Hardware 31.12.1999, 17:23 Uhr

Flotte und teure Kistchen für den mobilen Einsatz

Ende Oktober hat Intel den Mobile Pentium III Prozessor angekündigt. Am gleichen Tag lieferten die Notebook-Hersteller ihre ersten Produktankündigungen an die Redaktionen. Die Geräte freilich sind eher rar gesät. Dabei warten die zahlungskräftigen Anwender händeringend auf die mobilen Spitzenmodelle.

Gerade fünf Notebook-Modelle mit Pentium-III-CPU waren es, die tatsächlich zu einem Test zur Verfügung standen. Den Schuldigen haben einige Gerätehersteller wie Compaq, IBM, Toshiba & Co. längst ausgemacht: Intels Liefermoral ist schlechter denn je. Dementsprechend teuer wird zurzeit teilweise verkauft. Mit bis zu 13 500 DM schlagen Pentium-III-Systeme als Notebooks zu Buche. Bei Geräten mit Pentium-II-Prozessor war die Preisobergrenze schon im Sommer auf unter 10 000 DM gefallen.
Im Desktop-PC-Bereich hatte diese Wachablösung bereits im Frühling stattgefunden. Folglich verkauften sich PII-Systeme als Highend-Lösung im Notebook-Markt immer schlechter. Jetzt stimmt die Intel-interne Logik wieder: Notebooks mit Pentium-III-CPU leisten fast das Gleiche wie ein Desktop-PC, sind aber aufgrund der Miniaturisierung deutlich teurer.
Viele Anwender honorieren das. Sie wünschen sich die Möglichkeit, die Daten vom Büro ins Home-Office mitzunehmen – und die vertraute Arbeitsumgebung des mobilen PCs mit dazu. Beim Außendienst ist die Nachfrage nach Spitzen-Notebooks weniger groß: Hier reicht eine preiswertere „Datenerfassstation“ mit Schreibmaschinen-Funktion, wie sie auch ein Pentium-MMX- oder Celeron-Prozessor liefert.
Die jetzt verfügbaren, ersten Notebooks mit Pentium-III-CPU sind absolute Highend-Geräte. Das zeigt Dell am deutlichsten. Der von uns getestete Inspiron 7500 VT liefert mit dem 15-Zoll-Display nicht nur den größten Bildschirm, sondern mit 1400 x 1050 Bildpunkte auch eine besonders hohe Auflösung. In den nächsten Wochen will Dell sogar eine Variante mit 15,4-Zoll-Display ausliefern. Die Mobilität bleibt zwar dank eines besonders starken Akkus erhalten – doch der Spruch vom „Schlepptop“ wird einmal mehr bestätigt. 4,1 kg bringt der Inspiron 7500 VT auf die Waage, mit 6,3 cm ist er so hoch wie eine Kaffeetasse.
Hewlett-Packard setzt in puncto Mobilität vor allem auf das Omnibook 900. Hier wurden Disketten- und CD-Rom-Laufwerk ausgelagert. Zudem kommt ein 13,3-Zoll-Display zum Einsatz. Das Ergebnis: ein nur 1,8 kg schweres Gerät, das mit 3,2 cm zudem das flachste Notebook im Test ist.
Bei vier von fünf Geräten setzen die Hersteller auf die 500-MHz-CPU. Nur Gateway setzt beim Solo 2550 LS auf die 450-MHz-Variante. In puncto Leistung bleibt das Gerät dementsprechend hinter der Konkurrenz zurück. Dafür kostet das Gerät aber auch nur exakt 4999 DM.
1400 DM mehr verlangt S plus S für sein Gericom Silver Seraph mit einer 500-MHz-CPU. Beim Benchmark-Test mit den aktuellen Norton Utilities schneidet das Silver Seraph am besten ab: Mit einem Wert von 265,2 übertrifft es knapp das knapp 2800 DM teurere Dell Inspiron 7500 VT, das „nur“ 262,3 erreicht. In der Praxis werden diese Unterschiede aber wohl nicht auffallen. Das Silver Seraph überzeugt durch ein 14,1-Zoll-Display und 128 MByte Arbeitsspeicher. Eine absolute Neuheit: Ab Werk gibt es das Gerät auch mit internem CD-Brenner.
Erst vor wenigen Tagen hat auch Dell ein solches Laufwerk für die nächsten Wochen angekündigt, derzeit kommt ein DVD-Rom-Laufwerk zum Einsatz. Wie Dell überhaupt darauf bedacht ist, das derzeit Maximale zu liefern. Mit einer 25-GByte-Festplatte und einem extrem leistungsstarken Akku ist das Gerät unschlagbar und klarer Testsieger.
Exakt 5 h und 14 min konnten wir mit einer Akku-Ladung im Dauertest auf dem Inspiron 7500 schreiben. Nach 1 h war wieder Energie für 2,5 h Arbeit „getankt“. Da hielt insbesondere das Omnibook 4150 von HP nicht mit: Dort war nach einem Ladevorgang von 1 h Dauer 69 min Arbeit ohne Stromanschluss möglich.
Wer das Notebook als Desktop-PC-Ersatz einplant, der legt eher Wert auf Erweiterbarkeit und Flexibilität. Sie ist bei allen Testgeräten gegeben. Möglich machen das Schachtsysteme, für die später weitere Laufwerke oder ein zweiter Akku hinzugekauft werden können. Wie bereits bei S plus S und in den nächsten Wochen bei Dell dürfte daher wohl bald auch bei den anderen Herstellern die Ära der integrierbaren CD-Brenner beginnen. LS-120- oder Zip-Laufwerke sind bereits verfügbar.
Die aktuellen Pentium-III-Notebooks setzen den Trend zum Desktop-PC-Ersatz fort. Und mit der 600-MHz-Variante, die wohl nach der CeBIT Anfang März verfügbar sein wird, ist diese Entwicklung noch nicht an ihrem Ende angekommen. OLAF WINKLER
Arbeitsplatz für die grüne Wiese: Die neuen Spitzenmodelle der Notebook-Branche mit Intels Pentium-III-CPU müssen vor allem viel Komfort bieten – und flach sollten sie sein.

Von Olaf Winkler
Von Olaf Winkler

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