Drucker 20.09.2002, 18:21 Uhr

Farbenfroh und schnell

Zwar herrscht auf dem Druckermarkt Flaute, aber Verbrauchs- materialien wie Papier und Tinte werden gut nachgefragt.

Viele Fotos werden gar nicht mehr gedruckt – sie liegen auf Festplatten, CDs und in den Flashspeichern der Digitalkameras, so eine vom Druckerhersteller Lexmark in Auftrag gegebene Studie. Die Aussicht scheint finster: 2001 seien weltweit 12,4 Mrd. Fotos mit digitalen Kameras aufgenommen worden, lediglich ein Viertel davon sei ausgedruckt worden. 2005 würde sich, so die Experten, das Verhältnis weiter verschlechtern. Lediglich 8 Mrd. der weltweit 30 Mrd. geknipsten digitalen Schnappschüsse würden dann noch zu Papier gebracht.
Dennoch brauchen sich die Hersteller der Tintenstrahldrucker scheinbar keine Sorgen zu machen: Zwar machte Gartner in einer Studie jüngst in Westeuropa einen rückläufigen Druckermarkt aus, aber die Verbrauchsmaterialien Papier und Tinten konnten 2001 im Vergleich zum Jahr davor gut zulegen, so die Gesellschaft für Konsumgüterforschung in Nürnberg (s. Grafik). „Intereressant ist, dass die Menschen proportional immer weniger Bilder ausdrucken, während es gleichzeitig immer einfacher wird, Fotos schnell und in extrem guter Qualität zu drucken“, meint Michel Dermont, Vice President von Lexmarks Consumer Printing Division in Europa.
Zur Photokina haben die großen Druckerhersteller im Vorfeld eine Reihe von Fotodruckern neu herausgebracht – mit Ausnahme von Lexmark. Dies, obwohl der US-Hersteller zum ersten Mal auf der Photokina dabei ist.
Branchenprimus Hewlett-Packard (HP) kommt zur Messe mit dem Photosmart 7550 (429 ‰), seinem ersten Fotodrucker, der bis zu drei Druckpatronen gleichzeitig nutzt und mit bis zu sieben verschiedenen Farben druckt.
Beim Fotodruck arbeitet der 7550 mit 6 Farben – die separate schwarze Tintendruckpatrone (Nr. 56) bleibt außen vor. Dafür enthält die Fotopatrone 58 neben hellem Cyan und Magenta auch noch pigmentiertes Schwarz. Als Drittes kommt eine Dreikammer-Patrone mit den Grundfarben hinzu.
Digitalkameras lassen sich über den USB-Port an der Front anschließen. Über ein LCD-Panel werden die Fotos ohne PC-Umweg bearbeitet: Farbton, Drehen, Zoom, Zuschneiden, Wandlung von Farbe in Sepia oder Schwarzweiß. Der Photosmart 7550 kann mit Auflösungen bis zu 4800 x 1200 dpi (auf Fotopapier) arbeiten. Alternativ zum frontalen USB-Port gibt es noch vier Speicherkarten-Steckplätze (Compactflash, SD-Card, Multimedia-Card und Memorystick) für den Direktausdruck der Bilder. Ein separater Papierschacht ist für Fotopapier im Format 10 x 15 cm angelegt.
Epson kündigte schon im August (Marktstart: September) eine ganze Modellreihe von Photodruckern an, angefangen mit dem Einsteigermodell Stylus Photo 830 (149 ‰) mit sechs Tinten, Randlosdruck und einer Auflösung von bis zu 5760 dpi, so der Hersteller. Ohne Umweg über den PC, mit optionalem LCD-Anschluss, arbeiten die Modelle Stylus Photo 915 (249 ‰) und 925 (349 ‰). Als großer Bruder kommt noch der 1290 (499 ‰) hinzu, der sich als Drucker für das DIN-A3-Überformat aber eher an die Profis und halbprofessionelle Nutzer wendet.
Auch Canon brachte Anfang September drei Fotodrucker auf den Markt. Das Spitzenmodell S830D (459 ‰) arbeitet ebenso wie die Konkurrenz mit Sechsfarbdruck ohne Umweg über den Computer. Hier steckt das LCD am Drucker, wer will, kann auch ein PC-LCD direkt anschließen. Als kleiner Bruder kommt der S330 Photo (129 ‰) für den Einstieg in den Foto-druck, der S530D (359 ‰) ist ein Zwitter aus Büro- und Fotodrucker.
Eine Rolle spielt zunehmend die Lichtechtheit der Ausdrucke – zumindest in den Presseinformationen der Hersteller. Canon bietet 25 Jahre auf Ausdrucke mit seiner High Colour Tinte auf Normal- und Spezialpapier. HP spricht von 73 Jahren, wenn die Ausdrucke aus Druckern erfolgen, die HPs neueste Photo-Ret-Technik (Photo Ret IV) beherrschen – wie der 7550. Außerdem müssen sie aber mit der Foto-
druckpatrone Nr. 58 für den Sechsfarbdruck arbeiten, auf dem neuen HP Premium Plus Fotopapier erfolgen und hinter Glas geschützt sein.
Schnell sind die Modelle mittlerweile alle, vergleicht man zumindestens die Herstellerangaben für den Seitendruck mit dem, was Geräte vor zwei Jahren konnten. Bis zu 14 Seiten/min im Farbdruck ist keine Ausnahme, früher lagen die Geschwindigkeiten im einstelligen Bereich der Seitenzahl pro Minute. Allerdings braucht man für den hochauflösenden Druck auf Fotopapier erfahrungsgemäß dann doch wesentlich länger.

 

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