Drucker 14.05.2004, 18:30 Uhr

Drucken wird anders – nämlich einfach

VDI nachrichten, Düsseldorf, 14.5.04 -Der Digitaldruck präsentierte sich auf der Drupa als Alternative für einen technologischen Wandel. Drucken, so die Botschaft, wird anders, insbesondere für die Mehrzahl der Druckereibetriebe. Diese bestehen nämlich fast überall auf der Welt, besonders in Europa, aus Betrieben mit bis zu 20 Mitarbeitern, also der Größe eines guten Handwerksbetriebes. Und diese Betriebe verarbeiten immer öfter kleine Aufträge auf kleinformatigen Maschinen. Genau diese Klientel sprechen die Hersteller von Digitaldruck- maschinen auf der Drupa mit professionellem Auftritt bewusst an.

Mehr und mehr kleine Druckaufträge, die Drucker sprechen von „Jobs“, werden nicht mehr im Offset, sondern digital gedruckt. Die Gründe dafür sind einfach: Der gesamte Produktionsprozess ist im traditionellen Offsetdruck so aufwändig und zeitintensiv, dass er gegenüber der neuen Generation der Digitaldruckmaschinen nicht mehr konkurrenzfähig sein kann.
Druckqualität ist heute im Digitaldruck schon lange kein Thema mehr – die Qualität orientiert sich am Offsetergebnis und ist aufgrund ihrer Kontinuität über die gesamte Auflage hinweg sogar besser. Digitaldruckmaschinen benötigen keine auftragsvorbereitenden Rüstzeiten wie etwa Druckplattenwechsel oder Papierjustage.
Die Hersteller kooperien im Bereich der Druckvorstufe, um die Qualität und die Einbindung in den digitalen Workflow zu optimieren. So gab HP-Indigo auf der Drupa eine Zusammenarbeit mit Quark bekannt, damit die Anwender maßgeschneiderte Kommunikationsmaßnahmen für das 1:1-Marketing einfacher und besser entwickeln, verwalten und umsetzen können. Xerox bietet dem Drucker die vom Offset gewohnten Pantone-Farbbibliotheken jetzt auch für zwei Digitaldruckmaschinen.
Die Produktivität der digitalen Druckmaschinen ist extrem gestiegen. Neue Modelle wie die Xeikon 5000 leisten bis zu 7600 DIN-A4-Seiten/h. Damit liegt der Ausstoß über dem durchschnittlichen Ausstoß einer kleinen DIN-A3-Offsetdruckmaschine.
Die zwischen den Druckzeiten erforderlichen Reinigungszeiten, früher oft der Pferdefuß im Digitaldruck für den Anwender, reduzierten die Herstellern extrem. Heute liegt der Wartungsaufwand der digitalen Drucksysteme unter dem für vergleichbare konventionelle Druckmaschinen.
Während Computer-to-Plate, die digitale Bebilderung der Offset-Druckplatten mittels Lasersystemen, im industriellen Druck soweit verbreitet ist, dass man dies bereits als Standard bezeichnen könnte, arbeiten die handwerklich geprägten Betriebe immer noch mit Film.
Aufgrund dieser Konstellation ist der Digitaldruck heute einfach schneller, er präsentiert sich als die Lösung für schnelle Kleinauflagen – das typische Anwendungsgebiet des überwiegenden Teils der Druckereien.
Einfach schneller bedeutet, dass keine Filme belichtet werden müssen, keine Druckformen mehr montiert werden müssen, keine Druckplatten bebildert und entwickelt werden. Es muss keine Druckmaschine mit den Platten bestückt und eingestellt werden – es wird einfach nur die vorbereitete Datei geöffnet und gedruckt.
Die Druckmaschine ist somit ein Ausgabegerät wie ein Computerdrucker. Im gesamten Verfahrensprozess ist der Digitaldruck schneller als der Offsetdruck, da die Drucke trocken aus der Maschine kommen und somit sofort weiterverarbeitet werden können.
Durch die neuen Digitaldruckmaschinen wie etwa der Xeikon 5000, der HP-Indigo 3000 oder der iGen 3 von Xerox bekommt die Entwicklung sogar noch eine weitere Dimension. Diese Maschinen verfügen über so viel Leistungspotenzial, dass sie sogar mit größeren Maschinen in gewissen Auflagensegmenten konkurrieren könnten – und das zu Druckkosten, die noch vor Jahren als illusorisch galten.
Hinzu kommt die Bedruckstoffflexibilität des Digitaldrucks. Mussten früher für Digitaldrucke spezielle Papiere eingesetzt werden, um vernünftige Ergebnisse erzielen zu können, so drucken diese Maschinen heute auf nahezu jedes Substrat. HP“s Indigo Maschinen bedrucken Kunststofffolien und sogar dünnere Polypropylenplatten, sowie Etikettenmaterialien – Xeikon zeigt auf Messen Anwendungen aus dem Bereich flexibler Verpackungen.
Selbst das beidseitige Bedrucken des Papiers in einem Maschinendurchlauf ist für den konventionellen Druck kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Die Océ Variostream 9000 bedruckt als erste Digitaldruckmaschine überhaupt Papier-Vorder- und Rückseite gleichzeitig ohne Wendeprozess. Dies können viele kleinere Druckereien heute noch nicht, oder nur unter großem Aufwand mit ihren Maschinen realisieren. Digitaldruck könnte sich deswegen als die Lösung im ganz normalen Kleinakzidenzgeschäft etablieren.UWE CLEVER

 

  • Uwe Clever

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