Speichertechnik 24.04.2009, 19:40 Uhr

EMC stellt neue Speicher-Architektur fürs Petabyte-Zeitalter vor  

Storage-Marktführer EMC hat eine neue Architektur vorgestellt, mit deren Hilfe sich Standard-Speicherkomponenten zu einer einzigen Datenspeichereinheit von mehreren Petabyte einrichten lassen. Eine neu entwickelte Betriebssoftware erlaubt eine weitgehende Unterstützung von virtuellen Serverlandschaften und die Automatisierung des Rechenzentrumbetriebs. VDI nachrichten, Düsseldorf, 24. 4. 09, pek

Virtual Matrix Architecture (VMA) nennt EMC seine neue Speicherarchitektur, mit der sich ein Speichersystem nahezu linear von einigen Gigabyte bis hinauf zu mehreren Petabyte skalieren lässt (1 Petabyte = 1000 Terabyte = 1 Mio. Giga- byte). Für diese Architektur stellte EMC soeben auch das erste zugehörige System vor: Die Symmetrix V-Max lässt sich auf bis zu 2 PByte aufrüsten und liegt leistungsmäßig deutlich oberhalb des bisherigen Flaggschiffs, der DMX-4.

Bei der Ankündigung der neuen VMA sparte EMC-Chef Joe Tucci nicht mit Superlativen: „Dieses ist das bedeutendste Announcement seit der Vorstellung der Symmetrix-Plattform vor 18 Jahren, es ist das modernste Storagesystem, das gegenwärtig verfügbar ist.“

EMC richtet sich damit vor allem an speicherintensive Rechenzentren, in denen immer häufiger eine Vielzahl an virtuellen Servern zum Einsatz kommt. Eines der Hauptprobleme dieser Servervirtualisierungswelle ist der Datentransfer beim Ein- und Auslagern der virtuellen Maschinen, den sogenannten VMs.

EMC hat hierzu eine entsprechende Integration mit dem Virtualisierungsmarktführer VMware geschaffen. „Mit EMCs neuer Architektur wird schlagartig die gesamte Input/Output-Problematik von virtuellen Maschinen gelöst, denn in Verbindung mit VMwares Powerpath wird automatisch eine Lastoptimierung über das gesamte Storage-Array hinweg vorgenommen. Das ist wesentlich schneller und effizienter als alles, was bisher verfügbar ist“, schwärmt Steve Douplessie, Chef der Enterprise Strategy Group.

Das V-Max-System ist laut EMC das gegenwärtig weltweit größte Highend-Storage-Array. Es lässt sich bis auf acht vernetzte Einheiten ausbauen, darin können bis zu 2400 Laufwerke enthalten sein, die sich dann auf die Gesamtkapazität von über 2 PByte addieren. Jedes System verfügt dabei über einen Cache von 128 GByte, so dass ein Gesamt- Cache von 1 TByte verfügbar ist.

Die Symmetrix V-Max ist mit Intels 2,3-GHz-Quadcore-Prozessoren ausgestattet, was mehr Leistung auf kleinerem Raum und weniger Stromaufnahme bedeutet.

Das Besondere an EMCs neuer Architektur ist aber weniger die Hardware, sondern die komplett neu entwickelte Software, die auf EMCs bisherigem Betriebssystem Enginuity aufsetzt. „Unsere Software hat auf der Storage-Ebene praktisch mit dem gleichgezogen, was ein Hypervisor bei der Servervirtualisierung macht: eine vollständige Entkoppelung von den physischen Hardwarekomponenten“, sagt EMCs Storage-Chef David Donatelli.

Erst mit einer Reihe an bahnbrechenden Softwareentwicklungen in den vergangenen Jahren war die Schaffung dieser neuen Architektur möglich. So war ein wichtiger Durchbruch die Einführung von Thin-Provisioning im vorigen Jahr. „Hiermit haben wir eine neue Abstraktionsebene eingeführt, unterhalb derer erstmals viele Aufgaben parallel ausgeführt werden können, die früher immer nur sehr aufwändig nacheinander abgearbeitet werden konnten“, erläutert EMCs Marketing-Experte Bob Warmbaugh den neuen Ansatz beim Speichermanagement.

Rund 30 ausgewählte Kunden konnten bereits umfangreiche Test-Erfahrungen mit der V-Max-Engine sammeln und „die sind alle rundum zufrieden“, meint Barbara Robidoux, EMCs Product-Marketing-Managerin für diesen Bereich. Einer dieser Pilottester war die Uni-Credit-Group. Deren CIO Claudio Baffigi sagt über seine Erfahrungen: „Das V-Max-System kann die Responsezeit unserer Produktions-Datenbank spürbar verbessern und damit die Produktivität von unseren 10 200 Zweigstellen erheblich steigern.“

Interessant war die Reaktion von Cisco-Chef John Chambers: „EMCs neuer Ansatz im Bereich Highend-Datastorage fügt sich nahtlos in unsere bahnbrechende Architektur des Unified Computing.“ Dazu gab er noch den Hinweis ab, dass EMCs VMA über Ciscos neue proprietäre Netzverbindung betrieben werden kann.

Damit zeichnet sich im Bereich Rechenzentren(RZ)-Automation eine neue Seilschaft von Cisco, EMC und VMware ab, die sich vor allem gegen die etablierten RZ-Ausstatter HP, IBM, und Sun richtet. HARALD WEISS

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