Personalcomputer 23.10.2009, 19:43 Uhr

Boom bei Netbooks stabilisiert den weltweiten PC-Markt  

Vor allem die preiswerten Netbooks trotzen der Krise: Die Zahl der weltweit verkauften PCs ging im 3. Quartal 2009 entgegen den Erwartungen der Marktforscher nach oben. Für den deutschen PC-Markt erwartet der Branchenverband Bitkom sogar ein überraschendes Plus für das gesamte Jahr 2009. Dagegen sind die Preise im freien Fall, die Hersteller sehen ihre Profitabilität als große Herausforderung. VDI nachrichten, Düsseldorf, 23. 10. 09, jdb

Damit hatten die Auguren nicht gerechnet: Der Weltmarkt für PCs wuchs im 3. Quartal 2009 gegenüber einem starken Vorjahresquartal um 0,5 % auf 80,9 Mio. verkaufte Geräte. Das ermittelten die Marktforscher bei Gartner. Ihre Kollegen bei IDC kommen auf ein etwas höheres Wachstum (2,3 %) und einen Gesamtabsatz von 78,1 Mio. Einheiten. Beide hatten einen deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen gegenüber 2008 prognostiziert.

Einen neuen Rekordabsatz an PCs prognostiziert auch der Branchenverband Bitkom für das Gesamtjahr 2009 in Deutschland: Um 7,7 % wird die Zahl der verkauften PCs auf die neue Rekordmarke von 13,1 Mio. Stück ansteigen. „Mit den Netbooks hat sich eine neue Geräteklasse unter der 400-€-Marke etabliert, die den gesamten PC-Markt beflügelt“, erläutert Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.

Gartner-Analyst Mikako Kitagawa ergänzt: „Der Endverbrauchermarkt bleibt der Treiber des Stückzahlwachstums, vor allem dank der niedrigpreisigen mobilen PCs.“ Doch es gib auch Schattenseiten: Laut Gartner ist der Durchschnittspreis mobiler PCs im Jahresvergleich um 20 % gefallen. Und auch der Bitkom konstatiert einen – aus Verbrauchersicht erfreulichen – Trend zu niedrigeren Preisen.

Damit sinkt der Umsatz der PC-Branche in Deutschland im Jahr 2009 um 4,8 % auf 6,8 Mrd. €. Aber Scheer ist zuversichtlich: „Mit einer Konjunkturerholung im kommenden Jahr wird die PC-Nachfrage der Unternehmen wieder zulegen.“

Für Gianfranco Lanci, President und CEO des taiwanischen PC-Herstellers Acer, ist der Erhalt der Profitabilität für alle Hersteller die größte Herausforderung. Er erwartet hier weitere Konsolidierungen und ist überzeugt, dass der Weltmarkt Platz für drei bis vier große Hersteller bietet. Er selbst kann zufrieden sein, denn laut IDC hat Acer den US-Konkurrenten Dell als zweitgrößten PC-Hersteller weltweit überholt.

Weltmarktführer bleibt dagegen unangefochten Hewlett-Packard (HP), der im 3. Quartal seinen Weltmarktanteil dank aggressiver Preisnachlässe auf 20,2 % ausbaute. Acer erhöhte seinen Marktanteil laut IDC auf 14 % und ließ damit den einstigen Weltmarktführer Dell hinter sich. In Deutschland ist allerdings Acer heute die Nummer 1.

„Wir fokussieren uns ganz auf Mobilität“, gab Acer-Chef Lanci vergangene Woche in London die Marschrichtung vor. Die schlimmste Phase der Wirtschaftskrise sei vorüber: „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels.“ Für 2010 erwartet er bei mobilen Rechnern bereits wieder Stückzahlzuwächse zwischen 20 % und 25 %.

Getrieben werden soll dieses Wachstum weniger von den GHz-Schlachten der Vergangenheit, sondern von echtem Nutzen für den Anwender. Lanci nennt die Stichworte „All-day-computing“, also Batterie- laufzeiten im Bereich von acht Stunden, „dünn und leicht“ und „Konnektivität“, also eine Vielzahl von drahtlosen Kommunikationswegen.

Hinzu kämen neue Interaktionsmöglichkeiten, z. B. durch die in Windows 7 implementierte Touch-Technologie. Sie ermögliche, so Lanci, ganz neue Benutzererlebnisse in direktem Fingerkontakt mit dem Bildschirm.

Und einen weiteren Trend sieht Lanci: Mobile Computernutzer arbeiten nicht nur mit einem Gerät. Dank Smartphones und Netbooks stellt sich zunehmend die Aufgabe, Datenbestände über mehrere Geräte zu synchronisieren. Acer will nun Lösungen auf den Markt bringen, die dem Nutzer auch unterwegs Möglichkeiten zum Abgleich seiner Datenbestände bieten.

Einen zusätzlichen Wachstumsschub erwartet Bitkom-Präsident Scheer vom Start des neuen Betriebssystems Windows 7, das seit gestern weltweit verfügbar ist. Doch Gartner-Analyst Kitagawa warnt vor Euphorie: „Jüngere Betriebssystemversionen waren kein Wachstumstreiber für die PC-Industrie.“ Allerdings käme der Windows-7-Start für die Industrie zu einem vorteilhaften Zeitpunkt. „Vor allem wegen der erwarteten wirtschaftlichen Erholung, aber auch wegen vielfach überfälliger Erneuerung veralteter PC-Hardware.“ JENS D. BILLERBECK

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