während sie beispielsweise Daten aus der Cloud herunterladen oder Bedienungsanleitungen durchblättern. Auch wenn der Ring im Design noch nicht ausgefeilt erscheint, will Fujitsu die Technik im Frühjahr kommenden Jahres in Japan auf den Markt bringen.

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