CeBIT 2010 12.03.2010, 18:34 Uhr

Display-Trends: Anfassen erwünscht!  

Die Monitorfläche wird zum Eingabemedium und gleichzeitig drängen die Bilder in die 3. Dimension – das waren zwei der Computertrends auf der CeBIT. Mit dem gewohnten Preisverfall bei der Hardware könnte es aber wegen des starken Dollars zunächst Schluss sein. VDI nachrichten, Hannover, 12. 3. 10, jdb

Noch vor nicht allzu langer Zeit hinterließ die Berührung eines Computermonitors zumindest eines: lästige Fingerabdrücke. Doch mittlerweile etabliert sich der Monitor als neues, intuitives Eingabegerät für den Computer neben der Tastatur und der Maus. Für Stefan Engel, Deutschland-Chef beim taiwanischen PC-Hersteller Acer, ist „Multitouch“ einer der Zukunftstrends der PC-Branche.

Mit Multitouch ist die Fähigkeit eines berührungsempfindlichen Bildschirms (Touchscreen) gemeint, auf mehr als einen Fingerdruck zu reagieren. Eine Funktionalität, die von Apples iPhone nun auch in die Welt der PCs herüberschwappt, seit sie in Windows 7 integriert ist. Auf den großen Monitoren für Desktop-Rechner ist Multitouch auch angekommen, allerdings fristet es laut Engel dort vielfach noch ein Nischendasein, z. B. bei Verkaufsterminals.

Doch der Manager ist überzeugt, dass sich das in Zukunft ändern wird: „Sechsjährige Kinder können doch mit einer Tastatur eigentlich noch gar nichts anfangen. Wenn die aber einen Multitouch-Monitor benutzen, dann gehen die ganz intuitiv damit um. Da wächst eine neue Generation an Computernutzern heran, die das ganz selbstverständlich nutzt. Und das wird Anwendungsszenarien hervorbringen, an die wir heute noch gar nicht denken.“

Traditioneller Tummelplatz für Touchscreens sind die Tablet-PCs, die seit Jahren immer mal wieder versuchen, aus ihren durchaus lukrativen Nischen auf den Massenmarkt zu drängen. Mit der Ankündigung des iPad durch Apple-Chef Steve Jobs vor einigen Wochen scheint hier wieder frischer Wind durch die Reihen der Anbieter zu gehen.

Das sieht auch Acers Deutschland-Chef Engel so: „Es gibt schon lange Anwendungsbereiche, in denen Tablets durchaus Sinn machen. Das spielte sich aber vor allem im professionellen Umfeld ab. Jetzt wandert das langsam in die Consumer-Schiene. Dazu haben sicher auch die Smartphones beigetragen, die ja ganz selbstverständlich über den Touchscreen bedient werden. Und natürlich hilft Windows 7, das ja viel stärker diese Funktionalitäten, wie z. B. Multitouch, unterstützt, als es noch bei XP der Fall war.“

Acer bringt demnächst mit dem Aspire 1820PT ein Notebook auf den Markt, das beide Welten miteinander verbindet: dank integrierter Multi-Touch-Funktionalität. Darüber hinaus ist das Display dreh- und neigbar, womit es gerade für Präsentationen sehr vielseitig verwendbar ist. Das Aspire 1820PT Timeline soll ab Ende März zu einem empfohlenen Endkundenpreis ab 599 € im Handel erhältlich sein. In einer anderen Klasse angesiedelt ist das neue Toughbook CF-C1 von Panasonic, das gleichfalls Tablet-Feeling bietet (s. unten).

Auf der glatten Fläche des Displays werden also künftig interessante neue Anwendungen möglich werden. Doch der zweite Megatrend der CeBIT drängte aus der Displayfläche heraus in die dritte Dimension. Kaum ein Anbieter von Monitor- und Grafiklösungen, der nicht auf den 3-D-Zug aufsprang, der ja spätestens seit der letztjährigen IFA auch die Welt der Unterhaltungselektronik erreicht hat.

Asus-Chairman Johnney Shih unterstrich die große Bedeutung von 3-D für die Computerwelt: Immerhin seien schon über 400 Spiele im Markt, die diese Technologie nutzen. Als Highlight für mobile Gamer präsentierte er das Asus G51JX. Dabei handelt es sich nach seinen Angaben um das erste Gaming Notebook der Welt mit der GeForce-3D-Vision-Technologie des Chipherstellers Nvidia. Diese biete laut Shih ein echtes 3-D-Gaming Erlebnis für unterwegs.

Auch für Acer – laut Gartner mittlerweile der führende PC-Hersteller in Westeuropa und in Deutschland – ist 3-D ein heißes Thema. Deutschland-Geschäftsführer Engel verweist auf eine komplette Produktpalette, die vom 3-D-Notebook über Monitore bis hin zum 3-D-fähigen Projektor reicht.

Einziges Manko derzeit: Ohne spezielle Brille ist der 3-D-Genuss noch nicht zu bekommen. Das galt auch für die 3-D-Präsentation am Stand der Fraunhofer-Gesellschaft. Dort arbeitet man mit zahlreichen Partnern aus der Industrie zusammen, um im Projekt PRIME – „Produktions- und Projektionstechniken für immersive Medien“ – Geschäftsmodelle und Techniken für Kino, Fernsehen und Spiele zu entwickeln.

Die Gretchenfrage „Mit oder ohne Brille“ stellt sich auch dort, und Fraunhofer-Präsident Hans-Jörg Bullinger verwies bei der Pressekonferenz auf die Halle 16: Dort zeigte u. a. das Heinrich-Hertz-Institut einen Bildschirm, der 3-D auch ohne Brille darstellen kann. Allerdings ist der 3D-Eindruck dort deutlich von der Sichtposition abhängig

Für die PC-Konsumenten hat Acer-Deutschland-Chef Engel allerdings auch einen Wermutstropfen parat: „Rund 75 % bis 80 % des Preises eines Notebooks werden durch Komponenten bestimmt, die in Dollar abgerechnet werden. Und da fürchte ich, dass die Zeit der stetig fallenden Endverbraucherpreise erst einmal vorbei ist. Bei Geräten, die in den kommenden Monaten in den Markt kommen, werden wegen des stärkeren Dollars steigende Preise zu erwarten sein. Auch die Komponentenknappheit in einigen Bereichen lässt mich für 2010 keine sinkenden Durchschnittspreise erwarten.“ jdb

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