Patentantrag von Apple 29.04.2013, 10:58 Uhr

Auto und iPhone verständigen sich über Bluetooth

Apple entwickelt offenbar verschiedene Möglichkeiten, wie das iPhone zukünftig mit Fahrzeugen kommunizieren wird. Über Bluetooth könnte das Auto lokalisiert, geöffnet und gestartet werden. Wie jetzt bekannt wurde, hat Apple dazu bereits 2011 zwei Patentanträge gestellt. 

Apple arbeitet Patenten zufolge auch daran, mit dem iPhone künftig das Auto zu öffnen und zu starten. 

Apple arbeitet Patenten zufolge auch daran, mit dem iPhone künftig das Auto zu öffnen und zu starten. 

Foto: dpa/Florian Kleinschmidt

Im ersten Patent, das Apple in den USA schützen lassen will, geht es schlicht um eine Methode, wie das eigene Auto im Parkhaus leicht wiedergefunden werden kann. Die Navigation zu einem geparkten Fahrzeug ist zwar grundsätzlich nichts Neues, funktioniert aber bisher über den GPS-Empfang im Smartphone. Genau das wird aber in Parkhäusern oft zum Problem, weil die Ortung hier immer wieder abbricht. Die „Methode zum Lokalisieren eines Fahrzeuges“, wie Apple sie sich vorstellt, läuft dagegen über eine Bluetooth-Verbindung zwischen Auto und Telefon.

Bevor der Fahrer sich vom Auto entfernt, speichert das System die genaue Position. Um den Rückweg sicherzustellen, müssten im gesamten Parkhaus, etwa in jeder Parkreihe, Bluetooth-Sensoren installiert werden. Denkbar wäre auch, dass das Auto selbst die Verbindung zu den Bluetooth-Sensoren herstellt und diese dann später per Smartphone abgerufen wird. Falls im Parkhaus ein stabiler Empfang möglich ist, könnten zusätzlich auch GPS-Daten für die Ortung des Autos genutzt werden.

Das iPhone findet das Auto, öffnet und startet es

Im zweiten von Apple angemeldeten Patent geht es um den „Zugang zu einem Fahrzeug durch mobile Geräte“. Die Idee ist, das iPhone wie einen Autoschlüssel zu benutzen. Das Smartphone öffnet dann die Tür des Fahrzeugs, es kontrolliert zum Beispiel die elektrischen Fensterheber und könnte sogar zum Starten verwendet werden. Die Verbindung läuft auch hier über Bluetooth.

Diese Erfindung wäre im Grunde ein verbesserter Ersatz zu den bereits bestehenden Systemen der Autohersteller. Deren Autoschlüssel halten den Kontakt zum Auto über NFC (Nahfeldkommunikation) oder über das Radio. Mit der Bluetooth-Verbindung des iPhones wären darüber hinaus personalisierte Sicherungssysteme möglich. Der Fahrer könnte zum Beispiel eine PIN oder ein Passwort verlangen, bevor das Smartphone die Autotür öffnet. Oder er legt bestimmte Autorisierungen für die Nutzung des Pkw fest. Etwa indem er festlegt, dass das Auto nur zwischen 13 und 20 Uhr anspringen soll.

Im März 2013 hat Apple für 20 Millionen Dollar das Kartografieunternehmen WiFiSLAM gekauft, dessen System eine Navigation innerhalb von Gebäuden ohne GPS-Empfang möglich macht. Ein solches System könnte die neuen Anwendungen des iPhones in Parkhäusern perfekt unterstützen.

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