Hardware 01.02.2002, 17:32 Uhr

CDs Brennen ist neuer PC-Volkssport

CD-Brenner werden immer schneller. Und die Ergebnisse immer besser, denn dafür sorgt ein perfektes Zusammenspiel der Geräte mit den CD-Rohlingen.

Anfangs war das Brennen der Silberlinge recht problematisch. Die CD-Rohlinge kosteten ein Vermögen und waren im Nu verbrannt. Vielen PC-Fans blieben solche Erfahrungen nicht erspart. So manche Scheibe fiel dem Buffer Underrun zum Opfer, dem Leerlaufen des Daten-Zwischenspeichers – futsch, und weg waren die Daten.

Doch inzwischen gestaltet sich das CD-Brennen so einfach und sicher, dass es zu einer Art PC-Volkssport avanciert ist. Bei modernen Kopierprogrammen genügt oft ein Mausklick, und nach wenigen Minuten ist die CD dupliziert.

Für diese große Beliebtheit gibt es eine Reihe von Gründen. Einer liegt bei der Verbesserung der Brenner selbst, wie die fünf Geräte im Testfeld zeigen: der Freecom Portable II für rund 330 «, Pioneers DVR-A 03 für 599 «, der PXW-24/10/40 von Plextor für 180 «, Waitecs Megalus für 149 « und schließlich Yamaha CRW-3200 für 219 «.

Bei den Geräten von Plextor, Waitec und Yamaha handelt es sich um übliche CD-Brenner für den Einbau in den PC, beim Freecom hingegen um ein externes Modell, das sich auch mit Notebooks betreiben lässt. Der Pioneer fällt insofern aus der Rolle, dass er auch für das ein- und mehrmalige Brennen von DVDs geeignet ist. Dadurch liegt der Preis etwa 3-mal so hoch wie bei reinen CD-Rekordern.

Den augenscheinlichsten Fortschritt bietet der Geschwindigkeitszuwachs. Liefen die Geräte zunächst nur mit einfacher Brenngeschwindigkeit, werben die Hersteller inzwischen mit 24fachem Brenntempo (Kurzform: 24x) für das Beschreiben einer CD-R. 32x-Brenner kommen gerade auf den Markt, 40x-Geräte sind bereits angekündigt.

Das Brennen von voll gepackten Audio-CD-Rs der Länge von 74 min schaffen die mit 24x angegebenen Testgeräte aber meist nur mit etwa 20x-Tempo. Lediglich der Freecom macht eine Ausnahme. Und der Pioneer kommt sogar nur auf 8x.

So begrüßenswert der Fortschritt anfangs auch war, so wenig Sinn macht das Wettrennen auf dem aktuellen Stand: Denn die Zeitersparnis von einer halben, einer viertel Stunde oder nur 5 min ist noch ein Vorteil. Der Sprung von 24x auf 40x bringt rechnerisch aber nur 1 min.

Der wirkliche Fortschritt liegt im Zusammenwirken von Geräten und Rohlingen. So brennt ein Gerät mit 24facher Geschwindigkeit dann am besten, wenn es mit einem dafür geeigneten Rohling gefüttert wird. Die Rohlinge sind entsprechend gekennzeichnet, darauf ist beim Kauf zu achten. Die Verringerung des Brenntempos lohnt sich kaum, insbesondere nicht auf einfache Geschwindigkeit, da sie weitab vom optimalen Arbeitspunkt liegt.

Durch die Optimum Power Control (OPC) prüft der Brenner zu Beginn, mit welcher Laserleistung er bezüglich des eingelegten Rohlings arbeiten soll. Aus solchen Tests lässt sich auch das Geschwindigkeitsverhalten ableiten, so dass die Geschwindigkeit automatisch reduziert wird. Manche Modelle weisen zusätzlich zur OPC eine Running-OPC auf, die während des Brennvorgangs immer wieder überprüft, ob die Laserleistung noch optimal eingestellt ist. Dadurch lässt sich eine über die gesamte Spielzeit gleichmäßige Aufnahmequalität erreichen.

Ein wichtiger Vorteil ist auch die Vermeidung von Buffer Underruns. Dafür wurden verschiedene Techniken entwickelt, etwa Burn Proof oder Safe Burn. Das Prinzip ist ähnlich: Durch die Möglichkeit, den Laser beim Schreibabbruch wieder exakt zu positionieren, lässt sich dieser so wieder aufsetzen, dass beim späteren Abspielen kein Aussetzer zu verzeichnen ist. Mit solchen Techniken arbeiten alle Testgeräte, der Pioneer aber nur beim DVD-Brennen. Im längeren Tests kam es aber mit diesem Gerät nicht zu solchen Störfällen.

Die bisherigen Angaben zur Geschwindigkeit und Sicherheit bezogen sich auf die einmal bespielbare CD-R, die ja zu allen CD-Spielern und CD-Rom-Laufwerken kompatibel ist. Anders die etwa 1000-mal löschbare CD-RW. Für deren Wiedergabe ist ein Gerät mit höherer Empfindlichkeit des Lasers erforderlich, da die Reflexion nur knapp halb so groß ist wie bei CD und CD-R. Daher ist die CD-RW auf älteren CD-Spielern nicht lauffähig.

CD-RWs sind ebenfalls in verschiedenen Geschwindigkeitsklassen erhältlich, die von den Brennern erkannt werden. Anders als bei den CD-Rs laufen CD-RWs bei Abweichungen nicht. Die Maximalgeschwindigkeit der getesteten Geräten liegt etwa bei 10fach, demnächst wird es 12x-Modelle geben.

Wichtig für sichere Aufnahmen ist die Größe des Zwischenspeichers, wo Yamaha mit 8 MByte am meisten bietet. Interessant ist auch das fehlerfreie Lesen von CD-Audiodaten, wenngleich das auch – insbesondere bei Direktkopien – vom CD/DVD-Rom-Laufwerk erledigt wird. Ebenfalls wichtig für das Brennen von Audio-CDs ist die Unterstützung von CD-Text, wofür alle Testgeräte geeignet sind.

Beim CRW-3200 hat Yamaha eine Technik namens Audio Master Recording eingeführt. Wird diese über die Brenn-Software aktiviert, schaltet der Rekorder auf die Geschwindigkeit von 4x herunter und reduziert ebenfalls die Lineargeschwindigkeit, mit der sich die Scheibenoberfläche über den Laser bewegt. Vor etwa zehn Jahren hatte die Erhöhung von 1,2 auf 1,5 m/s zur Erhöhung der Spielzeit von 63 min auf 74 min geführt. Back to the roots also, was bereits rein theoretisch den entstehenden Jitter, also ein Phasenzittern, verringert. Im Hörtest klingen so aufgenommene CDs etwa stabiler, Instrumente wirken klarer positioniert.
REINHARD PAPROTKA

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